{"id":53486,"date":"2026-01-27T10:50:57","date_gmt":"2026-01-27T09:50:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/06000-463\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:58","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:58","slug":"06000-463","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/06000-463\/","title":{"rendered":"Natur als Bedeutung. Von einer Theorie des Organismus zu einer Semiotik der Natur"},"content":{"rendered":"<p>Natur als Bedeutung. Von einer Theorie des Organismus zu einer Semiotik der NaturIn ?Natur als Bedeutung? versuche ich, den Wert von Natur (und von Natursch\u00f6nem) aus einer der holistischen Biologie verpflichteten Organismustheorie zu begr\u00fcnden. Schl\u00fcsselbegriff ist dabei der semiotische Terminus ?Bedeutung?: Ich verstehe ein Lebewesen als ein komplexes System, dessen Wahrnehmung und Verhalten sich \u00fcber Bedeutungen vermitteln. Lebewesen stellen durch die Art ihres Existierens Bedeutungen her, in denen sich ihnen die Welt erschlie\u00dft. Die wahrgenommene Welt ist ein biologisches Konstrukt; seine Gestalt h\u00e4ngt von der Bedeutung \u00e4u\u00dferer Einwirkungen auf den biologischen Existenzvollzug ab. Kognition ist immer Semiose. Die Theorie biologischer Kognition kann damit als Biosemiotik formuliert werden.Weil Bedeutungen \u00e4sthetisch, n\u00e4mlich sinnlich-k\u00f6rperlich vermittelt sind, und weil an ihrer Struktur die k\u00f6rperliche Konstitution sich selbst inne zu werden vermag, eignet der Welt eine prim\u00e4re, auf den Selbstvollzug des Organischen gem\u00fcnzte Bedeutungshaftigkeit. Diese findet sich in allen Erzeugnissen der Natur als in ihrer verk\u00f6rperten Manifestation gleichsam eingefroren wieder: Lebewesen sind \u00e4sthetisch, morphologisch Spiegel existentieller Bedeutungen, also der allem Organischen eigenen conditio vitae.  Diese These trifft sich mit der neuerlich immer st\u00e4rker hervortretenden Beobachtung, da\u00df die prim\u00e4ren Metaphern der Kultur eine k\u00f6rperliche Komponente aufweisen, die aus ihrem Verst\u00e4ndnis nicht ausgeklammert werden kann.Natur, so mein Fazit, l\u00e4\u00dft die conditio humana als Teil der conditio vitae transparent werden. Natur bedeutet auch unser Wesen in seiner organischen Verfa\u00dftheit. Diese Bedeutsamkeit k\u00f6nnte als Argument in einer wiederer\u00f6ffneten \u00f6koethischen Debatte dienen: die Erfahrung von Natur ist unabdingbar f\u00fcr eine tiefe Selbsterfahrung als biosemiotisch verfa\u00dftes Wesen. das Ganze als Buch:Andreas Weber (2003): Natur als Bedeutung. Versuch einer semiotischen Theorie des Lebendigen. W\u00fcrzburg: K\u00f6nigshausen und Neumann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Natur als Bedeutung. Von einer Theorie des Organismus zu einer Semiotik der NaturIn ?Natur als Bedeutung? versuche ich, den Wert von Natur (und von Natursch\u00f6nem) aus einer der holistischen Biologie verpflichteten Organismustheorie zu begr\u00fcnden. Schl\u00fcsselbegriff ist dabei der semiotische Terminus ?Bedeutung?: Ich verstehe ein Lebewesen als ein komplexes System, dessen Wahrnehmung und Verhalten sich \u00fcber [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-53486","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"06000\/463","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Weber","dbu_stipendiaten_vorname":"Andreas","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"1998-08-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2001-04-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"","dbu_stipendiaten_betreuer":"","dbu_stipendiaten_email_dienst":"frankandreasweber@gmx.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53486","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53486\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59498,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53486\/revisions\/59498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53486"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53486"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}