{"id":53379,"date":"2026-10-23T12:52:37","date_gmt":"2026-10-23T10:52:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20000-028\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:38","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:38","slug":"20000-028","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20000-028\/","title":{"rendered":"Resistenz adulter und juveniler Regenbogenforellen gegen\u00c3\u00bcber Fisch-Pathogenen: Grundlagenuntersuchungen zur vermuteten Kl\u00c3\u00a4ranlagenausfluss-induzierten Immunsuppression bei Salmoniden"},"content":{"rendered":"<p>Resistenz von Bach- und Regenbogenforellen gegen\u00fcber Fisch-PathogenenMit zunehmender Belastung der Oberfl\u00c3\u00a4chengew\u00c3\u00a4sser mit einer Vielzahl chemischer Substanzen, meist anthropogenen Ursprungs konnten in den letzten Jahren vermehrt Sch\u00c3\u00a4digungen von aquatischen Organismen beobachtet werden. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht mehr unbedingt akut toxische Effekte, die bei h\u00c3\u00b6heren Stoffkonzentrationen hervorgerufen werden, sondern systemische Effekte, die auf chronische Exposition mit geringeren Substanzmengen zur\u00c3\u00bcckgef\u00c3\u00bchrt werden k\u00c3\u00b6nnen. Hierbei ist auch zu beachten, dass meist eine komplexe Mischung verschiedenster Substanzen vorliegt, die entweder \u00c3\u00bcber einen gemeinsamen Mechanismus wirken oder den Organismus gleichzeitig \u00c3\u00bcber verschiedene Mechanismen beeintr\u00c3\u00a4chtigen k\u00c3\u00b6nnen. In den letzten Jahren wurden vor allem Eingriffe endokrin aktiver Substanzen in das Hormonsystem f\u00c3\u00bcr die Beeintr\u00c3\u00a4chtigung von Organismen und ganzen Populationen verantwortlich gemacht. Zunehmend werden beobachtete Sch\u00c3\u00a4den bei aquatischen Spezies allerdings auch auf eine Beeinflussung des Immunsystems zur\u00c3\u00bcckgef\u00c3\u00bchrt. Die Komplexizit\u00c3\u00a4t hormoneller und immunologischer Mechanismen in Vertebraten erschwert die Absch\u00c3\u00a4tzung der Effekte auf den Organismus, die bei Exposition mit Xenobiotika auftreten k\u00c3\u00b6nnen. Vor allem Hormone, speziell \u00c3\u2013strogene, beeinflussen eine Vielzahl physiologischer Funktionen. \u00c3\u201ehnlich wie f\u00c3\u00bcr das Hormonsystem ist auch bei einem Eingriff in das Immunsystem mit Sch\u00c3\u00a4digung mehrerer Funktionen im Organismus zu rechnen. Neben erh\u00c3\u00b6hter Anf\u00c3\u00a4lligkeit immunologisch gesch\u00c3\u00a4digter Tiere gegen\u00c3\u00bcber Pathogenen werden auch vermehrt Organsch\u00c3\u00a4den und eine erh\u00c3\u00b6hte Tumorinzidenz beobachtet. Die Kooperation mit dem Forest Research Institut in Rotorua, Neuseeland erm\u00c3\u00b6glichte die Durchf\u00c3\u00bchrung einer Langzeit-in vivo-Studie. In einer entsprechenden Versuchsanlage konnten Forellen mit Kl\u00c3\u00a4ranlagenausfl\u00c3\u00bcssen der kommunalen Kl\u00c3\u00a4ranlage exponiert werden. Neben einer umfassenden Untersuchung des Immunstatus exponierter Tiere im Vergleich zu Kontrolltieren wurden weiter Belastungsversuche mit inaktiven Fisch-Pathogenen durchgef\u00c3\u00bchrt, sowie Effekte auf das endokrine System und Reproduktionsparameter untersucht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Resistenz von Bach- und Regenbogenforellen gegen\u00fcber Fisch-PathogenenMit zunehmender Belastung der Oberfl\u00c3\u00a4chengew\u00c3\u00a4sser mit einer Vielzahl chemischer Substanzen, meist anthropogenen Ursprungs konnten in den letzten Jahren vermehrt Sch\u00c3\u00a4digungen von aquatischen Organismen beobachtet werden. 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