23.04.2008 | „Haus sanieren – profitieren“ startet in Hamburg

Umweltsenator Gedaschko lobt kostenlose Energie-Checks der Kampagne – DBU fördert

Auftakt
"Haus sanieren - profitieren" startet in Hamburg: HWK-Hauptgeschäftsführer Frank Glücklich, Umweltsenator Axel Gedaschko und DBU-Projektleiter Martin Fellbaum gaben den Startschuss für die kostenlose Beratung durch Handwerker.
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Schirmherr Gedaschko
Auftakt in Hamburg: Umweltsenator Axel Gedaschko ist Schirmherr der DBU-Kampagne "Haus sanieren - profitieren".
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Martin Fellbaum mit Hausbesitzern
Projektleiter Martin Fellbaum berät Hausbesitzer mit dem kostenlosen Energie-Check.
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Hamburg. Für mehr Klimaschutz in Hamburg: Ab sofort bietet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gemeinsam mit dem Handwerk im Rahmen ihrer Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ kostenlose Energie-Checks für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer an. Hamburgs Umweltsenator Axel Gedaschko ist überzeugt: Das bundesweite Beratungsprogramm wird Früchte tragen. „Ich unterstütze die Kampagne, weil sie nahtlos ins ‚Klimaschutzkonzept Hamburg’ passt. Bei der energetischen Sanierung von Häusern und Wohnungen liegt enormes Potenzial - im Sparen von Mietnebenkosten und Vermeiden von Kohlendioxid-Emissionen“, betonte Gedaschko. Heute feierte er als Schirmherr gemeinsam mit DBU-Projektleiter Martin Fellbaum und dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) Hamburg, Frank Glücklich, den Kampagnenstart in der Hansestadt. Den unverbindlichen und Gewerke übergreifenden Energie-Check bieten bereits über 70 Handwerker in der Region an.

Private Haushalte verbrauchen mehr Energie als Industrie

Ziel von „Haus sanieren – profitieren“ sei es, Hausbesitzer zu motivieren, ihre Immobilien fit für die Zukunft zu machen, betonte Fellbaum in der HWK. Schließlich würden sanierte Häuser Energie sparen und die Umwelt schonen. „Von den rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland sind etwa zwölf Millionen vor 1984 gebaut worden und zu großen Teilen sanierungsbedürftig. Es ist höchste Zeit, dass wir uns verstärkt um Gebäude im Bestand kümmern“, betonte Fellbaum. Schon heute verbrauche eine Durchschnittsfamilie 80 Prozent ihrer Energie im Haushalt fürs Heizen – bei weiter steigenden Kosten. „Privathäuser verbrauchen sogar noch mehr Energie als die Industrie hierzulande“, so Fellbaum. Mit zusätzlichen Dämmungen, neuen Fenstern oder einer modernen Heizungsanlage lasse sich das ändern. Mit energiesparenden Maßnahmen könnten private Haushalte bundesweit jährlich bis zu 135.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Anreize für Handwerk und Immobilienmarkt - Kampagne als Einstieg

„Wir schaffen mit der Kampagne wichtige Anreize für Handwerk und Immobilienmarkt“, sagte Umweltsenator Gedaschko. Der Energie-Check als Teil von „Haus sanieren – profitieren!“ stelle einen Einstieg ins Thema dar. „Danach sollte eine ausführliche Energieberatung folgen, bei der ein Maßnahmenpaket geschnürt und Kosten abgeschätzt werden“, erläuterte Fellbaum.

DBU rechnet mit bundesweit über 20.000 Partnern

Das Handwerk sei ein kompetenter Partner. Die Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer stellten sich immer besser ein auf die Kundenbedürfnisse nach zukunftssicheren Häusern. „Der Schlüssel liegt im Ausbau der fachlichen Kompetenzen“, betonte Glücklich. Inzwischen seien Gebäudesanierungen ein Tätigkeitsschwerpunkt Hamburger Bau- und Ausbaubetriebe. Mit der Kampagne könnten Handwerker Aufträge erhalten, Kundenbindungen festigen und Arbeitsplätze sichern. „Die Innungen der Bau- und Ausbaugewerke und die Handwerkskammer ziehen an einem Strang“, so Glücklich. Mit der direkten Ansprache der Hausbesitzer könnten Personen angesprochen werden, die durch die bisherigen Beratungsangebote noch nicht erreicht wurden. Bundesweit rechne die DBU mit über 20.000 Kooperationspartnern, so Fellbaum. Ein typisches DBU-Projekt: Die weltweit größte Umweltstiftung hat mit ihrer Förderung vor allem kleine und mittlere Unternehmen im Fokus.

Schulungsveranstalter planen weitere Termine

Glücklich lobte die „große Resonanz“ bei den Handwerkern in der Vorbereitungsphase der neuen Kampagne: „Die ersten Handwerker stehen in den Startlöchern, um die kostenlosen Energie-Checks durchzuführen. Allerdings ist kein Betrieb ausgeschlossen“, meint Glücklich. Die nächsten Schulungen der Bildungszentren der Innungen sowie des Zentrums für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik fänden bereits Ende April und Anfang Mai statt. Interessierte Hausbesitzer finden DBU-Kooperationspartner in ihrer Nähe unter www.sanieren-profitieren.de. Dort können sich auch Handwerker für die nächsten Schulungen anmelden.

Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko findet die Beratung durch "Haus sanieren - profitieren" wichtig
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