27.01.2011 | Sanierung auf dem Lehrplan: Volkshochschulen für mehr Klimaschutz

Hausbesitzer in aktiver Freizeit erreichen – Vorträge rund ums Haus und dessen Modernisierung

Infoabend
Technisches Thema verständlich gemacht: Volkshochschulen haben die energetische Haussanierung und deren staatliche Förderung in ihre Frühjahrsprogramme aufgenommen.
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Osnabrück. Volkshochschulen, die Bildungseinrichtungen für Jedermann. „Das Semesterprogramm der Schulen spiegelt das Interesse der Bevölkerung an energetischer Haussanierung wider. Und das ist offenbar sehr hoch“, sagt Stefan Rümmele, Projektleiter der bundesweiten Klimaschutz- und Beratungsinitiative „Haus sanieren – profitieren“. Gemeinsam mit zahlreichen Volkshochschulen (VHS) im Bundesgebiet setzt sich die Kampagne der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für mehr Klimaschutz durch energetische Sanierung ein. Die Bildungseinrichtungen bieten Vorträge für Hausbesitzer an, um sie durch den Informationsdschungel von Fördermitteln, möglichen Schwachstellen am Haus und Sanierungen zu führen.

Thema Sanierung erreicht Hausbesitzer nun auch über Bildungseinrichtungen

„Die Sanierung der eigenen vier Wände ist ein wichtiger Beitrag, um Energiekosten zu senken und schließlich auch den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern“, sagt Rümmele. Dieses Thema sei zu wichtig, als dass es nicht auch in das Programm der VHS aufgenommen würde. „Wir freuen uns, dass unser Thema die Hausbesitzer jetzt nicht nur über den Erstcheck von Handwerkern vor Ort erreicht, sondern auch über Bildungseinrichtungen“, so Rümmele.

Vorträge zu Schwachstellen am Haus, Fördermittel und Klimaschutz

Interessierte erhalten in vier Vorträgen Informationen rund ums Haus: Im Vortrag „Schwachstellen am Haus“ werde geklärt, wie hohe Energiekosten und wann Schimmel entstehen. Der Vortrag informiere zu typischen Schwachstellen bei Gebäuden wie Wärmebrücken, unwirksamen Heizungsanlagen und Möglichkeiten, sie zu beseitigen. Die Potenziale zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz seien im Gebäudesektor gewaltig. Deshalb setze auch die Bundesregierung auf die deutliche Erhöhung der Sanierungsrate. In den Vorträgen „’Haus sanieren – profitieren’ und Klimaschutz“ und „’Haus sanieren – profitieren’ die Klimaschutzkampagne“ würden die DBU-Initiative in die Klimaschutzziele eingeordnet, würden die Vorteile des kostenlosen Energie-Checks der Beratungskampagne herausgestellt. Welche Fördermittel und wo es sie gibt, wird in „Fördermittel im Überblick“ erklärt.

Technisches Thema wird verständlich näher gebracht

Rümmele: „Die Volkshochschulen helfen mit den Vorträgen den Verbrauchern dabei, sich auf verständlichem Niveau auf ein sehr technisches Thema einzulassen.“ Wenn es am Ende mit einer Sanierung ernst werde, empfiehlt Rümmele den kostenfreien Energie-Check durch einen geschulten Handwerker der DBU-Kampagne. Erst dann sei es sinnvoll, eine detaillierte Energieberatung von einem Experten durchführen zu lassen. „Der Energie-Check kann keine ausführliche Energieberatung ersetzen.“ Diese solle im zweiten Schritt in Betracht gezogen werden, um darauf aufbauend einen umfassenden Sanierungsplan aufzustellen.

Welche Volkshochschulen die Vorträge anbieten finden Interessierte unter den Terminen auf der Kampagnenseite www.sanieren-proftieren.de.