{"id":53434,"date":"2026-10-23T12:52:42","date_gmt":"2026-10-23T10:52:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/06000-609\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:42","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:42","slug":"06000-609","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/06000-609\/","title":{"rendered":"Kooperation zur partizipativen Zielfindung bei regionalen Agrarumweltproblemen"},"content":{"rendered":"<p>Kooperation zur partizipativen Zielfindung bei regionalen AgrarumweltproblemenPartizipation f\u00c3\u00bcr eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft Analyse der Einflussfaktoren auf die Entscheidungsprozesse in Agrar-Umwelt-Foren aus institutionen\u00c3\u00b6komischer und gruppensoziologischer PerspektiveZusammenfassungZiel der Arbeit ist es, die Zusammenh\u00c3\u00a4nge zwischen internen Prozessen im Partizipationsverfahren und den etablierten lokalen Institutionen  im Umgang mit den jeweiligen Umweltressourcen aufzuzeigen.Die vorliegende Untersuchung foccusiert auf ein Partizipationsverfahren und untersucht verschiedene Faktoren, die Einfluss auf die Entscheidungsfindung haben k\u00c3\u00b6nnen und wie sich die Wirkungen erkl\u00c3\u00a4ren lassen. Gegenstand der Untersuchung ist ein spezifisches Partizipationsverfahren: Das Agrar-Umwelt-Forum. In diesen Foren kamen verschiedene Akteursgruppen (z.B. Landwirte, Umwelt- und Natursch\u00c3\u00bctzer, Amtsvertretern) auf regionaler Ebene zusammen, um miteinander \u00c3\u00bcber L\u00c3\u00b6sungen f\u00c3\u00bcr Agrarumweltprobleme zu diskutieren und regional angepasste Agrarumweltprogramme vorschlagen. Das durch eine interdisziplin\u00c3\u00a4re Gruppe von Wissenschaftlern initiierte und organisierte Forum wurde in zwei Regionen Brandenburgs ins Leben gerufen und bis zum Jahr 2002 organisiert. In beiden Foren wurde gemeinsam mit den Teilnehmern Projektskizzen entwickelt, deren Vorschl\u00c3\u00a4ge jedoch nicht durch die entsprechenden Beh\u00c3\u00b6rden umgesetzt wurden. Die Mehrheit der befragten Akteure zeigten sich nach Abschluss des Projektes mit verschiedenen Aspekten des Projektes unzufrieden.Zur Untersuchung der externen und internen Zusammenh\u00c3\u00a4nge verschiedener Einfl\u00c3\u00bcsse auf die Partizipationsergebnisse wurde ein Analyserahmen entwickelt, der sowohl Einflussfaktoren identifiziert, die sich aus gruppensoziologischen Annahmen ergeben (u.a. Charakteristika der Teilnehmer, die Gruppenzusammensetzung und die Prozessgestaltung) und solche, die aus institutionentheoretischer Perspektive relevant sind f\u00c3\u00bcr das entstehen neuer bzw. f\u00c3\u00bcr die Persistenz etablierter Institutionen (u.a. physische und materielle Bedingungen der behandelten Umweltprobleme, Kennzeichen der Kultur und formale und informelle Verf\u00c3\u00bcgungsrechte). Aus diesem Analyserahmen wurde ein umfangreicher Indikatorenkatalog entwickelt, der als Grundlage zur qualitativen empirischen Untersuchung der Fallstudien diente. Zur Erhebung der empirischen Daten f\u00c3\u00bchrte ich Beobachtungen, Dokumentenanalysen und leitfadengest\u00c3\u00bctzte Intensivinterviews durch. Um beide Foren miteinander vergleichen zu k\u00c3\u00b6nnen entwickelte ich Beschreibungsmerkmale der Foren: Teilnehmer und Repr\u00c3\u00a4sentativit\u00c3\u00a4t, Arbeitsroutinen (Art der Themenauswahl, Inhalte der Diskussionsstruktur, Art der Entscheidungsfindungen) Gruppenprozesse (Sprachangleichung, Diskussionskultur, Gruppenphase, Konfomit\u00c3\u00a4tsdruck), formale (Pl\u00c3\u00a4ne, Projekte, Ma\u00c3\u0178nahmen) und informelle Ergebnisse (Lerneffekte, Gruppenzufriedenheit). Die Analyse der Fallbeispiele