29.11.2007 | „Haus sanieren – profitieren“: Kampagne startet 2008 bundesweit

Kostenloser Energie-Check durch Handwerker – Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert

Kentzler bei DBU
Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler (2. v. l.), wurde schon im Sommer in Osnabrück von (v. l.) DBU-General­sekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Dr. Heinz-Gert Schlenkermann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) Osnabrück-Emsland und HWK-Präsident Karl-Heinz Brünger begrüßt.
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Fellbaum, Haus sanieren - profitieren
Projektleiter Martin Fellbaum stellt das Infomaterial der DBU-Kampagne "Haus sanieren - profitieren" vor.
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Osnabrück. Die Klimakampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Kooperation mit dem Handwerk geht früher als geplant in die nächste Runde: Das Projektteam bereitet ab sofort die bundesweite Umsetzung vor. Nach der Pilotphase in zwei Handwerkskammerbezirken werden geschulte Handwerker den kostenlosen Energie-Check für Hausbesitzer ab März 2008 auch in Niedersachsen, Bremen und Hamburg anbieten. Im Juni soll Nordrhein-Westfalen folgen. Ab September wird das Projektteam in den verbleibenden Bundesländern monatlich Auftaktveranstaltungen organisieren. „Klimaschutz kann nicht warten. Ich danke der Stiftung für die Entscheidung, schon 2008 das erfolgreiche Projekt ‚Haus sanieren – profitieren’ bundesweit zu starten“, freut sich Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Kampagne treffe den Nerv der Zeit. „Noch zu viele Häuser in Deutschland verschwenden Energie und belasten das Klima“, betont DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde.

Privathaushalte verbrauchen mehr Energie als die Industrie

Energiekosten sparen, den Wert des Hauses auch für folgende Generationen sichern, das Raumklima verbessern und damit auch noch zum Klimaschutz beitragen – Gründe gibt es genug, warum sich Sanierungen im Gebäudebestand lohnen. „Es ist höchste Zeit, dass wir verstärkt Immobilien im Bestand fit für die Zukunft machen“, sagt Brickwedde. Von den rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland wurden etwa zwölf Millionen vor 1984 gebaut und sind zu großen Teilen sanierungsbedürftig. Schon heute verbraucht eine Durchschnittsfamilie knapp 80 Prozent ihrer Energie im Haushalt fürs Heizen. „Privathäuser verbrauchen sogar noch mehr Energie als die Industrie hierzulande“, so der DBU-Generalsekretär. Das will die weltweit größte Umweltstiftung ändern und Hausbesitzer mit Hilfe des kostenlosen Energie-Checks motivieren, ihre Gebäude zu sanieren.

Energie-Check sensibilisiert Hausbesitzer für energetische Sanierungen

Der Energie-Check ist das Herzstück der auf fünf Jahre angelegten Initiative „Haus sanieren – profitieren!“ zur energetischen Gebäudesanierung. Er wird von geschulten Handwerkern kostenlos bei Ein- und Zweifamilienhausbesitzern durchgeführt. So sollen mehr Eigentümer zur energetischen Sanierung ihrer Immobilien motiviert und über die ersten Schritte informiert werden.

Über 1.300 Handwerker meldeten sich zu Schulungen an

„Die Erfahrungen in den Pilotregionen der Handwerkskammerbezirke Osnabrück-Emsland und Münster haben gezeigt, dass die Kampagne auf fruchtbaren Boden fällt“, erläutert Kentzler. Über 1.300 Handwerker haben sich seit März zu Schulungen angemeldet, um als Kooperationspartner aktiv zu werden. Die Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ schließt eine Beratungslücke: „Bislang musste ein Hausbesitzer selbst aktiv werden, wenn er Beratungsangebote in Anspruch nehmen wollte. Nun kommt das Angebot vom Handwerker seines Vertrauens“, so Kentzler. Im Rahmen der Kampagne können Handwerker jetzt nach Routinebesuchen beim Hausbesitzer Gutschein-Flyer für den Energie-Check anbieten.

DBU rechnet mit mindestens 20.000 kooperierenden Handwerksbetrieben

„Bundesweit möchten wir mit mindestens 20.000 Handwerksbetrieben zusammenarbeiten“, so Brickwedde. Die DBU schätzt, dass mit Hilfe der Erstansprache Investitionen in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro angestoßen und etwa 675.000 Tonnen klimaschädigendes Kohlendioxid eingespart werden können. Vor dem bundesweiten Start in Niedersachsen, Bremen und Hamburg ab März 2008 sind nun noch flächendeckende Handwerkerschulungen zu organisieren. Schließlich sollen nach dem offiziellen Auftakt die Kooperationspartner auch schnell aktiv werden können. Weitere Informationen und Schulungstermine im Internet unter www.sanieren-profitieren.de.