{"id":90702,"date":"2026-10-23T12:46:25","date_gmt":"2026-10-23T10:46:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20024-001\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:26","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:26","slug":"20024-001","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20024-001\/","title":{"rendered":"Analyse der Folgen \u00c3\u00bcberh\u00c3\u00b6hter Wildbest\u00c3\u00a4nde auf die Waldverj\u00c3\u00bcngung und Evaluierung von Ma\u00c3\u0178nahmen zur Probleml\u00c3\u00b6sung aus \u00c3\u00b6konomischer Sicht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Die Verj\u00c3\u00bcngung von W\u00c3\u00a4ldern spielt eine entscheidende Rolle in ihrer Entwicklung und hat somit langfristige Auswirkungen auf wichtige Funktionen des Waldes. Vielerorts werden die Triebe nachwachsender B\u00c3\u00a4ume durch einen zu hohen Bestand von Rehen und Hirschen stark verbissen oder anderweitig gesch\u00c3\u00a4digt. Dies hindert bevorzugt verbisse Baumarten wie Eichen am Wachstum und schr\u00c3\u00a4nkt deren m\u00c3\u00b6glichen Beitrag zur Waldentwicklung ein. Insbesondere in Reinbest\u00c3\u00a4nden mit Nadelb\u00c3\u00a4umen, wie den in Nordosten Deutschlands weit verbreiteten Kiefernw\u00c3\u00a4ldern, wird dadurch vielerorts eine Entwicklung von Misch- oder Laubw\u00c3\u00a4ldern verhindert. Letztere gelten als stabiler im Klimawandel und k\u00c3\u00b6nnen die \u00c3\u2013kosystemleistungen Grundwasserneubildung und Kohlenstoffspeicherung im gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178eren Umfang als Kiefernreinbest\u00c3\u00a4nde erbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Mechanische Schutzma\u00c3\u0178nahmen k\u00c3\u00b6nnen zwar lokal bei dem Problem helfen k\u00c3\u00b6nnen den Wildverbiss aber aufgrund hoher Kosten nicht gro\u00c3\u0178fl\u00c3\u00a4chig reduzieren. Die Jagd durch den Menschen kann hingegen bei entsprechender Zielsetzung auch auf gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178eren Fl\u00c3\u00a4chen zur gew\u00c3\u00bcnschten Waldentwicklung beitragen. Bisher haben viele J\u00c3\u00a4gerinnen und J\u00c3\u00a4ger aber keine Motivation, ihre Jagd entsprechend der Zielsetzung anzupassen, auch weil eine auf die Waldverj\u00c3\u00bcngung ausgerichtete Jagd mit hohem zeitlichem Aufwand verbunden ist und bei einem geringeren Wildbestand langfristig weniger Wild gesichtet und erlegt werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Im ersten Teil der Promotion wird untersucht, welche Ma\u00c3\u0178nahmen wirksam sind, um die Motivation der J\u00c3\u00a4gerinnen und J\u00c3\u00a4ger f\u00c3\u00bcr eine auf die Waldverj\u00c3\u00bcngung ausgerichtete Jagd zu erh\u00c3\u00b6hen. Mithilfe einer Umfrage und der Methode eines Choice Experiments wurden \u00c3\u00b6konomische Pr\u00c3\u00a4ferenzen der J\u00c3\u00a4gerinnen und J\u00c3\u00a4ger ermittelt. Anhand der Ergebnisse wird abgesch\u00c3\u00a4tzt, inwiefern rechtliche \u00c3\u201enderungen und finanzielle Anreize wirksam sein k\u00c3\u00b6nnten, um eine auf die Waldverj\u00c3\u00bcngung ausgerichtete Jagd zu f\u00c3\u00b6rdern.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Im zweiten Teil der Promotion werden die Auswirkungen von einem verringerten Wildverbiss auf die Waldverj\u00c3\u00bcngung modelliert. Dazu werden Daten der Bundeswaldinventur genutzt. Anhand der Modellierungsergebnisse werden die Kosten f\u00c3\u00bcr einen erfolgreichen Waldumbau abgesch\u00c3\u00a4tzt die in Abh\u00c3\u00a4ngigkeit vom Wildverbiss f\u00c3\u00bcr einen konsequenten Waldumbau in nordostdeutschen Kiefernw\u00c3\u00a4ldern entstehen w\u00c3\u00bcrden. Weitergehend soll die Waldentwicklung anhand der modellierten Verj\u00c3\u00bcngung f\u00c3\u00bcr etwa 50 Jahre simuliert werden.\u00c2\u00a0Anhand der Simulation sollen langfristige finanzielle Auswirkungen f\u00c3\u00bcr Forstbetriebe sowie die Auswirkungen im Hinblick auf die Grundwasserneubildung und Kohlenstoffspeicherung abgesch\u00c3\u00a4tzt und bewertet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verj\u00c3\u00bcngung von W\u00c3\u00a4ldern spielt eine entscheidende Rolle in ihrer Entwicklung und hat somit langfristige Auswirkungen auf wichtige Funktionen des Waldes. Vielerorts werden die Triebe nachwachsender B\u00c3\u00a4ume durch einen zu hohen Bestand von Rehen und Hirschen stark verbissen oder anderweitig gesch\u00c3\u00a4digt. 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