zeigt deutlich, dass die untersuchten gesellschaftlich etablierten Institutionen und hier insbesondere ?Ideologien? der Teilnehmer einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse des Forums aus\u00c3\u00bcbten. In den untersuchten Fallbeispielen haben vermutlich wesentlich die unzureichende Beachtung der negativen Vertrauensverh\u00c3\u00a4ltnisse zwischen Akteuren der Landwirtschaft und des Umweltschutzes, sowie zur konstitutionellen Ebene und negative Erfahrungen mit Partizipationsprozessen, ebenso die unzureichende Ber\u00c3\u00bccksichtigung und Einbindung der P\u00c3\u00a4chter\/Verp\u00c3\u00a4chter Verh\u00c3\u00a4ltnisse und der informellen Verf\u00c3\u00bcgungsrechtsstrukturen, die komplexen und spezifischen Eigenschaften der Umweltprobleme und schlie\u00c3\u0178lich die sehr hoch gesteckten Erwartungen des Projektmanagements (dass die Projektergebnisse tats\u00c3\u00a4chlich finanziert werden k\u00c3\u00b6nnen) dazu gef\u00c3\u00bchrt, dass die gew\u00c3\u00a4hlten Aufgaben und Zielstellungen nicht den F\u00c3\u00a4higkeiten bzw. dem Anspruch der Gruppe gen\u00c3\u00bcgten und der Informationsaustausch nur unzureichend organisiert werden konnte. Aus gruppensoziologischer Perspektive gewann unter den externen und internen Prozessmerkmalen der Status der Teilnehmer sowie stereotypische Einstellungen gegen\u00c3\u00bcber den Gruppenteilnehmern einen hohen Einfluss auf den Konformit\u00c3\u00a4tsdruck in der Gruppe und f\u00c3\u00bchrte so nur zu suboptimalen Gruppenergebnissen. F\u00c3\u00bcr zuk\u00c3\u00bcnftige Partizipationsprojekte bedeuten diese Untersuchungsergebnisse u.a., dass die Aufgaben und Ziele der Partizipation so zu w\u00c3\u00a4hlen sind, dass sie die vorgefundenen institutionellen Strukturen angemessen ber\u00c3\u00bccksichtigen. In meiner Arbeit habe ich hierzu einige Vorschl\u00c3\u00a4ge entwickelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kooperation zur partizipativen Zielfindung bei regionalen AgrarumweltproblemenPartizipation f\u00c3\u00bcr eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft Analyse der Einflussfaktoren auf die Entscheidungsprozesse in Agrar-Umwelt-Foren aus institutionen\u00c3\u00b6komischer und gruppensoziologischer PerspektiveZusammenfassungZiel der Arbeit ist es, die Zusammenh\u00c3\u00a4nge zwischen internen Prozessen im Partizipationsverfahren und den etablierten lokalen Institutionen im Umgang mit den jeweiligen Umweltressourcen aufzuzeigen.Die vorliegende Untersuchung foccusiert auf ein Partizipationsverfahren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-53434","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"06000\/609","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Arzt","dbu_stipendiaten_vorname":"Katja","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2001-08-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2004-12-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Humboldt-Universit\u00c3\u00a4t zu Berlin<br>Institut f\u00c3\u00bcr Wirtschafts- und Sozialwissenschaften<br>des Landbaus","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Konrad Hagedorn","dbu_stipendiaten_email_dienst":"katja.arzt@pedon.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53434","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53434\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59446,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53434\/revisions\/59446"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53434"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53434"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53434"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}