{"id":90693,"date":"2026-02-22T10:46:05","date_gmt":"2026-02-22T09:46:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20024-011\/"},"modified":"2026-02-22T10:46:05","modified_gmt":"2026-02-22T09:46:05","slug":"20024-011","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20024-011\/","title":{"rendered":"Risikobasierte Einsch\u00e4tzung wenig erforschter PFAS: Identifizierung,  Exposition und Auswirkung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Problemstellung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">PFAS (Per- und polyfluorierte Verbindungen) sind aufgrund ihrer Langlebigkeit, Toxizit\u00e4t, schnellen Ausbreitung im Wasser sowie Akkumulation in Nahrungsmitteln eine stetig wachsende Gefahr f\u00fcr die Umwelt und den Menschen. Die PFAS-Belastung ist zudem mit hohen Folgekosten verbunden. PFAS ist hierbei ein \u00dcberbegriff f\u00fcr diverse Strukturklassen mit verschiedenen Eigenschaften, welche sich in ihrer hohen Persistenz gleichen. Entsprechende Regulationen st\u00fctzen sich oft auf die Datenlage zu relativ wenigen, gut untersuchten PFAS. Die Gruppe der PFAS umfasst allerdings \u00fcber 4500 Chemikalien von denen nur ein geringer Teil regelm\u00e4\u00dfig in der Umwelt analysiert wird. Eine expositionsbasierte Risikoabsch\u00e4tzung ist daher nur f\u00fcr einen Bruchteil der produzierten PFAS m\u00f6glich. Diese Screening-L\u00fccke kann mittels des Messens von PFAS-Summenparametern festgestellt werden. Der Anteil an unerkl\u00e4rtem, organisch gebundenem Fluor kann hierbei bis zu 90% betragen und ist auch im menschlichen Blut messbar. Der Schutz von Mensch und Umwelt vor PFAS durch aktuelle Ma\u00dfnahmen ist somit vermutlich unvollst\u00e4ndig, da unbekannte PFAS nicht betrachtet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><strong>Projektbeschreibung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Promotionsprojekt hat daher zum Ziel, bisher unentdeckte oder nicht ausreichend untersuchte PFAS bez\u00fcglich ihrer Exposition und Wirkung zu bewerten.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Daf\u00fcr werden zuerst belastete Proben von diversen Kontaminationsquellen auf neue PFAS-Verbindungen untersucht, mit dem Ziel neue und wenig erforschte PFAS zu identifizieren (Arbeitspaket &#8211; AP1).<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um den unbekannten Anteil der PFAS in den Proben einzusch\u00e4tzen und deren Oxidationsverhalten bewerten zu k\u00f6nnen, soll ein TOP-Assay (PFAS-Summenparameter) etabliert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die belasteten Proben werden mittels eines Suspectscreening nach wenig erforschten, bekannten PFAS untersucht. Zudem sollen im Rahmen eines Non-Target-Screenings unbekannte PFAS ermittelt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Durch die Verwendung geeigneter chromatographischer Techniken (SFC, HILIC neben RPLC) werden hierbei auch polare, kurzkettige PFAS miterfasst.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Nach den so identifizierten PFAS wird dann im Umweltproben gesucht, um eine expositionsbasierte Einsch\u00e4tzung zu erm\u00f6glichen. Hierbei werden die PFAS nach ihrer detektierten H\u00e4ufigkeit und Konzentration priorisiert (AP2.2).<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Zus\u00e4tzlich werden wird der Bioabbau und die Biotransforamtion noch wenig untersuchter Klassen in biotischen Systemen untersucht (AP2.1).<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Transformation und Toxizit\u00e4t in h\u00f6heren Organismen wird dann f\u00fcr eine kleine Auswahl an hoch priorisierten PFAS untersucht, um deren Auswirkung auf den Menschen absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen (AP2.3). \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Daf\u00fcr werden toxikokinetische Versuche mit Zebrafischembryonen (ZFE) durchgef\u00fchrt. Um die Langzeitsch\u00e4den einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, werden Entwicklungs- und Neurotoxizit\u00e4tassays an ZFE getestet.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Abschlie\u00dfend wird eine Bilanz aus den Ergebnissen gezogen. Im Umweltscreening wurde die Exposition der unerforschten PFAS untersucht, welche dann mit den Daten zur Biotransformation und Toxizit\u00e4t verkn\u00fcpft werden k\u00f6nnen. Somit kann eine Priorisierung der untersuchten PFAS erstellt und eine entsprechende risikobasierte Regulation vorgeschlagen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Problemstellung PFAS (Per- und polyfluorierte Verbindungen) sind aufgrund ihrer Langlebigkeit, Toxizit\u00e4t, schnellen Ausbreitung im Wasser sowie Akkumulation in Nahrungsmitteln eine stetig wachsende Gefahr f\u00fcr die Umwelt und den Menschen. Die PFAS-Belastung ist zudem mit hohen Folgekosten verbunden. PFAS ist hierbei ein \u00dcberbegriff f\u00fcr diverse Strukturklassen mit verschiedenen Eigenschaften, welche sich in ihrer hohen Persistenz gleichen. 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