DBU-Naturerbefläche Kuhlmorgen

Seit 2016 ist die DBU Naturerbe GmbH Eigentümerin der Fläche Kuhlmorgen. Die DBU-Naturerbefläche ist 305 Hektar groß und liegt zwischen Pasewalk und Torgelow linksseitig angrenzend an das Tal der Uecker in Mecklenburg-Vorpommern.
Gebietsbeschreibung und Entwicklungsziele

Durch die militärische Nutzung hat sich im Kern der DBU-Naturerbefläche Kuhlmorgen eine rund 130 Hektar große Offenlandfläche auf trockenem Sand gebildet. Sie ist geprägt von zusammenhängenden Sand-Magerrasen und Besenheiden sowie teilweise offenen Binnendünenbereichen. Im Norden, Westen und Süden werden die offenen Flächen von Wald umschlossen. Die Offenlandbereiche sind nährstoffarm und bieten Lebensraum für selten gewordene, auf diese Standorte spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Daher wird das Offenland optimiert und erhalten. In den Wäldern dominieren Kiefern. In den Übergangsbereichen zwischen Offenland und Wald kommen Gebüsche und Wälder jüngerer Entwicklungsstadien vor. Diese halboffenen Lebensräume weisen eine hohe Strukturvielfalt auf. Die eingestreuten Gehölze dienen beispielsweise verschiedenen Vogelarten als Ansitz- und Singwarte.
Rund 60 Prozent der waldbedeckten Flächen des gesamten DBU Naturerbes bestehen aus artenarmen Nadelholzwäldern. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte werden die Nadelhölzer nach und nach entnommen, damit Laubbäume nachwachsen können. Die umstehenden Laubbäume tragen durch ihre Waldverjüngung zur natürlichen Waldentwicklung bei. Ohne weiteres menschliches Zutun entsteht so ein naturnaher Laubmischwald mit mehreren Vegetationsschichten sowie Tot- und Altholzvorkommen. Die vielfältigen Strukturen bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.


Historisches

In den 1970er Jahren wurde der Hügel in der Mitte der Fläche kahlgeschlagen und diente erst der Nationalen Volksarmee und später der Bundeswehr als militärisches Fahrgelände.
Die charakteristische Offenlandfläche im Zentrum der Fläche wird von einem großen Binnendünenbereich gebildet. Dabei handelt es sich um eine nacheiszeitliche Dünenbildung aus feinen Flugsanden.  © Bundesforstbetrieb Vorpommern-Strelitz
Die charakteristische Offenlandfläche im Zentrum der Fläche wird von einem großen Binnendünenbereich gebildet. Dabei handelt es sich um eine nacheiszeitliche Dünenbildung aus feinen Flugsanden. © Bundesforstbetrieb Vorpommern-Strelitz

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Die DBU-Naturerbefläche ist ein wichtiges Brutgebiet für den Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus). Auf seinem Bodenbrutplatz ist er gut getarnt und verschmilzt mit der Umgebung. © Egbert Brunn
Die DBU-Naturerbefläche ist ein wichtiges Brutgebiet für den Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus). Auf seinem Bodenbrutplatz ist er gut getarnt und verschmilzt mit der Umgebung. © Egbert Brunn
Der Wiedehopf (Upupa epos) kommt in offenen Landschaften mit niedriger Pflanzendecke und trocken-warmem Klima vor, wie sie auf den Offenlandflächen der DBU-Naturerbefläche zu finden sind. Foto: © Hans-Joachim Fünfstück / piclease
Der Wiedehopf (Upupa epos) kommt in offenen Landschaften mit niedriger Pflanzendecke und trocken-warmem Klima vor, wie sie auf den Offenlandflächen der DBU-Naturerbefläche zu finden sind. Foto: © Hans-Joachim Fünfstück / piclease
Die selten gewordene Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) hat auf der DBU-Naturerbefläche ein bedeutendes Vorkommen. Im Sommer blüht sie großflächig auf den Sandmagerrasen. © Dominik Poniatowski / DBU Naturerbe GmbH
Die selten gewordene Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) hat auf der DBU-Naturerbefläche ein bedeutendes Vorkommen. Im Sommer blüht sie großflächig auf den Sandmagerrasen. © Dominik Poniatowski / DBU Naturerbe GmbH
Fläche-Infos:
Ansprechpartner: Wolf Ulrich Menzel
Leitbild: Leitbild
Steckbrief: Steckbrief
Darstellung im GIS: Flächenbeschreibung im GIS-System
Größe in ha:305 ha
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Für den Inhalt und die Darstellung dieser Fläche sind die Flächeneigentümer verantwortlich. Der Punkt auf der Karte soll eher den ungefähren Standort wiedergeben.