DBU-Naturerbefläche Borkumer Dünen

Mit weniger als 50 Hektar sind die Borkumer Dünen in Niedersachsen die kleinste DBU-Naturerbefläche. Sie setzt sich aus mehreren kleinen Teilflächen zusammen und liegt innerhalb des Nationalparks „Niedersächsisches Wattenmeer“.
Gebietsbeschreibung und Entwicklungsziele

Die Fläche auf der Insel Borkum umfasst im Wesentlichen Bereiche in den Bantjedünen und Greune Stee sowie im Borkumer Ostland im Gebiet der Olde Dünen, Kobbedünen und Oldmanns Olde Dünen. In den Dünen Salzwiesen, Flachwasserzonen und an den Stränden der Nordsee leben hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Auf den Flächen wachsen beispielsweise Wiesen-Alant (Inula britannica), Strandwinde (Calystegia soldanella), Geflecktes Sandröschen (Tuberaria guttata), Kleines Filzkraut (Filago minima), Salzbunge (Samolus valerandi) und Strandsimse (Bolboschoenus sp.). Vogelarten wie Löffelente (Anas clypeata), Krickente (Anas crecca), Stockente (Anas platyrhynchos), Teichralle (Gallinula chloropus), Blässhuhn (Fulica atra), Rohrammer (Emberiza schoeniclus), Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus), Kornweihe (Circus cyaneus), Rohrweihe (Circus aeruginosus), Sumpfohreule (Asio flammeus) und Rotschenkel (Tringa totanus) haben hier einen Lebensraum gefunden.
Einige der teils 20 Meter hohen Dünen sind kaum bewachsen, andere von Strandhafer, Heideresten, Moosen oder Flechten durchzogen. Die in den Salzwiesen lebenden Pflanzen und Tiere sind in besonderer Weise an regelmäßige Überflutungen sowie hohe Salzgehalte des Meereswassers und des Bodens angepasst. Der »Greune Stee« (Grüne Stelle) ist ein einzigartiger Inselwald im Süden Borkums. Kiefern, Birken, Aspen oder Weiden sind durch den steten Druck des Windes schräg und gedrungen. Die verschiedenen Lebensräume werden ihrer natürlichen Entwicklung überlassen.

Historisches

Einst nutzten Piraten die Insel, später Walfänger. 1834 kamen erste Urlauber, der Tourismus wurde ausgebaut. Die weltweit erste Küstenfunkstelle wurde 1900 eingerichtet, um Telegramme ans Festland zu schicken. Kaiser Wilhelm II. erklärte Borkum 1902 zur Seefestung. Bunker und Geschützstellungen wurden installiert und das Bahnnetz ausgebaut. 1934 begann Wernher von Braun hier mit Raketenversuchen, die in Peenemünde auf Usedom, ebenfalls eine DBU Naturerbefläche, fortgesetzt wurden. Von 1957 bis 1996 war Borkum Stützpunkt der Bundesmarine.
Übergang Feuchtwald in die Röhrichtzone der Salzwiesen
© Claudia Pieper / DBU Naturerbe GmbH
Übergang Feuchtwald in die Röhrichtzone der Salzwiesen © Claudia Pieper / DBU Naturerbe GmbH

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»Greune Stee« bedeutet »Grüne Stelle« und beschreibt den einzigartigen Inselwald im Süden Borkums. Kiefern, Birken, Aspen oder Weiden sind durch den steten Druck des Windes schräg und gedrungen gewachsen.
»Greune Stee« bedeutet »Grüne Stelle« und beschreibt den einzigartigen Inselwald im Süden Borkums. Kiefern, Birken, Aspen oder Weiden sind durch den steten Druck des Windes schräg und gedrungen gewachsen.
Der Rotschenkel stochert mit seinem langen Schnabel im flachen Wasser nach Würmern, Schnecken oder Krebsen. Mehrere Rotschenkel-Familien leben meist nahe beieinander.
© Ott, Stefan / piclease
Der Rotschenkel stochert mit seinem langen Schnabel im flachen Wasser nach Würmern, Schnecken oder Krebsen. Mehrere Rotschenkel-Familien leben meist nahe beieinander. © Ott, Stefan / piclease
Fläche-Infos:
Ansprechpartner: Wolfgang Löwe
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Darstellung im GIS: Flächenbeschreibung im GIS-System
Größe in ha:44 ha
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Für den Inhalt und die Darstellung dieser Fläche sind die Flächeneigentümer verantwortlich. Der Punkt auf der Karte soll eher den ungefähren Standort wiedergeben.