17.09.2008 | „Haus sanieren - profitieren“ heute in Mecklenburg-Vorpommern gestartet

Kampagne „dient den Menschen“ – Schirmherr Seidel lobt Initiative von DBU und Handwerk

Auftakt
Handwerkskammerpräsident Peter Günther, Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph und DBU-Vertreter Dr. Markus Große Ophoff (v.l.) gaben den Start von "Haus sanieren - profitieren" in Mecklenburg-Vorpommern bekannt.
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Jürgen Seidel
Schirmherr von "Haus sanieren - profitieren!" in Mecklenburg-Vorpommern ist Wirtschaftsminister Jürgen Seidel. Aktuelles Bildmaterial finden Sie hier ab 16 Uhr.
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Sanierungsbedürftiges Haus
Private Haushalte verbrauchen in Deutschland noch mehr Energie als die Industrie. Gebäude können bis zu 90 Prozent einsparen.
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Schwerin. Für mehr Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern: Ab sofort bieten die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU/Osnabrück) und das Handwerk mit ihrer Kampagne „Haus sanieren – profitieren!“ kostenlose Energie-Checks für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer an. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Jürgen Seidel ist überzeugt, dass das bundesweite Beratungsprogramm Früchte tragen wird. „Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt leistet damit einen wichtigen Beitrag, um das öffentliche Bewusstsein für einen sparsamen Umgang mit Energie weiter zu stärken“, betont der Schirmherr. Heute gab sein Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph den offiziellen Startschuss für die Kampagne gemeinsam mit dem Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Mecklenburg-Vorpommerns, Peter Günther, und Dr. Markus Große Ophoff, Leiter des Zentrums für Umweltkommunikation der DBU.

Über 5.000 Betriebe bieten kostenlosen Energie-Check an

Nach einer Pilotphase 2007 breitet die DBU die Initiative Schritt für Schritt bundesweit aus. Insgesamt bieten bereits über 5.000 Betriebe aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein den unverbindlichen Energie-Check an. In Mecklenburg-Vorpommern sind es zurzeit knapp 100 Handwerker. Ziel von „Haus sanieren - profitieren“ sei es, Hausbesitzer zu motivieren, ihre Immobilien fit für die Zukunft zu machen, betonte Große Ophoff im Raum der Landespressekonferenz. Schließlich würden sanierte Häuser Energie sparen und die Umwelt schonen. „Von den rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland sind etwa zwölf Millionen vor 1984 gebaut worden und zu großen Teilen sanierungsbedürftig. Es ist höchste Zeit, dass wir uns verstärkt um Gebäude im Bestand kümmern“, betonte er. Schon heute verbrauche eine Durchschnittsfamilie 80 Prozent ihrer Energie im Haushalt fürs Heizen – bei weiter steigenden Kosten. „Privathäuser verbrauchen sogar noch mehr Energie als die Industrie hierzulande“, so Große Ophoff. Mit zusätzlichen Dämmungen, neuen Fenstern oder einer modernen Heizungsanlage lasse sich das ändern. Mit energiesparenden Maßnahmen könnten private Haushalte bundesweit jährlich bis zu 135.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Energie-Check als Erstansprache - Einstieg ins Thema

Die Energie-Checks der Handwerksbetriebe können nach Ansicht von Große Ophoff eine neutrale und ausführliche Fachberatung und Energieausweise nicht ersetzen, „sie sind aber für Eigentümer eine Initialzündung für weitere Überlegungen zur energetischen Modernisierung der eigenen vier Wände.“ Der Check vermittle als Einstieg ins Thema einen groben Eindruck über den Zustand des Hauses.

Dr. Rudolph: "Wer sein Haus rechtzeitig saniert, wird im Ergebnis profitieren"

Nach Rudolphs Worten „dient die Kampagne nicht irgendetwas und nicht irgendwen, sondern den Menschen. Wer sein Haus rechtzeitig saniert, wird im Ergebnis auf lange Sicht davon profitieren können. Ist das Wohneigentum erst einmal auf einen modernen energetischen Zustand gebracht, werden sowohl die Umwelt als auch der eigene Geldbeutel geschont. Darüber hinaus profitieren unsere Handwerker. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es etwa 300.000 Ein- und Zweifamilienhäuser, auf die die Kampagne der DBU gerichtet ist. Davon sind circa 80 Prozent vor 1990 errichtet worden, von denen geschätzte 25 Prozent nach der Beratung Sanierungsaufträge auslösen würden“.

Handwerker als kompetenter Partner

Das Handwerk sei ein kompetenter Partner für die breite Ansprache der Hausbesitzer. „Von dieser Aktion profitieren alle“, betonte Günther. „Die Verbraucher, weil sie einen unverbindlichen und kostenlosen Energie-Check bekommen. Die Handwerker können durch ihre Beratungskompetenz neue Kundenkontakte und Aufträge bekommen. Und letztlich gewinnen wir alle, weil sanierte Gebäude weniger Energie benötigen und dadurch der Kohlendioxid-Ausstoß deutlich gesenkt wird“. Mit der direkten Ansprache durch ihren Handwerker könnten nun viele Personen auf Energieeinsparung und Klimaschutz angesprochen werden, die durch die bisherigen Beratungsangebote noch nicht erreicht werden konnten. Bundesweit rechne die DBU mit über 20.000 Kooperationspartnern, so Große Ophoff. Ein typisches DBU-Projekt: Die weltweit größte Umweltstiftung hat mit ihrer Förderung vor allem kleine und mittlere Unternehmen im Fokus.

Großes Interesse von Handwerkern in Mecklenburg-Vorpommern

Günther verwies auf das große Interesse der Handwerker in der Vorbereitungsphase der neuen Kampagne: „Die ersten Handwerkerschulungen zeigen, dass die Aktion beim Handwerker ankommt“, erläuterte er. Schulungen haben vorm Auftakt die Kreishandwerkerschaften Rügen, Nordwestmecklenburg-Wismar und Müritz-Demmin angeboten. Die ersten Handwerker stehen in den Startlöchern, um die kostenlosen Energie-Checks durchzuführen. Und die Zahl steigt: „In ganz Mecklenburg-Vorpommern werden noch weitere Schulungen von Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften angeboten“, so Günther. Interessierte Hausbesitzer finden DBU-Kooperationspartner in ihrer Nähe unter www.sanieren-profitieren.de.