04.04.2008 | „Haus sanieren – profitieren“ startet in Bremen

Umweltsenator und Schirmherr Loske lobt kostenlose Energie-Checks der Kampagne – DBU fördert

Auftakt Bremen
Feierten den Kampagnenauftakt von "Haus sanieren - profitieren" in Bremen: DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde (v.l.), Umweltsenator Dr. Reinhard Loske, Josef Solscheid, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde und der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Handwerk Bremen, Matthias Winter.
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Geschulte Handwerker, April 2008
Insgesamt nehmen zurzeit über 2.300 Handwerker an "Haus sanieren - profitieren!" teil und führen kostenlose Energie-Checks bei Hausbesitzern durch.
Schirmherr Loske
Umweltsenator Dr. Reinhard Loske ist Schirmherr der DBU-Kampagne "Haus sanieren - profitieren".
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Bremen. Bremens Umweltsenator Dr. Reinhard Loske ist überzeugt: Das Beratungsprogramm „Haus sanieren - profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Zusammenarbeit mit dem Handwerk wird Früchte tragen. „Ich halte diese Kampagne für überaus sinnvoll, weil sie sicherlich dazu beitragen wird, die Zahl der Haussanierungen deutlich zu erhöhen“, betonte Loske. Heute feierte er als Schirmherr gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Arbeitgeberverbandes Handwerk Bremen, Matthias Winter, dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde, Josef Solscheid, und DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde den Kampagnenstart in Bremen. Im Mittelpunkt des mit fünf Millionen Euro geförderten DBU-Programms steht ein kostenloser Energie-Check: Insgesamt meldeten sich bereits über 2.300 Handwerker zu Schulungen an, um als Kooperationspartner der Kampagne beim Hausbesitzer den Gewerke übergreifenden Service durchführen zu können.

Private Haushalte verbrauchen mehr Energie als die Industrie

Ziel von „Haus sanieren – profitieren“ sei es, Hausbesitzer zu motivieren, ihre Immobilien fit für die Zukunft zu machen, betonte Brickwedde vor Journalisten. Schließlich würden sanierte Häuser Energie sparen und die Umwelt schonen. „Von den rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland sind etwa zwölf Millionen vor 1984 gebaut worden und zu großen Teilen sanierungsbedürftig. Es ist höchste Zeit, dass wir uns verstärkt um Gebäude im Bestand kümmern“, betonte er. Schon heute verbrauche eine Durchschnittsfamilie 80 Prozent ihrer Energie im Haushalt fürs Heizen – bei weiter steigenden Kosten. „Privathäuser verbrauchen sogar noch mehr Energie als die Industrie hierzulande“, so Brickwedde. Mit zusätzlichen Dämmungen, neuen Fenstern oder einer modernen Heizungsanlage ließe sich das ändern. Mit energiesparenden Maßnahmen könnten private Haushalte bundesweit jährlich bis zu 135.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Loske: "Geldbeutel und Umwelt profitieren"

Mit der energetischen Gebäudesanierung gelingt die Synthese von Ökonomie und Ökologie – Geldbeutel und Umwelt profitieren“, sagte Loske. Der Energie-Check als Teil von „Haus sanieren – profitieren“ stelle einen Einstieg ins Thema dar. „Danach sollte eine ausführliche Energieberatung folgen, bei der ein Maßnahmenpaket geschnürt und Kosten abgeschätzt werden“, weiß Brickwedde.

Handwerk kompetenter Partner - DBU rechnet mit 20.000 teilnehmenden Firmen

Das Handwerk sei ein kompetenter Partner, „zumal in keinem anderen Wirtschaftsbereich eine derart konzentrierte Kompetenz und Fachkunde in der Ökologie und Energieeffizienz anzutreffen ist“, betonte Winter. Inzwischen seien Gebäudesanierungen ein Tätigkeitsschwerpunkt der Bremer Bau- und Ausbaubetriebe. Mit der Kampagne könnten Handwerker Aufträge erhalten, Kundenbindungen festigen und Arbeitsplätze sichern. „Und wir alle tun etwas für die Umwelt“, betonte Winter. Mit der direkten Ansprache der Hausbesitzer etwa nach Wartungsarbeiten an der Heizung könnten Personen erreicht werden, die durch die bisherigen Kampagnen nicht erreicht wurden. Bundesweit rechne die DBU mit über 20.000 Kooperationspartnern, so Brickwedde. Ein typisches DBU-Projekt: Die weltweit größte Umweltstiftung hat mit ihrer Förderung vor allem kleine und mittlere Unternehmen im Fokus.

Erste Handwerker in Bremen geschult - Internet zeigt Firmen

Solscheid lobte die Kampagnenvorbereitung: „Das DBU-Projektteam hat alle Handwerksorganisationen der Region angesprochen. Sie haben im Vorfeld zum Auftakt Schulungsveranstalter und Referenten auf die Handwerksveranstaltungen vorbereitet“, so Solscheid. Die ersten zwanzig Kooperationspartner seien in Bremen auch schon geschult worden und könnten den kostenlosen Service für Hausbesitzer anbieten. Schulungen sind in den Kreishandwerkerschaften Bremen, Bremerhaven-Wesermünde, Delmenhorst, Rothenburg (Wümme) und den weiter umliegenden Kreishandwerkerschaften geplant. Interessierte Hausbesitzer finden DBU-Kooperationspartner in ihrer Nähe unter www.sanieren-profitieren.de.

Bremens Umweltsenator Dr. Reinhard Loske nennt Vorteile der Kampagne
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