Statistische Physik des Ridesharing – Effizienz und Resilienz gegenüber verschiedenen Umwelteinflüssen durch das innovative Zusammenlegen von Stopps

Stipendiatin/Stipendiat: Charlotte Lotze

Nachhaltigere geteilte Mobilität durch Zusammenlegen von Haltepunkten

Allein der Straßenverkehr verursacht etwa ein Fünftel aller klimaschädlichen Emissionen in Deutschland. Ein vielversprechender Lösungsansatz dafür ist geteilte Mobilität, also das Teilen von Fahrten mit ähnlichen Routen wie in einem Sammeltaxi. Dadurch brauchen die Passagiere weniger Fahrzeuge und ihre Emissionen sinken. Je mehr Fahrten man zusammenlegt, desto nachhaltiger sind die Passagiere unterwegs.

Um die Emissionen weiter zu senken, schlage ich vor, geeignete benachbarte Haltepunkte zu zentralen Haltepunkten zusammenzulegen. Statt alle Passagiere exakt vor Ort einzusammeln, laufen sie ein Stück zu Fuß. So kann das Fahrzeug mehrere Passagiere am selben zentralen Haltepunkt einsammeln.

Das Fahrzeug fährt direktere Wege und muss seltener halten. Es verbraucht weniger und kann mehr Passagiere auf demselben Weg mitnehmen. Außerdem wird das Fahrzeug schneller und kann so den Zeitverlust durch die zusätzliche Laufstrecke ausgleichen.

Erste Computersimulationen zeigen, dass Stop Pooling und Ridesharing gegensätzliche Effekte auf die Routenlänge der Fahrzeuge haben, wodurch die Streckeneinsparungen auf den ersten Blick deutlich geringer sind als erwartet. Nutzt man jedoch, dass gleichzeitig die Reisezeit mit Stop Pooling deutlich sinkt, kann man die Einsparungen gravierend erhöhen, indem man weniger Fahrzeuge für die selben Passagiere verwendet. Im weiteren Verlauf meiner Promotion werde ich diesen Ansatz zu einer Optimierung ausarbeiten.

 

Förderzeitraum:
01.01.2020 - 28.02.2023

Institut:
Technische Universität Dresden
Institut für Theoretische Physik / cfaed
Lehrstuhl für Netzwerkdynamik

Betreuer:
Prof. Dr. Marc Timme

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