20.10.2011 | Volle Auftragsbücher schaffen Raum zur Recherche

Gut informiert ist halb gewonnen: Angebote rund um Sanierungen nutzen – DBU schafft Überblick

Kind mit Energie-Check
Auch Kinder verstehen die Aussage des Energie-Checks: Rot bewertete Bauteile sind sanierungsbedürftig.
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Osnabrück. Die Baubranche boomt. Das Geschäft rund um Energieeffizienz füllt die Auftragsbücher vieler Handwerksbetriebe. Ob in Papenburg (Niedersachsen) oder in Nürnberg (Bayern): In den vergangenen zwei Monaten vermeldeten die Handwerkskammern, dass ihre Betriebe alle Hände voll zu tun haben. So gut die Lage für die Binnenwirtschaft ist, so schwierig kann die Situation für den einzelnen Hausbesitzer sein. „Investitionswillige Eigentümer müssen einen langen Atem haben. Viele Handwerker müssen ihre Kunden auf Wochen vertrösten“, weiß Energieberater Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Zeit, die Eigentümer sinnvoll nutzen können. „Wir empfehlen allen Sanierungswilligen, ihr Haus als Ganzes zu betrachten und sich vorab Gewerke übergreifend beraten zu lassen“, so Skrypietz. Einen ersten Schritt hin zum sanierten Haus bietet der kostenlose Energie-Check im Rahmen der DBU-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“.

Kostenloser Service: Energie-Check vermittelt Überblick

Die bundesweite Klimakampagne gibt Hausbesitzern eine Orientierung im Sanierungsdschungel. Soll die Heizung modernisiert oder doch das Fenster ausgetauscht, das Dach neu gedämmt oder sollen die Rohre verkleidet werden? Oft ist es sinnvoll, verschiedene Maßnahmen miteinander zu kombinieren. Wichtig ist aber immer, das Haus individuell zu betrachten. „Wer sein Haus von außen dämmt, braucht im Anschluss eine kleinere Heizung“, weiß der Experte. Beim Energie-Check bewertet der Handwerker Fenster, Heizung, das Dach und die Außenwände nach einem Farbschema von rot bis grün. 30 Minuten dauert der Service im eigenen Haus. „Der Energie-Check gibt einen groben Überblick über den energetischen Zustand der Immobilie und hat Signalwirkung“, erläutert Skrypietz. Nach dem Gespräch erhalten Eigentümer eine Broschüre mit Ansprechpartnern für die nächsten Schritte. Wer sich für das Angebot interessiert, findet geschulte Partner unter www.sanieren-profitieren.de.

Nach Energie-Check folgt ausführliches Gutachten

Sollten Handwerksbetriebe auch für diesen kurzen Service in den nächsten Wochen keine Zeit finden, lohnt es sich, Energieberater aus der Liste auszuwählen. „Die Kollegen können gleich im Anschluss ein detailliertes Gutachten erstellen, das Eigentümer beispielsweise benötigen, um die staatlichen Zuschüsse und zinsgünstigen Darlehen der KfW Bankengruppe zu beantragen“, betont Skrypietz. Das weitergehende Energiegutachten enthält neben Sanierungsvorschlägen auch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Maßnahmen. Die Kosten für diese weitergehende „Vor-Ort-Beratung“ kann sich der Hausbesitzer über die Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit bis zu 300 Euro erstatten lassen.

DBU fördert "Haus sanieren - profitieren"

Die DBU fördert „Haus sanieren – profitieren“ bis Ende 2016 mit insgesamt 6,3 Millionen Euro. Im Rahmen der bundesweiten Klimakampagne haben sich über 11.600 Handwerker und Energieberater schulen lassen, um den kostenlosen Energie-Check durchführen und das Infomaterial nutzen zu können.