{"id":53405,"date":"2026-01-27T10:50:49","date_gmt":"2026-01-27T09:50:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/06000-685\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:50","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:50","slug":"06000-685","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/06000-685\/","title":{"rendered":"Kombinierte Freiland- und Laboruntersuchung zur Wirkung endokriner Schadstoffe auf Fische"},"content":{"rendered":"<p>Wirkung endokriner Schadstoffe auf FischeHormonaktive Substanzen gelangen \u00fcber Kl\u00e4ranlagenabl\u00e4ufe in die Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser und k\u00f6nnen dort bei Fischen negative Einfl\u00fcsse auf Geschlechterverh\u00e4ltnis, Entwicklung und Reproduktion aus\u00fcben. In dieser Studie wurde im Anschluss an eine Optimierung zwei In vitro-Biotests (Yeast Estrogen Screen, Prim\u00e4rhepatocyten der Regenbogenforelle, Oncorhynchus mykiss) beispielhaft an drei Standorten (2 Kl\u00e4ranlagen sowie Rhein bei Worms) in Kombination mit einem weiteren Biotest (ER Luciferase Assay) mit In situ-Befunden an exponierten Regenbogenforellen und mit chemischer Analytik verglichen. Vielfach ist die hormonelle Wirkung von Einzelsubstanzen auf Fische nicht bekannt, so dass parallel hierzu ein Fischtestsystem (sogenannter Gonadal Recrudescence Assay) mit der Dickkopfelritze (Pimephales promelas) anhand zweier bekannter hormonaktiver Referenzchemikalien (Ethinylestradiol, EE2; Methyltestosteron, MT) etabliert wurde. Abschlie\u00dfend wurde das Fischtestsystem hinsichtlich seiner Empfindlichkeit bei Freilandversuchen untersucht. Nach der Optimierung der In vitro-Biotests im Bereich der Umwelt\u00fcberwachung, konnte im Freiland eine gute Korrelation innerhalb der einzelnen Testsysteme und zur chemischen Analytik festgestellt werden. So zeigten sowohl die beiden Kl\u00e4ranlagenausl\u00e4ufe als auch der Rhein biologisch wirksame Konzentrationen an \u00f6strogen aktiven Substanzen. Beim Fischtestsystem zeigte sich f\u00fcr EE2 eine Wirkungsgrenze von 1 ng\/L auf Gonaden, Tuberkelzahl, Plasmavitellogenin und Leberultrastruktur m\u00e4nnlicher Fische. Bei MT lag die Wirkungsgrenze bei 0,1 \u00b5g\/L (weibliche Gonaden). Einfl\u00fcsse auf die Befruchtungsrate zeigten sich ab 10 ng\/L (EE2) bzw. 5 \u00b5g\/L (MT). Bei abwasserexponierten Dickkopfelritzen zeigte sich ein \u00f6strogener Einfluss in Form einer reduzierten Tuberkelzahl, eines Anstiegs im Plasmavitellogenin-Gehalt, nekrotischer Spermatogonien bei M\u00e4nnchen sowie schnellerer Gonadenreifung bei den Weibchen. Online-Zugriff auf die Dissertation unter: www.ub.uni-heidelberg.de\/archiv\/3036<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirkung endokriner Schadstoffe auf FischeHormonaktive Substanzen gelangen \u00fcber Kl\u00e4ranlagenabl\u00e4ufe in die Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser und k\u00f6nnen dort bei Fischen negative Einfl\u00fcsse auf Geschlechterverh\u00e4ltnis, Entwicklung und Reproduktion aus\u00fcben. 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