{"id":58082,"date":"2026-10-23T12:46:25","date_gmt":"2026-10-23T10:46:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20023-040\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:27","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:27","slug":"20023-040","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20023-040\/","title":{"rendered":"Biotechnologische Aufwertung von Ligninmonomeren zur Gewinnung von chiralen Phenol-Derivaten durch Vanillylalkohol-Oxidasen"},"content":{"rendered":"<p>Aromatische Verbindungen finden vielerlei Anwendung in unserem allt\u00c3\u00a4glichen Leben, werden aber bis heute ausschlie\u00c3\u0178lich aus fossilen Quellen gewonnen. Gleichzeitig nimmt Nachhaltigkeit eine immer gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ere Rolle in unserer Gesellschaft ein, wodurch bereits Alternativen zu vielen fossilen Quellen nutzbar gemacht wurden. Auch einige Plattformchemikalien konnten bereits ersetzt werden, aromatische Verbindungen allerdings noch nicht. Allerdings bietet die Natur f\u00c3\u00bcr diese Verbindungen bereits eine nachwachsende Quelle, das Lignin, welches ein komplexes Biopolymer ist und als Bestandteil der Lignocellulose in Pflanzen zu finden ist. Da es als Biopolymer nur schlecht zu verwenden ist, gab es bereits einige Bestrebungen die Monomere des Lignins zug\u00c3\u00a4nglich zu machen. Besonders nennenswert sind dabei Lignin-First-Methoden, mit welchen eine kleine Auswahl an aromatischen Verbindungen selektiv aus dem Biopolymer gewonnen werden k\u00c3\u00b6nnen. So k\u00c3\u00b6nnen beispielsweise mittels reduktiver katalytischer Fraktionierung <em>p<\/em>-Alkylphenol-Derivate gewonnen werden. An dieser Stelle soll meine Arbeit ansetzen, indem durch die Verwendung von Vanillylalkohol-Oxidasen (VAOs) ein biotechnologischer Ansatz entwickelt werden soll, welche eine selektive Funktionalisierung dieser Verbindungen erlaubt und so das Repertoire an verf\u00c3\u00bcgbaren Verbindungen aus Lignin erweitert, welche dann als Synthesebausteine f\u00c3\u00bcr Pharmazeutika, Geschmacksstoffe oder \u00c3\u201ehnlichen eingesetzt werden k\u00c3\u00b6nnen. VAOs stellen hierbei als Biokatalysator einen guten Ausgangspunkt dar, denn durch sie sind beispielsweise stereo- und regio-selektive Oxyfunktionalisierungen m\u00c3\u00b6glich. Auch kann die Reaktivit\u00c3\u00a4t der VAOs durch rationales Design gesteuert werden. Als Grundlage f\u00c3\u00bcr das rationale Design sollen einige neue VAOs charakterisiert werden, f\u00c3\u00bcr welche dann Sequenz-Aktivit\u00c3\u00a4tsbeziehungen beschrieben werden sollen. Ziel ist es, eine Auswahl an Enzymvarianten zu schaffen, welche die gezielten Funktionalisierungen von <em>p<\/em>-Alkylphenol-Derivaten erlauben und wiederum in Kaskaden mit anderen Enzymen eingesetzt werden k\u00c3\u00b6nnen. Final soll die Anwendbarkeit durch einige Upscalings demonstriert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aromatische Verbindungen finden vielerlei Anwendung in unserem allt\u00c3\u00a4glichen Leben, werden aber bis heute ausschlie\u00c3\u0178lich aus fossilen Quellen gewonnen. Gleichzeitig nimmt Nachhaltigkeit eine immer gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ere Rolle in unserer Gesellschaft ein, wodurch bereits Alternativen zu vielen fossilen Quellen nutzbar gemacht wurden. Auch einige Plattformchemikalien konnten bereits ersetzt werden, aromatische Verbindungen allerdings noch nicht. 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