Voller Einsatz für das Moor

Bergwaldprojekt, Biosphärenreservat und DBU Naturerbe kooperieren auf DBU-Naturerbefläche Daubaner Wald

HINWEIS AN DIE REDAKTIONEN: Bei Interesse sind Sie herzlich eingeladen, sich selbst einen Eindruck von den Arbeiten vor Ort zu machen. Bitte melden Sie sich beim Revierleiter oder bei uns, um einen Termin zu vereinbaren.

Dauban. 17 Freiwillige aus ganz Deutschland setzen sich auf der DBU-Naturerbefläche Daubaner Wald für den Naturschutz ein. Vom 13. bis zum 19. September organisiert das Bergwaldprojekt eine Freiwilligenwoche in Kooperation mit dem UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft und der Flächeneigentümerin, dem DBU Naturerbe, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Gemeinsam versehen die Teilnehmenden die im Moor vorhandenen Entwässerungsgräben mit Sperren, damit das Wasser wieder in der Landschaft gehalten wird.

Voller Einsatz: Die Freiwilligen entbuschen das Heidemoor und setzen Edelstahlplatten für die Wiedervernässung ein.
© Bergwaldprojekt e. V.

Naturschutz zum Anpacken

Das Team kommt aus verschiedenen Berufs- und Altersgruppen auf der DBU-Naturerbefläche Daubaner Wald zusammen. „Gemeinsam leisten alle harte Arbeit für den Naturschutz. Dieses Mal steht das Entbuschen und Wiedervernässen des Heidemoors im Fokus“, erklärt DBU-Koordinator Andreas Petzel vom Bundesforstbetrieb Lausitz. Im Luftbild wie auch im Gelände seien Entwässerungsgräben erkennbar, die das Moor zerschneiden. Diese will das Bergwaldprojekt mit Freiwilligen in der Projektwoche in Handarbeit mit Sperren versehen und verfüllen, damit das Wasser wieder im Moorkörper zurückgehalten wird und diesen vor der weiteren Zersetzung schützt. Mit finanzieller Unterstützung vom Biosphärenreservat werden diesmal Petzel zufolge dünne Edelstahlplatten als Sperren eingesetzt, da das Material deutlich langlebiger ist als Holz. Außerdem entfernen die Teilnehmenden aufwachsende Birken und Kiefern aus dem Moor. Laut Petzel hat der Einsatz gleich drei Pluspunkte: „Der Wasserrückhalt im Heidemoor wirkt sich günstig auf den Wasserhaushalt und das Lokalklima im Daubaner Wald aus, zugleich werden die Bedingungen für zahlreiche an den Lebensraum Moor angepasste Arten verbessert, insbesondere durch die Gehölzentfernung.“ Die DBU-Naturerbefläche ist rund 3.300 Hektar groß, gehört zum Nationalen Naturerbe und ist 2013 vom Bund an die Stiftungstochter übertragen worden. „Das DBU Naturerbe finanziert einen Teil der Betreuungs-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für den Einsatz des Bergwaldprojektes, das uns einmal im Jahr hilft, wertvolle Lebensräume zu pflegen und zu erhalten“, sagt Tobias Leikauf, Flächenbetreuer im DBU Naturerbe.

Bergwaldprojekt organisiert 170 Projektwochen im Jahr

Das Bergwaldprojekt wird in diesem Jahr mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland wieder bis zu 5.000 Menschen in die Natur bringen. 2026 finden dazu 170 Projektwochen an 90 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. „Indem sich die Freiwilligen aktiv für die Natur engagieren, entwickeln sie auch neue Beziehungen zu ihr. Die positiven Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Freiwilligen darin, auch ihren eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. So beteiligen sie sich aktiv am dringend notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft“, sagt Urla Ewender, Projektleiterin beim Bergwaldprojekt. Insgesamt sieben Projektwochen finden in diesem Jahr auf DBU-Naturerbeflächen statt. Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmenden die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit zu einem naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.bergwaldprojekt.de.

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