{"id":53434,"date":"2026-01-27T10:50:51","date_gmt":"2026-01-27T09:50:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/06000-609\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:52","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:52","slug":"06000-609","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/06000-609\/","title":{"rendered":"Kooperation zur partizipativen Zielfindung bei regionalen Agrarumweltproblemen"},"content":{"rendered":"<p>Kooperation zur partizipativen Zielfindung bei regionalen AgrarumweltproblemenPartizipation f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft Analyse der Einflussfaktoren auf die Entscheidungsprozesse in Agrar-Umwelt-Foren aus institutionen\u00f6komischer und gruppensoziologischer PerspektiveZusammenfassungZiel der Arbeit ist es, die Zusammenh\u00e4nge zwischen internen Prozessen im Partizipationsverfahren und den etablierten lokalen Institutionen  im Umgang mit den jeweiligen Umweltressourcen aufzuzeigen.Die vorliegende Untersuchung foccusiert auf ein Partizipationsverfahren und untersucht verschiedene Faktoren, die Einfluss auf die Entscheidungsfindung haben k\u00f6nnen und wie sich die Wirkungen erkl\u00e4ren lassen. Gegenstand der Untersuchung ist ein spezifisches Partizipationsverfahren: Das Agrar-Umwelt-Forum. In diesen Foren kamen verschiedene Akteursgruppen (z.B. Landwirte, Umwelt- und Natursch\u00fctzer, Amtsvertretern) auf regionaler Ebene zusammen, um miteinander \u00fcber L\u00f6sungen f\u00fcr Agrarumweltprobleme zu diskutieren und regional angepasste Agrarumweltprogramme vorschlagen. Das durch eine interdisziplin\u00e4re Gruppe von Wissenschaftlern initiierte und organisierte Forum wurde in zwei Regionen Brandenburgs ins Leben gerufen und bis zum Jahr 2002 organisiert. In beiden Foren wurde gemeinsam mit den Teilnehmern Projektskizzen entwickelt, deren Vorschl\u00e4ge jedoch nicht durch die entsprechenden Beh\u00f6rden umgesetzt wurden. Die Mehrheit der befragten Akteure zeigten sich nach Abschluss des Projektes mit verschiedenen Aspekten des Projektes unzufrieden.Zur Untersuchung der externen und internen Zusammenh\u00e4nge verschiedener Einfl\u00fcsse auf die Partizipationsergebnisse wurde ein Analyserahmen entwickelt, der sowohl Einflussfaktoren identifiziert, die sich aus gruppensoziologischen Annahmen ergeben (u.a. Charakteristika der Teilnehmer, die Gruppenzusammensetzung und die Prozessgestaltung) und solche, die aus institutionentheoretischer Perspektive relevant sind f\u00fcr das entstehen neuer bzw. f\u00fcr die Persistenz etablierter Institutionen (u.a. physische und materielle Bedingungen der behandelten Umweltprobleme, Kennzeichen der Kultur und formale und informelle Verf\u00fcgungsrechte). Aus diesem Analyserahmen wurde ein umfangreicher Indikatorenkatalog entwickelt, der als Grundlage zur qualitativen empirischen Untersuchung der Fallstudien diente. Zur Erhebung der empirischen Daten f\u00fchrte ich Beobachtungen, Dokumentenanalysen und leitfadengest\u00fctzte Intensivinterviews durch. Um beide Foren miteinander vergleichen zu k\u00f6nnen entwickelte ich Beschreibungsmerkmale der Foren: Teilnehmer und Repr\u00e4sentativit\u00e4t, Arbeitsroutinen (Art der Themenauswahl, Inhalte der Diskussionsstruktur, Art der Entscheidungsfindungen) Gruppenprozesse (Sprachangleichung, Diskussionskultur, Gruppenphase, Konfomit\u00e4tsdruck), formale (Pl\u00e4ne, Projekte, Ma\u00dfnahmen) und informelle Ergebnisse (Lerneffekte, Gruppenzufriedenheit). Die Analyse der Fallbeispiele zeigt deutlich, dass die untersuchten gesellschaftlich etablierten Institutionen und hier insbesondere ?Ideologien? der Teilnehmer einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse des Forums aus\u00fcbten. In den untersuchten Fallbeispielen haben vermutlich wesentlich die unzureichende Beachtung der negativen Vertrauensverh\u00e4ltnisse zwischen Akteuren der Landwirtschaft und des Umweltschutzes, sowie zur konstitutionellen Ebene und negative Erfahrungen mit Partizipationsprozessen, ebenso die unzureichende Ber\u00fccksichtigung und Einbindung der P\u00e4chter\/Verp\u00e4chter Verh\u00e4ltnisse und der informellen Verf\u00fcgungsrechtsstrukturen, die komplexen und spezifischen Eigenschaften der Umweltprobleme und schlie\u00dflich die sehr hoch gesteckten Erwartungen des Projektmanagements (dass die Projektergebnisse tats\u00e4chlich finanziert werden k\u00f6nnen) dazu gef\u00fchrt, dass die gew\u00e4hlten Aufgaben und Zielstellungen nicht den F\u00e4higkeiten bzw. dem Anspruch der Gruppe gen\u00fcgten und der Informationsaustausch nur unzureichend organisiert werden konnte. Aus gruppensoziologischer Perspektive gewann unter den externen und internen Prozessmerkmalen der Status der Teilnehmer sowie stereotypische Einstellungen gegen\u00fcber den Gruppenteilnehmern einen hohen Einfluss auf den Konformit\u00e4tsdruck in der Gruppe und f\u00fchrte so nur zu suboptimalen Gruppenergebnissen. F\u00fcr zuk\u00fcnftige Partizipationsprojekte bedeuten diese Untersuchungsergebnisse u.a., dass die Aufgaben und Ziele der Partizipation so zu w\u00e4hlen sind, dass sie die vorgefundenen institutionellen Strukturen angemessen ber\u00fccksichtigen. In meiner Arbeit habe ich hierzu einige Vorschl\u00e4ge entwickelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kooperation zur partizipativen Zielfindung bei regionalen AgrarumweltproblemenPartizipation f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft Analyse der Einflussfaktoren auf die Entscheidungsprozesse in Agrar-Umwelt-Foren aus institutionen\u00f6komischer und gruppensoziologischer PerspektiveZusammenfassungZiel der Arbeit ist es, die Zusammenh\u00e4nge zwischen internen Prozessen im Partizipationsverfahren und den etablierten lokalen Institutionen im Umgang mit den jeweiligen Umweltressourcen aufzuzeigen.Die vorliegende Untersuchung foccusiert auf ein Partizipationsverfahren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-53434","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"06000\/609","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Arzt","dbu_stipendiaten_vorname":"Katja","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2001-08-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2004-12-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin<br>Institut f\u00fcr Wirtschafts- und Sozialwissenschaften<br>des Landbaus","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Konrad Hagedorn","dbu_stipendiaten_email_dienst":"katja.arzt@pedon.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53434","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53434\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59446,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53434\/revisions\/59446"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53434"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53434"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53434"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}