{"id":90700,"date":"2026-10-23T12:46:25","date_gmt":"2026-10-23T10:46:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20024-003\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:26","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:26","slug":"20024-003","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20024-003\/","title":{"rendered":"AnxioTox: Eine 3R-konforme Toolbox zur Erfassung der neurotoxischen Wirkung umweltrelevanter Chemikalien auf das Angstverhalten von Fischembryonen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Der Umwelteintrag von Substanzen, die mit dem Nervensystem exponierter Organismen interagieren, nimmt st\u00c3\u00a4ndig zu. <strong>Neurotoxizit\u00c3\u00a4t wurde als h\u00c3\u00a4ufigste toxische Wirkungsweise in europ\u00c3\u00a4ischen Oberfl\u00c3\u00a4chengew\u00c3\u00a4ssern<\/strong> identifiziert, und es wird gesch\u00c3\u00a4tzt, dass bis zu 30% aller kommerziell genutzten Substanzen neuroaktiv sein k\u00c3\u00b6nnen. Um die Auswirkungen dieser Chemikalien auf potenziell gef\u00c3\u00a4hrdete Organismen (z.B. Fische) absch\u00c3\u00a4tzen zu k\u00c3\u00b6nnen, ist ein grundlegendes <strong>Verst\u00c3\u00a4ndnis der mechanistischen Prozesse<\/strong> erforderlich, die zu ver\u00c3\u00a4nderten Verhaltensmustern f\u00c3\u00bchren. Ein bislang <strong>wenig untersuchter Verhaltensaspekt ist das Angstverhalten<\/strong>, trotz der offensichtlichen Implikationen f\u00c3\u00bcr die Fitness betroffener Organismen und Populationen, z.B. durch ver\u00c3\u00a4nderte Nahrungsaufnahme, Paarung und Vermeidung von Predatoren. <strong>Ziel des Projektes AnxioTox ist die Erforschung dieser Wissensl\u00c3\u00bccke durch (I) die Untersuchung von Angstverhalten bei Fischen, (II) die Verbesserung unseres Verst\u00c3\u00a4ndnisses \u00c3\u00bcber Mechanismen, die zu angst\u00c3\u00a4hnlichem Verhalten f\u00c3\u00bchren, und (III) die Etablierung einer robusten Beweiskette \u00c3\u00bcber verschiedene biologische Organisationsebenen hinweg<\/strong>. Dazu werden zun\u00c3\u00a4chst die Effekte bekannter angstmodulierender Substanzen (Referenzsubstanz) auf verschiedene Aspekte des Verhaltens am Zebrafisch (als etabliertem Modellorganismus f\u00c3\u00bcr aquatische Wirbeltiere) untersucht und die zugrunde liegenden Mechanismen erforscht So wird die <strong>Angstreaktion in den verschiedenen Systemen definiert.<\/strong> Anschlie\u00c3\u0178end werden umweltrelevante Substanzen (Testsubstanzen) mit vermuteten angstmodulierenden Eigenschaften in den gleichen Systemen untersucht und die Reaktion mit der Referenzsubstanz verglichen. Auf diese Weise sollen <strong>\u00c3\u0153berschneidungen im Wirkmechanismus verschiedener Substanzen als Schl\u00c3\u00bcsselereignisse<\/strong> in der Beweiskette identifiziert werden. Darauf aufbauend werden Endpunkte und Biomarker im Wirkmechanismus ermittelt, die eine zuverl\u00c3\u00a4ssige Vorhersage von Angstverhalten erm\u00c3\u00b6glichen und in Form einer 3R-konformen Toolbox zusammengestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Umwelteintrag von Substanzen, die mit dem Nervensystem exponierter Organismen interagieren, nimmt st\u00c3\u00a4ndig zu. Neurotoxizit\u00c3\u00a4t wurde als h\u00c3\u00a4ufigste toxische Wirkungsweise in europ\u00c3\u00a4ischen Oberfl\u00c3\u00a4chengew\u00c3\u00a4ssern identifiziert, und es wird gesch\u00c3\u00a4tzt, dass bis zu 30% aller kommerziell genutzten Substanzen neuroaktiv sein k\u00c3\u00b6nnen. Um die Auswirkungen dieser Chemikalien auf potenziell gef\u00c3\u00a4hrdete Organismen (z.B. 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