Erstellung eines LCA-Modells für die Asphaltbauweise und Untersuchung potenzieller Anwendungsfelder in der Praxis

Stipendiatin/Stipendiat: Anna Enesei

Das Thema meiner Projektarbeit ist die Erstellung eines LCA-Modells für die Asphaltbauweise sowie die Untersuchung potenzieller Anwendungsfelder in der Praxis. Ziel des zu erstellenden Ökoprofils war eine Bewertung/Gegenüberstellung drei verschiedener Prozessketten des Asphaltbaus.

Umweltauswirkungen können nur schwierig beurteilt werden. Daher gestaltet es sich als besonders große Herausforderung die unterschiedlichen Phasen eines Dienstleistungs- oder Produktionssystems diesbezüglich zu bewerten. Die Erstellung einer Ökobilanz ist ein mögliches und effizientes Mittel zur ökologischen Produktbewertung. Aus der Vielzahl an entwickelten Softwaresystemen wurde das Programm ,,SEVE – éco comparateur‘‘ausgewählt und angewendet. SEVE wurde von USIRF (Verbund der französischen Bauindustrie) entwickelt. Diese Software ist ein auf einer verkürzten Ökobilanz basierendes Instrument.

Das analysierte Produkt dieser Projektarbeit ist der Straßenbaustoff Asphalt. Ökoprofile für eine imaginäre, 1 km lange dörfliche Hauptstraße wurden erstellt, wobei drei verschiedene gekürzte Lebenszyklen der verwendeten Asphaltbauweise miteinander verglichen wurden. Zuerst wurde lediglich eine Asphaltmischgutherstellung ohne Zugabe von Asphaltgranulat, also nur unter Verwendung von Primärrohstoffen, betrachtet. Danach erfolgte dann die Bilanzierung einmal anhand einer niedrigen und einmal anhand einer hohen Zugaberate von Asphaltgranulat.

Als Ergebnis lässt sich feststellen: Der Energiebedarf und die Treibhausgasemissionen der Fälle mit und ohne Einsatz von Asphaltgranulat ähneln sich stark, wobei jedoch bessere Werte bei der Wiederverwendung von Asphalt zu verzeichnen sind. Die Ergebnisse bestärken, dass Recycling ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist. Die Wiederverwendung des Ausbauasphalts hat viele Vorteile. Mit der Wiederverwendung werden weniger Primärrohstoffe bei der Asphaltherstellung benötigt, womit die Ressourcen langfristig erhalten werden können und die Umweltbelastung während des ganzen Prozesses geringer ist. Der Anspruch an Primärrohstoffen wird gesenkt. Daneben kann Energie gespart werden.

Bei der Wiederverwendung können die Treibhausgasemissionen reduziert werden. Mit der Wiederverwendung des Asphaltes können die Kosten von der Gewinnung und Herstellung der Bestandteile des Asphaltes bis zur Wiederverwendung und Deponierung gesenkt werden.

Förderzeitraum:
19.08.2018 - 18.02.2019

Institut:
Deutscher Asphaltverband (DAV) e. V.
Asphaltbauweise und -technologie

Betreuer:
Andreas Stahl

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