01.12.2010 | Letzter Akt vor der Gemütlichkeit: Bauabnahme nach der Sanierung

Protokolle helfen bei Mängelrügen – Partner von „Haus sanieren - profitieren“ können helfen

Bauabnahme
Die Abnahme der Sanierung oder des Bauobjektes sollte die Arbeiten aller beteiligten Gewerke beinhalten.
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Osnabrück. Viele Gründe sprechen für eine energetische Sanierung der eigenen vier Wände: Hausbesitzer steigern den Wohlfühlfaktor in der Immobilie, senken ihre Energiekosten – und nebenbei setzen sie sich für mehr Klimaschutz ein. Wenn die mitunter aufwändigen Arbeiten am Haus erledigt sind, soll der Weg zur neuen „guten Stube“ möglichst schnell frei sein. „Zuvor sollte der Hausbesitzer aber auf eine Kontrolle der durchgeführten Arbeiten bestehen“, empfiehlt Dirk Fanslau-Görlitz. Er ist Architekt und Regionalbetreuer der Beratungs- und Klimaschutzkampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Eine Bauabnahme helfe später  bei Fragen zur Schadensregulierung weiter.

Bereits in der Planungsphase an die Kontrolle denken

Nicht nur bei einem Neubau, sondern auch im Falle einer Sanierung sollten Hausbesitzer eine Bauabnahme durchführen lassen, hebt Fanslau-Görlitz hervor: „Das ist unbedingt nötig, denn eine Kontrolle und Dokumentation der erreichten Ergebnisse der Sanierung kann später für Fragen herangezogen werden.“ So früh wie möglich, schon in der Planungsphase, sei eine Abnahme der am Bau beteiligten Gewerke empfehlenswert.

Lückenloses und vollständiges Protokoll

Neben einem externen Gutachter oder Architekten solle auch der Bauherr an der Abnahme beteiligt werden. „Die Fachleute sollten ihr Spezialwissen in Technik und Recht für alle transparent einbringen“, weiß Fanslau-Görlitz. Lückenlos und vollständig – an dieses Credo solle sich der Hausbesitzer bei einem Protokoll halten, um auf der sicheren Seite zu sein.

Neben sichtbaren Mängeln, auch auf Programmierungen und Anlageneinstellungen achten

„Der Hauseigner allein kann die Einschätzung nicht vornehmen“, erklärt der Fachmann der DBU-Kampagne. Schließlich gebe es eine Reihe von Punkten, die er nicht im Blick haben könne. So sollten neben direkt sichtbaren Mängeln auch die erst auf den zweiten Blick sichtbaren registriert werden. Wenn etwa die Heizung modernisiert wurde, dann sollte sie auch eingestellt und ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden, damit das System gleichmäßig vom Heizwasser durchströmt werde.

Mängelrüge mit Protokoll leichter aussprechbar

Sollten sich bei der Abnahme Mängel am Bau herausstellen, sollten sie im Protokoll festgehalten werden. Eine so genannte Mängelrüge könne so sicherer ausgesprochen werden. Ein mögliches juristisches und finanzielles Nachspiel könne damit für den Hausbesitzer günstiger ausfallen.

Hier gehts zum vollständigen Interview mit Dirk Fanslau-Görlitz