DBU-Naturerbefläche Authausener Wald

Der Authausener Wald liegt in Sachsen nordöstlich von Leipzig. Die Fläche ist ca. 2200 Hektar groß und ist charakterisiert durch ein ausgedehntes, störungsarmes Waldgebiet mit verschiedenen Moortypen, Nass- und Feuchtwiesen und naturnahen Gewässern. Es kommt zu Überschneidungen mit dem Naturschutzgebiet „Presseler Heidewald- und Moorgebiet“.
Gebietsbeschreibung und Entwicklungsziele

Zu dieser DBU-Naturerbefläche gehören das Grenzbachgebiet und Teile des Presseler Heidewald- und Moorgebietes. Hier wachsen großflächig naturbelassene Buchen-, Eichen- und Kiefernwälder. Europäischer Dachs (Meles meles) und Rotfuchs (Vulpes vulpes) sowie Waldschnepfe (Scolopax rusticola) und Hirschkäfer (Lucanus cervus) sind Bewohner der reich strukturierten Wälder und Waldränder. Die Tallagen sind geprägt von Mooren, Erlenbruchwäldern, Röhrichten und wiesengesäumten Bächen. Der Sirxbach durchzieht den Authausener Wald von Ost nach West. Er ist gesäumt von Nasswiesen, Erlen-Bruchwäldern und einem Moor. Dort wachsen Torfmoose (Sphagnum sp.), Sonnentauarten (Drosera sp.) und das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium). In den Gewässern und umliegenden Feuchtgebieten haben sich Biber (Castor fiber), Fischotter (Lutra lutra) und viele auf gewässerreiche Landschaften angewiesene Vogelarten angesiedelt. Dazu gehören Seeadler (Haliaeetus albicilla), Schwarzstorch (Ciconia nigra), Roter Milan (Milvus milvus) und Bekassine (Gallinago gallinago). Auch Amphibien wie Rotbauchunke (Bombina bombina) und Moorfrosch (Rana arvalis) finden hier geeignete Laichgewässer, um sich fortzupflanzen. Durch die ehemalige militärische Nutzung entstanden auch kleinflächige offene Landschaftsbereiche, die von Heidelerche (Lullula arborea) und wärmeliebenden Reptilien wie Schlingnatter (Coronella austriaca), Ringelnatter (Natrix natrix) und Zauneidechse (Lacerta agilis) besiedelt werden. Besonders hervorzuheben ist die enge Verzahnung der verschiedenen Lebensräume, was zu dieser hohen Artenvielfalt führt. Sogar der Wolf konnte im Authausener Wald beobachtet werden.
Die naturnahen Laubwälder mit heimischen Baumarten wie Buchen- und Eichen werden ihrer natürlichen Entwicklung überlassen. Daneben kommen aber auch großflächige Kiefernbestände und nicht standortheimische Gehölze wie die Roteiche vor. Die Kiefern- und Roteichenbestände werden nach und nach ausgedünnt. Wo Gehölze entnommen werden, wachsen einheimische Laubbäume nach und langfristig entsteht auf diese Weise ein strukturreicher Laubmischwald. Die trockenen Heiden, Übergangs- und Schwinggrasmoore, Flachland-Mähwiesen sowie die Bachläufe mit ihren Auen sollen erhalten und verbessert werden.

Historisches

Einst wurde die Fläche forstwirtschaftlich genutzt. Ab 1937 beanspruchte das Militär die Fläche, etwa als Handgranatenübungsplatz. Ab 1955 bewirtschaftete die damalige DDR den Wald als Militärforst, übriggebliebene Gebäude wurden von der Nationalen Volksarmee (NVA) genutzt. Ab 1973 wurde das Übungsgelände der NVA erweitert, 1979 eine 75 Hektar große Bunkeranlage am Rande der Fläche fertiggestellt, die seit 2002 Militärmuseum ist. 1990 übernahm nach der Wende die Bundeswehr das Gebiet und richtete hier bis 1995 ein Materiallager ein. Die forstliche Bewirtschaftung wurde nach der Wende von Bundesforst wahrgenommen.
Der Sirxbach durchzieht den Authausener Wald von Ost nach West. Er ist gesäumt von Nasswiesen, Erlenbruchwäldern und Moor. Biber, Rotbauchunke, Moorfrosch, Torfmoose sowie Sonnentauarten haben ihn sich als Lebensraum zurückerobert. In den Randbereichen findet man Kraniche, Waldschnepfen und Bekassinen. In den Moorflächen lebt eine reiche, von Moorspezialisten geprägte Libellenfauna.
© DBU Naturerbe GmbH
Der Sirxbach durchzieht den Authausener Wald von Ost nach West. Er ist gesäumt von Nasswiesen, Erlenbruchwäldern und Moor. Biber, Rotbauchunke, Moorfrosch, Torfmoose sowie Sonnentauarten haben ihn sich als Lebensraum zurückerobert. In den Randbereichen findet man Kraniche, Waldschnepfen und Bekassinen. In den Moorflächen lebt eine reiche, von Moorspezialisten geprägte Libellenfauna. © DBU Naturerbe GmbH
Fläche-Infos:
Ansprechpartner: Benedikt Zirnsack
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Steckbrief: Steckbrief
Darstellung im GIS: Flächenbeschreibung im GIS-System
Größe in ha:2198 ha
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Für den Inhalt und die Darstellung dieser Fläche sind die Flächeneigentümer verantwortlich. Der Punkt auf der Karte soll eher den ungefähren Standort wiedergeben.