Auswirkungen von Stickstoffssteuern auf die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft

Stipendiatin/Stipendiat: Aušra Nausėdienė

Auswirkungen von Stickstoffsteuern auf die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft

Die Intensivierung der Agrarproduktion führt zu zunehmenden Umweltbelastungen. Die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft sind in den letzten Jahren tendenziell gestiegen. Nach Angaben internationaler Organisationen und wissenschaftlicher Forschung hat die Welt eine kritische Umweltverschmutzung und eine Grenze für den Ressourcenverbrauch erreicht. Umweltprobleme initiieren immer häufiger Debatten über den Klimawandel und andere Fragen im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung. Umweltsteuern könnten einen Beitrag leisten, Umweltprobleme zu regulieren. Steuerliche Maßnahmen könnten die schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt regeln, zur Rationalisierung der Nutzung natürlicher Ressourcen beitragen und dem Staat zusätzliches Einkommen verschaf-fen. Umweltprobleme sind mit der Nutzung natürlicher Ressourcen verbunden. Die Relevanz des Themas spiegelt sich in der Bedeutung und Notwendigkeit der Umweltsteuern als steuerliches Instrument zur Beurteilung der Umweltbelastung wider, während der Agrarsektor einer der Ein-flussfaktoren für die problematischen Umweltprobleme ist. In der Landwirtschaft werden folgen-de Umweltsteuern unterschieden: Pestizidsteuer, Düngersteuer, –Energiesteuer, Kraftstoffsteu-er. In diesem Projekt wurde der Schwerpunkt auf die Düngemittelbesteuerung gelegt.Der Verbrauch von Mineraldüngern in der Landwirtschaft nimmt zu. Der Phosphatver-brauch in der EU-28 stieg von 2009 bis 2017 um mehr als 34 Prozentpunkte, während der Stickstoffverbrauch um mehr als 15 Prozentpunkte stieg. Der vermehrte Einsatz von Mineral-düngern kann auf die Anbaukulturen, Produktionsverfahren usw. zurückzuführen sein. Während der Getreideanbau in EU-28 im Zeitraum 2009 bis 2017 um mehr als 6 Prozentpunkte sank, wurde der Anbauumfang in Litauen im gleichen Zeitraum um 14 % ausgedehnt. Es ist zu prüfen, inwiefern die Veränderung des Fruchtartenspektrums eine Änderung der Nachfrage nach Düngemitteln mit sich bringt.

Einfluss der Stickstoffsteuer auf den Stickstoffverbrauch

Eine N-Steuer in Litauen zu einem geringeren Düngemitteleinsatz bei litauischen Landwirten führen würde. Die Reaktion auf eine Steuer würde sich auf eine Elastizität von durchschnittlich 0,7 beschränken, was die in anderen Studien gefundene Inelastizität der Nachfrage bestätigt. Die Bandbreite der Antworten deutet darauf hin, dass einzelne Landwirte wahrscheinlich unterschiedlich reagieren würden, was bei weiteren Überlegungen berücksichtigt werden sollte. N-Steuer wirkt sich auf die Ökonomie der Landwirtschaft aus, auch wenn der Hauptzweck einer N-Steuer nicht darin besteht, Geld für den Staatshaushalt zu sammeln, sondern negative Externalitäten im Zusammenhang mit der N-Nutzung zu reduzieren. N-Steuer ist ein steuerliches Instrument zur Verringerung der Umweltverschmutzung und die gesammelten Gelder sollten dem Agrarsektor als Rückgabe für die Landwirte zurückgegeben werden oder die Auswirkungen der Umweltverschmutzung mildern. Die Reaktion der Landwirte auf eine N-Steuer ist negativ, sie zeigt eine negative Reaktion auf den gestiegenen Düngemittelpreis. Die N-Steuer kann den N-Verbrauch reduzieren, wenn wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt werden.

 

Förderzeitraum:
06.02.2019 - 05.12.2019

Institut:
Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e. V. Abteilung Technikbewertung und Stoffkreisläufe

Betreuer:
Dr. Andreas Meyer-Aurich

E-Mail: E-Mail schreiben

URL: https://zua.vdu.lt/en/

Publikationen: