Wasserdichter Montageschaum mit umweltfreundlichem Treibgas

Aktenzeichen 27259/01
Zusammenfassung / Abstract:
Abschlussbericht: DBU-Abschlussbericht-AZ-27259.pdf (1.25 MB)
Projektträger: Colux GmbH
Werner-von-Siemens-Str. 12
78224 Singen
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Telefon: 07731/63451
Internet: http://www.colux-singen.de
Bundesland: Baden-Württemberg
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Es sollte ein wasserdichter Montageschaum auf PU-Basis zur Abdichtung von Rohren entwickelt werden. Das Treibgas sollte umweltfreundlich sein.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie gesamte Rezeptur des wasserdichten Montageschaums und das Verpackungssystem musste entwickelt werden.
Die A-Komponente wurde mit dem Prepolymerverfahren hergestellt. Ein Prepolymer ist eine Mischung aus Isocyanat und einer Polyolformulierung gefüllt in die Hauptkammer der Colux 2K-Dose. Nach dem Verschließen wird die Hauptkammer begast und die Dose geschüttelt. Dabei mischen Isocyanat und Polyolformulierung und die Reaktion von Isocyanat und Polyol beginnt. Dabei entsteht das Prepolymer.
Die eigentliche Härtung des Prepolymers erfolgt beim Aussprühen durch die B-Komponente. Es handelt sich um eine Katalysatorflüssigkeit im Innenbehälter der Colux 2K-Dose, ebenfalls gemischt mit Treibgas. Sie bewirkt die Trimerisierung des überschüssigen Isocyanates im Prepolymer. Die Katalysatorformulierung wurde entwickelt.
Als Treibgas kommt das umweltschädliche R134a nicht in Frage. Es wurden die Treibgase DME und R152a eingesetzt. Füllgut, Verpackungssystem und Treibgase mussten aufeinander eingestellt werden.
Bei der Einstellung des Verpackungssystems sind insbesondere die Dichtungen kritisch. Sie müssen mit Füllgut und Treibgasen verträglich sein und die Treibgase dürfen nur in engen Grenzen durch die Dichtungen diffundieren.
Das bestehende Aussprühsystem wurde verbessert.


Ergebnisse und Diskussion

Es wurde eine Polyolformulierung für das Prepolymer bestehend aus einem Triol, einem Diol, Flammschutzmittel, Schaumstabilisator und Katalysator entwickelt.

Die Polyolformulierung wird mit Diphenylmethan-4,4´-diisocyanat gemischt, so dass nach einem Tag das Prepolymer entsteht. Das Mischungsverhältnis von Isocyanat zu Polyol liegt im Bereich 1,4 bis 1,6 zu 1.

Es wurde eine Härterkomponente bestehend aus einem Triol, einem Gel- und Treib-Katalysator, einem Trimerisierungskatalysator, Farbstoff und etwas Wasser entwickelt.

Beide Komponenten wurden in die Colux 2K-Dose gefüllt und mit den Treibgasen DME und R152a ausgesprüht. Es entsteht ein schnell härtender und wasserdichter Montageschaum.

Das Aussprühsystem wurde verbessert. Dadurch wird die Zuverlässigkeit des gesamten Systems besser.

Schaummuster wurden vom Kunden akzeptiert. Die großtechnische Umsetzung wird erfolgen.

Die umweltrelevante Zielsetzung, nämlich den Verzicht auf R134a, wurde erreicht. Es können 6.157.600 kg CO2 Äquivalent eingespart werden.


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Sobald das Projekt endgültig abgeschlossen ist, werden wir die Ergebnisse auf unserer Homepage veröffentlichen.


Fazit

Es ist möglich, einen schnell härtenden und wasserdichten Montageschaum mit der Colux 2K-Aerosoldose herzustellen. Man kann auf das klimaschädliche Treibgas R134a verzichten. Wir beurteilen das Projekt als vollen Erfolg.

Förderzeitraum: 26.03.2009 - 26.09.2011 (2 Jahre und 6 Monate)
Fördersumme: 80.000,00
Förderbereich: I.1.1
Themengebiet: Umwelttechnik
Stichworte: Umweltforschung, Klimaschutz, Umwelttechnik
Publikationen: