Das Phänomen der "biologischen Resonanz" - Basis zur Optimierung biologischer Reinigungsstufen

Stipendiatin/Stipendiat: Prof. Dr. Andreas Schmid

Zyklische Änderungen der Prozess-Parameter in biologischen Reaktor-Systemen können Wirkungsgrad-Steigerungen und erhöhte Stabilität gegenüber äußeren Störeinflüssen hervorrufen. Durch entsprechende Variation der Prozessparameter in Minutenintervallen läßt sich die spezifische Enzyminduktionsleistung von Mikroorganismen erheblich steigern. Damit stellt sich bei konstanter Biomassenkonzentration eine wesentlich höhere Enzymkonzentration im Bioreaktor ein, als dies unter kontinuierlichen Bedingungen der Fall ist. Da der Umsatz bei z.B. mikrobiellen, katabolischen Reaktionen direkt von der Enzymkonzentration abhängt, nimmt demzufolge auch der Wirkungsgrad zu. Bei diesem Verfahren wird durch äußere Stimulation ein Resonanzzustand bei der mikrobiellen Enzymsynthese herbeigeführt, wodurch die spezifische Enzyminduktionsrate permantent bis zu ca. 60% gesteigert werden kann. Dies hat zur Konsequenz, daß unter dynamischen Prozessbedingungen das notwendige Reaktionsvolumen mikrobieller Reaktionssysteme drastisch reduziert werden kann.Hier bietet sich ein neuartiges Sanierungskonzept von z.B. existierenden Kläranlagen an und schafft somit das Potential, mögliche Erweiterungen, respektive Neubauten einzusparen. Dieses Verfahren wurde mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zum Deutschen und Europäischen Patent angemeldet. Eine Deutsche Patenterteilung liegt unter dem Aktenzeichen DE10011728B4 vom 10.02.2005 vor - Details siehe unter http://www.Sc-Engineering.de. Auch die Patentanmeldung wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert (Fördernummer 16569).02/2002 Belobigung durch die DECHEMA - Willy-Hager-Stiftung09/2002 Belobigung durch die ATV-DVGW - Karl-Imhoff-Preis 2002

Förderzeitraum:
01.07.1997 - 30.06.2000

Institut:
Universität der Bundeswehr München
Fakultät BauV
Institut für Wasserwesen,Siedl.-Wasserwirtsch.und

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