Nachhaltige städtische Mobilität - Fahrradinfrastruktur

Stipendiatin/Stipendiat: Lenka Zelechovska

 

Meine Arbeit ist noch im Gange, es liegen noch nicht alle Ergebnisse vor.

1)              Project mit DLR – InfRad

In den letzten Jahren stieg in Berlin sowie bundesweit der Anteil an Wegen, die mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Gleichzeitig wächst das Interesse der Städte und Kommunen an der weiteren Förderung des Radverkehrs. Für eine zielgerichtete Radverkehrsförderung sind Kenntnisse zur Routenwahl der Radfahrer nötig. Vor diesem Hintergund führt das Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt eine Studie zur Routenwahl im Radverkehr durch.

Das Projekt ist vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) 2020 gefördert.

ImProjekt werden die Meinungen der Radfahrer über die Fahrradinfrastruktur in Berlin erhoben, die Impulse zur Verbesserung der Einrichtungen und der Fahrradinfrastruktur in der Stadt bringen sollten.

Meine Aufgabe ist die Situation in Berlin mit der in  Prag zu vergleichen. Neben dem tschechisch-deutschen Vergleich werden wir diese Umfrage auch in Griechenland und Polen anwenden. Dadurch könnten wir einen größeren Vergleich und interessantere Informationen aus anderen Ländern erhalten. Der wichtigste Punkt des internationalen Vergleichs besteht darin, breitere Ergebnisse menschlichen Verhaltens zu erhalten.

Meine Arbeit ist u. a., den Fragebogen in Zusammenarbeit mit meinem Betreuer aufzubauen. Der Fragebogen konzentriert sich auf die öffentliche Meinung über die Fahrradinfrastruktur in der Stadt, in der sie derzeit leben (Berlin, Prag). Wir haben vierzehn Szenarien mit verschiedenen Straßenarten und unterschiedlicher Infrastruktur aufgebaut. Nur sieben von ihnen werden dem Befragten zufällig im Fragebogen erscheinen. Am Ende des Fragebogens stehen auch die persönlichen Fragen (Alter, Geschlecht, Ausbildung, Häufigkeit des Radfahrens, Fahrradtyp).

Die Ergebnisse werden zeigen, was die Menschen bevorzugen. Die Verbesserung der fehlenden Präferenzen in der Fahrradinfrastruktur sollte folglich dazu beitragen, den Fahrradverkehr in der Stadt zu erhöhen. Die Ergebnisse sind für die zukünftige Stadtplanung notwendig, wenn die Stadt selbst den sicheren städtischen Fahrradverkehr unterstützen will.

2)              Vergleich

Der zweite Teil meiner Arbeit besteht darin, vergleichbare Orte in Prag und in Berlin zu finden. Ich habe mehrere Orte gefunden, die für einen Vergleich geeignet sind, um Erfahrungen zu gewinnen, wie die Fahrrad-Infrastruktur gelöst werden kann.

Anhand dieser Beispiele möchte ich zeigen, was gut gelöst ist und was nicht. Beim ersten Mal dachte ich, ich werde mehr davon haben, die Inspiration nur von der Stadt Berlin zu nehmen und sie in den Prager Stadtraum zu übertragen. Natürlich hat Berlin in vielen Fällen bessere Infrastruktur und Einrichtungen für Fahrräder, aber nicht immer. Es bedeutet, dass ich auch zeige, was ich als eine nicht so gute Lösung in Berlin herausgefunden habe.

Auch werde ich die Ergebnisse der Fragebögen einbeziehen und vergleichen.

Berlin hat große öffentliche Unterstützung sich mehr in Richtung  nachhaltiger Mobilität und Transport zu verändern, die zweifellos eine bessere Stadtumgebung unterstützt werden. Es gibt jeden Monat viele Ereignisse zu unterstützen städtische Planungen zur freundlicheren Fahrrad-Infrastruktur zu verbessern. Interesse und Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit ist auch möglich.

3)              Verarbeite die GIS-Karte - übertragbare Fahrradfähigkeitsindex der städtischen Infrastruktur

Im DLR-Institut wurde mir die effektive Methode der gewonnenen Datenpräsentation aus öffentlichen Befragungen vorgestellt. Diese Methode basiert auf dem GIS. Diese Forschungsmethodik ist etwas Neues in meinem Wissensbereich. Ich habe mich entschieden, sie in  Prag anzuwenden, als ein Beispiel für mich zu sehen, wie diese Analysemethode funktioniert.

Wie wird sich der Zusammenhang zwischen Fahrradfähigkeit und Radfahrmodus in Prag darstellen lassen?

Die Ergebnisse dieser Analyse sind ein Werkzeug, das politischen Entscheidungsträgern die Möglichkeit geben kann, die Fahrradfreundlichkeit in unterschiedlicher räumlicher Auflösung direkt zu erreichen und zu bewerten. Dies ermöglicht den Vergleich von Ergebnissen und die Durchführung umfangreicherer Analysen zur Quantifizierung der Auswirkungen von Radfahrbarkeit auf zum Beispiel Radfahrmodus Regionen.

Die Umfrage zeigt eine stabile Interaktion zwischen den Komponenten, die Bikability definieren, und verbindet diese mit spezifischen räumlichen Eigenschaften der Bikability und der damit verbundenen Komponenten. Die nach dem Rahmen berechneten Ergebnisse spiegeln die unterschiedliche lokale Fahrradfreundlichkeit wider.

Verwendete Daten-Shapefelder, die während des jährlichen Radwettbewerbes der Prager Auto*Mat Nichtregierungsorganisation gesammelt wurden, enthalten persönliche Informationen über den Fahrer (Altersbereich, Beruf, Häufigkeit der Fahrten pro Woche, Anzahl der Kilometer pro Tag und Verfolgung der Route).

Förderzeitraum:
07.02.2018 - 06.08.2018

Institut:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Verkehrsforschung

Betreuer:
Michael Hardinghaus

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