18.10.2018 | Mit Köpfchen und Kreativität die Artenvielfalt stärken

Studenten aus Hamburg und Heidelberg stellen Ergebnis vor – DBU förderte Projekt für ein Jahr | In der Projektdatenbank - AZ 33510

Fabian Schneider und Ramy Aly mit Korinna Sievert, Alexander Bonde und Karl-Heinz Erdmann © Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Fabian Schneider (2.v.l.) und Ramy Aly (m.) stellten Korinna Sievert (BMU), Alexander Bonde (DBU, 2.v.r.) und Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann (BfN) ihre "Youth Planet Protection Organisation" vor.
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Hamburg/Heidelberg. „Die Projektarbeit hat mir gezeigt, dass Jugendliche viele kreative und wissenschaftliche Ideen haben, um die Natur und Biodiversität zu schützen“, freut sich Fabian Schneider (20) aus Heidelberg. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung hat er am Wochenende gemeinsam mit Rami Aly (20, Hamburg) in Osnabrück die Ergebnisse des Projektes „Youth Planet Protector Organisation“ (YPPO) zur Förderung der Artenvielfalt vorgestellt. Unter den Veranstaltungsgästen waren neben dem Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Alexander Bonde, auch Korinna Sievert vom Bundesumweltministerium (BMU) und Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann (Bundesamt für Naturschutz, BfN) vertreten. Ein Jahr lang hatten die beiden Studenten an dem Vorhaben gearbeitet. Unterstützt wurde das Team dabei von der DBU mit 1.000 Euro. Das Projekt war beim „Jugend|Zukunft|Vielfalt - Jugendkongress Biodiversität 2017“ im Juni vergangenen Jahres für die Förderung ausgewählt worden.

Internationale Plattform soll das Umsetzen junger Projekte erleichtern

Aly: „Das Ergebnis hat mich inspiriert, Umweltschutzprojekte auf globaler Ebene zu verfolgen. Der Austausch und die Zusammenarbeit, die unsere Plattform in unterschiedlichsten Gebieten der Welt ermöglicht hat, freut mich ungemein.“ Im Juni 2017 entwickelte Aly das Projekt während des Jugendkongresses. Am Ende der dreitägigen Veranstaltung überzeugte es als eines von insgesamt 16 Projekten – elf Projekte präsentierten nun Ergebnisse – die Teilnehmer und wurde von ihnen für eine finanzielle Förderung ausgewählt. Ein Jahr lang hatte das Team anschließend Zeit, das Projekt umzusetzen. Idee ihres Vorhabens ist es, eine internationale Plattform zu entwickeln, über die sich junge Menschen zu den Themen Biodiversität und Nachhaltigkeit austauschen und vernetzen können. So soll ein Netzwerk entstehen, das dabei hilft, Mitstreiter für konkrete Projekte im Umweltschutz zu finden und diese so besser umsetzen.

YPPO-Gemeinschaft soll künftig noch größer werden

Besonders gut lief es bei dem Projekt nach Ansicht von Aly und Schneider mit dem Gewinnen neuer Mitglieder für die Plattform. Doch es gab auch Schwierigkeiten: Aufgrund der unterschiedlichen Hintergründe der Teilnehmer hätten sich besondere Bedürfnisse entwickelt, die sich voneinander unterscheiden. Künftig wollen Schneider und Aly die YPPO-Gemeinschaft ausbauen und den Mitgliedern mehr Möglichkeiten zum Verwirklichen der Ideen ermöglichen.

Ziel des Jugendkongresses: Nicht nur lernen, sondern auch selber handeln

Schneider hatte sich damals für den Jugendkongress Biodiversität beworben, „weil ich mich für den nachhaltigen Umgang mit unserem Planeten einsetzen möchte und ich mir durch die Workshops des Jungendkongresses erhofft habe, mehr über Biodiversität zu erfahren.“ Der Kongress wurde im Juni 2017 bereits zum dritten Mal von DBU, BMU und BfN veranstaltet. In den drei Tagen setzten sich 180 Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet mit dem Thema Artenvielfalt auseinander. Ziel dabei war es nicht nur, in Arbeitsgruppen mehr darüber zu erfahren, sondern auch gemeinsam zu diskutieren und konkrete Projekte für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu entwickeln. Die damalige Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel und der damalige DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann standen den Jugendlichen zudem Rede und Antwort. Die Besonderheit: Der Kongress wurde maßgeblich von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst geplant, organisiert und durchgeführt.

Ansprechpartnerin bei Fragen zum Projekt (AZ 33510): Angela Krumme (Tel.: 0541|9633-957)