Fakten zum Deutschen Umweltpreis der DBU

Im Oktober ist es so weit: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergibt auf gesetzlicher Grundlage den Deutschen Umweltpreis in Höhe von 500.000 Euro. Damit gehört er zu den höchstdotierten Umweltauszeichnungen Europas.

Dieses Jahr überreicht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Preis in Magdeburg an die Ingenieure Friedrich Mewis und Dirk Lehmann für die Entwicklung des sogenannten Becker Mewis Ducts sowie den Biologen Dr. Christof Schenck für sein Engagement für Wildnis und Artenschutz. Einen Ehrenpreis erhalten Myriam Rapior vom Umweltverband BUND und Kathrin Muus als Vertreterin der Landwirtschaft.

Die Vergabe des Deutschen Umweltpreises gehört zu den wichtigsten Aufgaben der DBU. Ausgezeichnet werden Menschen, deren Leistungen und Einsatz entscheidend und vorbildhaft zum Schutz und zum Erhalt der Umwelt beitragen – gegenwärtig und in Zukunft. Der Preis wird jedes Jahr vergeben und kann zwischen mehreren Preisträgerinnen und Preisträgern aufgeteilt werden.

Der Bundespräsident überreicht den Deutschen Umweltpreis der DBU – hier Dr. Frank-Walter Steinmeier im Jahr 2021
© Peter Himsel/DBU

Die Auszeichnung würdigt Personen, deren innovative Produkte, technische Prozessverbesserungen, erfolgreiche Forschungsergebnisse oder deren gesamte Lebensleistung im Zeichen eines nachhaltigen Umweltschutzes stehen. Zusammen mit den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern haben seit 1993 bereits 74 Einzelpersonen oder Teams den Deutschen Umweltpreis erhalten. Darunter sind beispielsweise 

  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Prof. Dr. Antje Boetius, als Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) mitverantwortlich für die Forschungsexpedition MOSAiC und der Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung
  • Unternehmerinnen und Unternehmer wie Ursula Sladek, die mit den Elektrizitätswerken Schönau den ersten Ökostromanbieter Deutschlands aufbaute und Prof. Dr.-Ing. Gunther Krieg, der mit der UNISENSOR Sensorsysteme GmbH ein Verfahren zum Trennen und Recyceln von Stoffströmen entwickelte
  • und Politikerinnen und Politiker sowie bekannte Persönlichkeiten wie der Bundesminister a. D. Prof. Dr. Klaus Töpfer, der ehemalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, Prof. Dr. Hannelore „Loki“ Schmidt und der Tierfilmer Hon.-Prof. Heinz Sielmann.
Veranstaltung mit „großer Bühne“: Die Verleihung des DBU Deutschen Umweltpreises (Bild aus dem Jahr 2019)
© Peter Himsel/DBU

Lust auf weitere herausragende Leistungen der Umweltpreisträgerinnen und -träger? Alle Ausgezeichneten im Überblick finden sich hier.

Die Nominierten unterliegen Prüfkriterien, die sich an den zentralen Förderkriterien der DBU orientieren: 

Umweltentlastung
Vorsorgender und integrierter Umweltschutz soll zu einer deutlichen Entlastung der Umwelt führen, auch durch Weitergabe von Wissen.

Innovation
Die Produkte, Anlagen oder Konzepte der Preisträgerinnen und Preisträger müssen auf dem jeweiligen Gebiet Neuigkeitswert besitzen.

Modellcharakter
Eine gute Idee muss zudem in der Praxis umsetzbar und übertragbar sein. Als Nischenanwendung leisten Umweltentlastungseffekte nur einen geringen Beitrag.

Alleinstellungsmerkmal
Die zu prämierende Leistung muss sich in dem jeweiligen Bereich deutlich von der anderer abheben und in dieser Eigenschaft Vorbildfunktion für andere Personen, Unternehmen und Organisationen besitzen. Vielfach bieten heute nur noch interdisziplinäre Lösungsansätze Antworten für die großen Anforderungen von Ressourcenschonung und Effizienzsteigerung.

Zudem haben alle Preisträgerinnen und Preisträger einen vierstufigen Auswahlprozess durchlaufen – eine Stufe mehr als beim Nobelpreis….

Text: Verena Menz, Titelbild: Peter Himsel/ DBU