Nachhaltige Architektur - Positivbeispiele aus Deutschland als Anstoß für die slowakische Architekturszene

Stipendiatin/Stipendiat: Alzbeta Decka

Nachhaltiges Planen und Bauen kann einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten, vor allem, da der Energieverbrauch von Gebäuden einen sehr großen Anteil der weltweit benötigten Primärenergie ausmacht. Die Prozesse nachhaltiger Architektur und integrierter Planung unter ganzheitlicher Sicht und Beachtung der Gebäudelebenszyklusanalyse beeinflussen die architektonische Gestaltung. Ein Architekt ist nicht mehr nur ein Gebäudedesigner, sondern muss auch umfangreiche Kenntnisse über Details, Berechnungen, Normen, u.a haben. Als Bauüberwacher trägt er die Gesamtverantwortung im Bau- und Planungsprozess und trägt daher entscheidend mit dazu bei wie umweltgerecht ein Gebäude errichtet wird. Nachhaltiges Bauen erfordert einen ganzheitlichen Ansatz um einen Überblick über die integrierte Planung zu ermöglichen.

In meinem Projekt beschäftige ich mich ausführlicher mit einigen Methoden, die bei der Gestaltung umweltgerechter Architektur angewendet werden sollten, besonders mit messtechnischem Monitoring, Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen und Besichtigung und Auswertung von Demonstrationsbauten.

Das Monitoring der zwei umweltgerechten Gebäude wurde anhand der Daten durchgeführt, die innerhalb eines Jahres nach der Baufertigung von Messgeräten in Referenzräumen gesammelt wurden.  Es soll rückwirkend die im energetischen Gebäudekonzept genannten Ziele und energetischen Forderungen auswerten, die Funktionsoptimierung der haustechnischen Anlagen unterstützen, den Energieverbrauch im Gebäudebetrieb reduzieren und dem Nutzer und Betreiber des Gebäudes eine Hilfsstellung zur verbesserten Bedienung und Benutzung geben, um Möglichkeiten der Optimierung auszuschöpfen. Bei Entdeckung den Abweichungen von geplanten Daten gemäß EnEV Berechnung wurden die Gründe und mögliche Maßnahmen als Potenzial zur Energieeinsparung ermittelt.

Zur Zertifizierung des Gebäudes in dem Zertifizierungssystem "Umweltzeichen HafenCity" wurden die erforderlichen Unterlagen vorgelegt, die auf Vollständigkeit und Konformität mit den Vorgaben der Dokumentationsrichtlinien geprüft wurden. Die Bewertung der Nachhaltigkeit eines Gebäudes gemäß Konformitätsprüfung für HafenCity Hamburg soll den Bauherren und Nutzer zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und zum rücksichtsvollen Umgang mit der Umwelt motivieren. Das Zertifizierungssystem "Umweltzeichen HafenCity" wurde für HafenCity Hamburg entwickelt und jedes dort neu gebaute Gebäude muss in dem bewertet werden.

Die Besichtigung und Auswertung den Demonstrationsbauten in situ zeigt einen umfassenden Überblick über die Nachhaltigkeit den Bauten in Bezug auf Ökologie sowie auch Wirtschaft und Nutzerbehaglichkeit. Mehrere Objekte wurden besucht, um eine Gebäudepalette mit verschiedenen Maßstaben und Funktionsbereichen aufzustellen und daraufhin durch die charakteristische Demonstrationsbauten den Stand der nachhaltigen Architektur in Deutschland mit dem in der Slowakei vergleichen zu können.

Die angewendeten Methoden sind eine Demonstration wie die bestehenden Werkzeuge bei Gestaltung nachhaltiger Architektur benutzt werden können. Damit ergeben sich beste Voraussetzungen für Errichtung eine nachhaltige Gebäude. Mit dieser Erkenntnis wurden wichtige Hinweise über die Übertragbarkeit von Konzeptansätzen und für eine umweltgerechte Architektur erhalten, die eventuell als Anstoß für die slowakische Architekturszene dienen könnten.

Förderzeitraum:
08.02.2016 - 07.09.2016

Institut:
Hochschule Wismar
Baukonstruktion - Baustofftechnik
Architektur, Innenarchitektur

Betreuer:
Prof. Martin Wollensak

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