Deutscher Umweltpreis, Sonntag, 8. November 2015 in Essen

Mit der Vergabe des Deutschen Umweltpreises werden Einsatz und Leistungen ausgezeichnet, die jetzt und zukünftig entscheidend und in vorbildhafter Weise zum Schutz und zur Erhaltung unserer Umwelt beitragen.

Prof. Dr. Mojib Latif

Latif erhält den Deutschen Umweltpreis als Ehrung und Anerkennung seiner Gesamtpersönlichkeit als Wissenschaftler und seiner herausragenden Leistungen und Verdienste um die verständliche Vermittlung und Kommunikation der Themen »Klimaforschung und Klimawandel«.

Prof. Dr. Johan Rockström

Rockström erhält den Deutschen Umweltpreis als Ehrung und Anerkennung seiner Gesamtpersönlichkeit als Wissenschaftler und seiner herausragenden Leistungen und Verdienste um die Entwicklung und verständliche Kommunikation des Konzeptes der »Planetary Boundaries«.

Prof. em. Dr. Michael Succow

Succow wird mit dem Ehrenpreis der DBU für sein langjähriges und umfassendes Engagement für den Naturschutz geehrt. Seine Leistungen sind von herausragender und beispielgebender Bedeutung.

Nachhaltigkeits- und Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif (Kiel) und Prof. Dr. Johan Rockström (Stockholm) erhalten Deutschen Umweltpreis – Ehrenpreis: Prof. em. Dr. Michael Succow

Am 8. November werden in Essen aus der Hand von Bundespräsident Joachim Gauck der Klima- und Meeresforscher Prof. Dr. Mojib Latif (61, Kiel) und der global agierende Nachhaltigkeitswissenschaftler Prof. Dr. Johan Rockström (49, Stockholm) den größten und unabhängigen Umweltpreis Europas in Empfang nehmen. Der Preis ist mit insgesamt 500.000 Euro dotiert. Mit dem Ehrenpreis zeichnet die DBU in diesem Jahr Prof. em. Dr. Michael Succow (74, Greifswald) aus.

Die Broschüre zum Deutschen Umweltpreis 2015
Preisträger des Deutschen Umweltpreises 2015
Die Träger des Deutschen Umweltpreises 2015 der DBU (v.l.): Prof. Dr. Mojib Latif, Prof. Dr. Johan Rockström und Ehrenpreisträger Prof. em. Dr. Michael Succow.
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Mit der erstmalig gleichzeitigen Auszeichnung zweier Nachhaltigkeits- und Klimaforscher will die DBU unterstreichen, dass entschlossenes Handeln jetzt angesichts der bevorstehenden Konferenzen Ende September in New York (Festlegung globaler Nachhaltigkeitsziele) sowie Ende November in Paris (UN-Klimakonferenz) gefragt ist.

Latif einer der herausragenden Klimaforscher Deutschlands

Latif sei in seiner jahrzehntelangen Arbeit getrieben von der persönlichen Sorge um den Zustand des Planeten. Als einer der herausragenden Klimaforscher Deutschlands weise er unter anderem darauf hin, dass unser Planet ohne intakte Ozeane für Menschen unbewohnbar zu werden drohe.

Latif ist Leiter des Forschungsbereiches Ozeanzirkulation und Klimadynamik im GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Er ist unter anderem Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, der Deutschen Gesellschaft Club of Rome und Vorsitzender des Deutschen Klima-Konsortiums. 2001 und 2007 war er Mitautor der Berichte des Weltklimarates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Seit 2003 ist er Professor an der Universität Kiel.

Rockström führender Wissenschaftler in der Ökosystemforschung

Rockström ist seit 2007 Direktor des Stockholm Resilience Centre. Unter Resilienz versteht man im Kern das Vermögen, sich in Krisensituationen trotz Störungen verändernden Bedingungen anzupassen und weiter zu entwickeln. Ein wichtiges Feld in der aktuellen Resilienzforschung, in dem sich Rockström besonders hervorgetan hat, ist der Versuch, die Risiken zu verstehen, die durch das Überschreiten kritischer Grenzen auf planetarer Ebene entstehen, um die menschliche Weiterentwicklung nicht zu gefährden. 

Ehrenpreis an Ausnahmepersönlichkeit im Naturschutz

Succow gilt national wie international als Ausnahmepersönlichkeit im Naturschutz, sein Engagement für große Wildnisge­biete in Deutschland als einmalig. Innerhalb kürzester Zeit war es ihm zum Zeitpunkt der deutschen Wiedervereinigung gelungen, mit dem Nationalparkpro­gramm für den Osten Deutschlands auf einen Schlag 12,1 Prozent der Landesfläche der ehemaligen DDR mit einem einstweiligen und 5,5 Prozent mit einem endgültigen Schutzstatus als Natio­nalpark, Biosphä­renre­servat und Naturpark zu sichern.

Ausführliche Berichte hier

Kontakt zum Referat Deutscher Umweltpreis

Felix Gruber
Referatsleiter

Birgit Diekhaus
(Sekretariat)

Tel.: 0541 9633 422
Fax: 0541 9633 194