17.06.2011 | Gänsehaut wenn die Sonne glüht

Alternative Kühlung für Familienhäuser – DBU-Klima-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ stellt vor

Hitzesonne
Sorgt für Hitze und auch Kühle: Klimaanlagen, die am besten mit der Kraft der Sonne funktionieren, gibt es schon für den privaten Hausgebrauch. Stromfressende Anlagen sind nicht mehr nötig.

Osnabrück. Der Sommer war 2011 früh da: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 hat Deutschland den zweitwärmsten Frühling erlebt, meldete dieser Tage der deutsche Wetterdienst. Wer die Möglichkeit hat, sich oder sein Haus zu kühlen, kann einem weiteren Super-Sommer gelassen entgegen sehen. „Für Nachrüster und Energiesparer gibt es eine Reihe von Alternativen, um ihr Haus vor übermäßiger Hitze zu schützen“, weiß der Energieberater der Klimaschutz- und Beratungskampagne „Haus sanieren – profitieren“, Andreas Skrypietz. Die Initiative der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) klärt ratsuchende Besitzer von sanierungsbedürftigen Ein- und Zweifamilienhäusern mit einem kostenlosen Energie-Check auf über den energetischen Zustand ihrer Immobilie und Möglichkeiten, ihn zu verbessern. Nicht nur die Dämmung der Gebäude, auch ihr Schutz vor Hitze sei immer wichtiger, so Skrypietz.

Sonne sorgt für Kühlung im Sommer

Mit der Kraft der Sonne einen kühlen Kopf bewahren und klimaschonend die Hitze aus dem Haus treiben: mit solaren Kühlanlagen sei das möglich. „Herzstück so einer Anlage ist eine Absorptionskältemaschine, die durch Wärme, nicht wie beim Kühlschrank durch Strom, angetrieben wird“, sagt Skrypietz. Bisher eigneten sich diese Anlagen vor allem für Bürogebäude. Mittlerweile gebe es handliche Kältemaschine auch für den „Jedermann-Bedarf“.

"Natural Cooliing"- Rohrsystem verläuft in den Hauswänden

Es gebe aber auch andere Möglichkeiten, Häuser ökologisch zu kühlen. Wenn es im Sommer zu warm wird, könne eine natürliche Klimaanlage, nämlich kühles Grundwasser, für angenehmere Temperaturen sorgen. Ein Rohrsystem, dass direkt an den Wänden verlaufe, führe die Wärme mit sich und kühle so das Gebäude. Nach dem Umlauf am Haus werde das Wasser später wieder seinem natürlichen Kreislauf zugeführt. Dieses „Natural Cooling“ sei mit Sonderzubehör für Modernisierung in Ein- und Zweifamilienhäusern anwendbar.

Fassade, Grün, Bewuchs
Grüner Pelz am Haus: Fassadenbegrünung kühlt die Räume.
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Klimaanlage des "armen Mannes": Fassadenbegrünung hilft kühlen

Als „Klimaanlage des armen Mannes“ könnten Fassaden mit Wein oder anderen Rankpflanzen berankt werden. Die Luftpolsterschicht zwischen der Hausfassade und dem grünen Mantel schirme Hitze ab im Sommer und unterstütze die Fassadendämmung im Winter. „Ein durch und durch grüne Sache. Energie wird gespart und das Klima wird geschützt. Zusätzlich holt man die Natur etwas näher zu sich heran“, so Skrypietz.

Kostenloser Energie-Check zeigt am Ende auf, wie Hitze vermieden werden kann

Eine weitere Möglichkeit, große Hitze im Haus zu umgehen, bietet der kostenlose Energie-Check von „Haus sanieren – profitieren“. Diesen führen geschulte Handwerker kostenfrei bei unsanierten Ein- und Zweifamilienhäusern durch. Alle Bauteile werden nach einem Farbschema von rot bis grün bewertet und nächste Sanierungsschritte, etwa eine umfangreiche Dämmung, erläutert. Weitere Infos und Handwerker, die einen Energie-Check durchführen, finden Interessierte unter www.sanieren-profitieren.de.

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