Entwicklung eines DNA-Macro-Arrays zur molekularbiologischen Identifizierung handelsrelevanter CITES-Holzarten und ihrer Substitutionshölzer

Stipendiatin/Stipendiat: Anna Bogun

Die Biodiversität unseres Planeten sinkt. Der Schutz gefährdeter Arten ist wichtiger denn je. Klimawandel, Landumwandlung aber auch der illegale Einschlag von Holz gefährden die Artenvielfalt der Wälder, besonders in tropischen Ländern ist dies eine treibende Kraft für die anhaltende Walddegradierung und Entwaldung. Schätzungen zufolge sind 15-30 % des weltweiten Holzhandels illegal. Eine der wichtigsten gesetzlichen Regelungen, die versucht, diesen illegalen Handel einzudämmen, ist das „Washingtoner Artenschutzabkommen“ (CITES – Convention on international trade of endangered species of wild flora and fauna). Diese Konvention beschränkt den Handel mit wilden Arten, die vom Aussterben bedroht oder fast vom Aussterben bedroht sind, und damit auch den Handel mit exponierten Hölzern. Für die Umsetzung solcher Regelungen wie CITES, ist eine Identifizierung der Holzarten im gehandelten Produkt notwendig. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die Untersuchungen chemischer Verbindungen, mikroskopischer anatomischer Strukturen oder Genetik.

Das Promotionsprojekt beinhaltet die Erarbeitung einer genetischen Methode zur Identifizierung CITES geschützter Holzarten und ihrer Substitutionshölzer, beruhend auf der Macro-Array Technologie und der DNA-Barcode Region „ITS“ (Internal Transcribed Space). Die Arbeit hat zum Ziel, die genetischen Nachweismethoden zur Kontrolle der deklarierten Holzart praktikabler und schneller zu gestalten. Die Vorteile des Macro-Array-Tests für die Holzartenidentifizierung liegen in der Kontrolle mehrerer Arten gleichzeitig, dem Verzicht auf eine Sequenzierung der DNA und die Anwendung ohne eine vorherige Vermutung der Holzart. Somit wird die genetische Identifizierung der Holzart ohne eine Vielzahl von Einzel-PCRs oder Sequenzierungen erreichbar. Weiterhin stellt diese Art des Tests eine Möglichkeit der Zeit- und Kosteneinsparung im Vergleich zu gängigen Methoden dar, sowie eine Vorstufe zu kommerziell anwendbaren Gen-Chips.   

Mit diesem Instrument soll ein Beitrag zur Bekämpfung des illegalen Holzhandels und der Einhaltung des Artenschutzes geleistet und auf lange Sicht das Image von Tropenholz verbessert werden.

Förderzeitraum:
01.01.2019 - 30.06.2022

Institut:
Universität Hamburg Holzwirtschaft Holzbiologie

Betreuer:
Prof. Dr. Elisabeth Magel

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