20.12.2010 | Klimaschützer mögen`s warm und günstig

Heizen mit Holzpellets – DBU-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ macht kostenfreien Erst-Check

Pellets
Kleine Heizenergiespeicher: Holzpellets heizen dem Haus, aber nicht dem Portmonee ein.
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Osnabrück. Seit einigen Wochen läuft die Heizperiode auf Hochtouren – und der Zenit ist noch nicht erreicht. In Deutschlands Wohnhäusern werden unterschiedliche Heizsysteme für wohlige Temperaturen genutzt. Und immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich für eine Holzpelletheizung. Damit erwiesen sie sich nicht nur als aktive Klimaschützer, sondern auch als Sparfüchse, meint Frank Moser von der Info- und Klimaschutzkampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Fachmann für Holzheizsysteme. „Die umweltfreundlichen Holzpellets sind nur etwa halb so teuer wie Heizöl oder Gas.“ Bundesweit nutzen laut Energieagentur NRW mehr als 125.000 Haushalte die kleinen Energiebündel. Diese Zahl könnte weiter ansteigen, denn Holz ist ein heimischer Rohstoff und wächst ständig nach – anders als endliche, fossile Brennstoffe.

Kleine Holzstifte: günstig, praktisch, ökologisch

Moser macht eine einfache Rechnung auf: Sechs Tonnen Holzpellets kosten etwa 1.400 Euro. Der Heizwert entspricht rund 3.000 Litern Heizöl. Bei der aktuellen Preislage gibt eine drei- bis vierköpfige Familie also rund 2.300 Euro für Heizöl aus. Nutze sie Pellets, spare sie also rund 900 Euro pro Jahr. Neben dem günstigeren Verbrauch seien die gepressten Sägemehlstifte eine bequeme Art, ökologisch zu heizen: „Man braucht die Stifte nicht wie Holzscheite zum Trocknen zu stapeln. Sie werden je nach Lagerraumgröße schon trocken angeliefert und können dann ohne Dreck und Umstände gebunkert werden.“ Zudem entfalle der tägliche Gang zur Mülltonne. Nur bis zu drei Mal im Jahr brauche die Asche entsorgt zu werden, am besten als Dünger im Garten. Auch das Füllen des Ofens laufe in der Regel vollautomatisch.

Energie-Check an Pelletheizung
Beim kostenlosen Energie-Check informieren geschulte Handwerker auch über den Zustand der Heizungsanlage.
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Heizen mit Holz in guter Kombination mit Sonnenkraft

Diese Art der Holzheizung gelte als klimaneutral, weil das beim Verbrennen frei gewordene klimaschädliche Kohlendioxid zuvor von den Pflanzen aufgenommen worden sei. Pellets seien reine Biomasse und setzten beim Heizen in jeder Kilowattstunde deutlich weniger Kohlendioxid frei als eine Elektroheizung. Heizen mit Holz lasse sich auch gut mit der Nutzung der Sonnenkraft verbinden, etwa wenn sich Hausbesitzer für eine Solarthermieanlage entschieden, die die Heizung unterstütze. Dann heize vor allem in der Übergangszeit die Sonne kräftig mit und übernehme die Warmwasserbereitung.

Fördergelder für "Klimaschutzheizung" bis zu 2.000 Euro

Entschieden sich die Besitzer eines bereits bestehenden Hauses für eine solche „Klimaschutzheizung“, bekämen sie sogar Geld vom Staat dazu. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) habe eigene Fördergelder für Pelletkessel: Anlagen, die zwischen fünf und 100 Kilowatt Leistung liefern, werden mit 36 Euro je Kilowattstunde gefördert, mindestens mit 2.000 Euro. In Verbindung mit anderen Bonussystemen könne die Förderhöhe deutlich gesteigert werden.

Zunehmendes Interesse der Hausbesitzer - DBU-Kampagnenpartner helfen

Der Trend zum wirkungsvollen und umweltfreundlichen Heizen nehme zu. Dass das so ist, dafür setze sich nicht zuletzt „Haus sanieren – profitieren“ ein. Der Kern der DBU-Kampagne ist ihr kostenloser Energie-Check. Rund 11.000 Handwerker in ganz Deutschland sind darin geschult, die Erstkontrolle in Ein- und Zweifamilienhäusern durchzuführen. Die Eigentümer haben nach der groben Erstkontrolle einen Überblick über den energetischen Zustand ihrer Immobilie. Hausbesitzer finden die Kampagnenpartner in ihrer Nähe unter www.sanieren-profitieren.de.