Reinigung von Abwässern aus der Sodaindustrie mit ausgewählten physikalisch-chemischen Methoden

Stipendiatin/Stipendiat: Adam Golub

Abwässer aus der Herstellung von Soda stellen eine ernsthafte Gefahr für die Umwelt dar, da sie erhebliche Mengen an Ionen enthalten: Ammonium, Chlorid, Natrium, Kalzium, Kalium, Magnesium und Sulfat. Derzeit werden solche Abwässer an natürliche Empfänger geleitet, die Oberflächengewässer sind. Ziel des Projekts war es, die Effizienz der Abwasserbehandlung aus der Sodaindustrie zu steigern. In der ersten Forschungsstufe wurde die Möglichkeit der Ausfällung von zweiwertigen Ionen (hauptsächlich Calcium und Sulfate) unter Verwendung von organischen Lösungsmitteln getestet: Isopropylamin, Propylamin, Ethylamin und Diisopropylamin. Isopropylamin erwies sich als das wirksamste, da es die Calciumkonzentration in über 60%, Sulfate in über 80% und zusätzlich Natrium und Chloride in etwa 30% verringerte. In der nächsten Stufe wurde nach Filtration des Abwassers auf Filtern mit einem Porendurchmesser von 5 bis 8 & mgr; m und Absenken des pH-Werts von etwa 11,5 auf etwa 10 unter Verwendung von Salzsäure ein Nanofiltrationsverfahren angewendet, um zweiwertige Ionen zu entfernen und zu bewerten, ob das erhaltene Permeat in Das Verfahren kann die bei der Herstellung von Soda verwendete Sole ersetzen. Es wurden fünf Nanofiltrationsmembranen getestet: NFS, NFX, NFW, DK und 270. Mit der DK-Membran wurden ca. 90% Sulfatreduktion, 65% Calciumreduktion und 30% Magnesiumreduktion erzielt. Um Permeat als Rohstoff für die Produktion zu verwenden, sollte jedoch der Grad der Entfernung von Ionen, die die Wasserhärte verursachen, erhöht werden: Calcium und Magnesium.

Förderzeitraum:
06.02.2019 - 05.11.2019

Institut:
Technische Universität Hamburg-Harburg
Institut für Abwasserwirtschaft
und Gewässerschutz

Betreuer:
Dr. Joachim Behrendt

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