Geeignete Agroforstsysteme für Mitteleuropa und ihr Potenzial, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern

Stipendiatin/Stipendiat: Tomas Selecky

Agroforstwirtschaft ist ein Landnutzungssystem, der Anbau von Bäume/Sträucher zusammen mit landwirtschaftlichen Feldfrüchten/ Gräsern an der gleichen Fläche kombiniert.

Das Ziel meiner Forschung ist verschiedene Agroforstsysteme die in Europa praktiziert werden, sowohl traditionelle als auch moderne, zu analysieren. Eigenschaften von Agroforstsystemen mit dem größten Potenzial für eine erfolgreiche Etablierung und beste wirtschaftlichen Perspektiven für Zentraleuropa soll durch die Analyse bestimmt werden. Vorteile für die Umwelt von Agroforst im Vergleich zu Monokulturen werden bewertet und durch Feldforschung unterstützt. In der Feldforschung wird der Einfluss der Bäume auf die Ernteerträge und auf verschiedenen Bodenparametern und mit ihnen verbundenen Ökosystemdienstleistungen analysiert.

Meine Arbeit soll aufklären, inwieweit die Bäume den Boden und die damit verbundenen Feldfruchten in Zentraleuropa beeinflussen können. Durch die Analyse der besten Agroforst Systeme sollte das Potenzial für ökologische und wirtschaftliche Verbesserung enthüllt werden. Diese Studie soll dazu beitragen, die Agroforstsystemen in Mitteleuropa zu etablieren und die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion damit zu fördern.

In meiner Literaturrecherche habe ich Agroforstwirtschaft (AF) in Europa und seine Grundtypen beschrieben. Ich habe geeignete Baumarten und Kulturpflanzen speziell für Mitteleuropa vorgeschlagen und spezifiziert, was die optimale Baumdichte und Orientierung sein sollte. Ich habe auch beschrieben, wie man Unkraut bekämpft und welche Effekte durch Düngung und Beschneidung erreicht werden können.

Meine Feldforschung hat bewiesen, dass die Bäume im Feld einen starken Einfluss auf das Mikroklima haben und dem Landwirt zahlreiche Vorteile bringen. Neben Ökosystemleistungen und Holzproduktion verringern sie die Windgeschwindigkeit und reduzieren saisonale sowie tägliche Schwankungen der Bodentemperatur. Auf der anderen Seite gibt es auch negative Auswirkungen von Bäumen auf dem Feld. Sie reduzieren das Wachstum der in der Nähe angebauten Kulturpflanzen durch Schattierung und konkurrieren mit ihnen um Bodenfeuchte.

Förderzeitraum:
08.02.2016 - 07.02.2017

Institut:
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung
(ZALF) e. V.
Institut für Landnutzungssysteme

Betreuer:
Prof. Dr. Sonoko Dorothea Bellingrath-Kimura

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