DBU-Naturerbefläche Kühnauer Heide

Die DBU-Naturerbefläche ist rund 946 Hektar groß und erstreckt sich westlich von Dessau bis in den Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Sie ist Teil des Biosphärenreservates Mittelelbe.
Gebietsbeschreibung und Entwicklungsziele

Die Kühnauer Heide ist geprägt von Eichen-Kiefernwäldern und Offenlandlebensräumen wie Binnendünen und basenreiche Sandrasen. Sie beheimatet eine Vielzahl von Biotopen wie Flutrinnen, Senken, Lachen alter Elbarme, die temporär Wasser führen, Tümpel, Heiden und flache Höhenrücken.Teile des Offenlandes werden durch weidende Schafe gepflegt. Die Silbergrasfluren auf dem ehemaligen Schießplatz wachsen auf lockerem Sand und auf den Binnendünen. Diese sollen geschützt und verbessert werden. Die Kiefernwälder sollen sich zu strukturreichen Mischwäldern entwickeln, standortfremde Baumarten werden gezielt entnommen. Die Eichenwälder werden sich selbst überlassen, um natürlich weiter zu wachsen.
In diesen vielfältigen Lebensräumen haben sich Seeadler (Haliaeetus albicilla), Schwarzstorch (Ciconia nigra), Pirol (Oriolus oriolus), Schwarzspecht (Dryocopus martius), Wespenbussard (Pernis apivorus), Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus), Neuntöter (Lanius collurio) und verschiedene Schnepfenarten (Scolopax sp.) sowie Eremit (Osmoderma eremita) und Hirschkäfer (Lucanus cervus) angesiedelt. Auch die Zauneidechse (Lacerta agilis) und die Ringelnatter (Natrix natrix) kommen auf der Fläche vor.
Der Fürst-Franz-Radwanderweg durchquert ein Stück der Kühnauer Heide im Osten.

Historisches

Seit 1938 nutzte das Militär die Fläche als Schieß- und Panzerübungsplatz – auch um Motoren und Flugzeuge zu testen, die in den nahgelegenen Junkerswerken während des Zweiten Weltkriegs hergestellt wurden. Zum Kriegsende wurden Übungsplatz und Rüstungskonzern massiv bombardiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Fläche von 1956 bis zur Wende 1990 sowjetischen Streitkräften als Panzerübungsplatz. Aufgrund der Munitionsbelastung sind fast alle Teile der Kühnauer Heide bis heute nicht für Menschen zugänglich.
Erlenbruch: Die nassen, sumpfigen Erlenbruchwälder mit den typischen Schwarzerlen sind in Deutschland selten gewordene, wertvolle Lebensräume – etwa für die Gelbbauchunke.
© Dominik Poniatowski / DBU Naturerbe GmbH
Erlenbruch: Die nassen, sumpfigen Erlenbruchwälder mit den typischen Schwarzerlen sind in Deutschland selten gewordene, wertvolle Lebensräume – etwa für die Gelbbauchunke. © Dominik Poniatowski / DBU Naturerbe GmbH

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Durch die Schafbeweidung wird die Fläche offen gehalten.
© Dominik Poniatowski / DBU Naturerbe GmbH
Durch die Schafbeweidung wird die Fläche offen gehalten. © Dominik Poniatowski / DBU Naturerbe GmbH
Fläche-Infos:
Ansprechpartner: Benedikt Zirnsack
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Darstellung im GIS: Flächenbeschreibung im GIS-System
Größe in ha:946 ha
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Für den Inhalt und die Darstellung dieser Fläche sind die Flächeneigentümer verantwortlich. Der Punkt auf der Karte soll eher den ungefähren Standort wiedergeben.