{"id":53340,"date":"2026-01-27T10:50:42","date_gmt":"2026-01-27T09:50:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20001-139\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:43","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:43","slug":"20001-139","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20001-139\/","title":{"rendered":"Vergleichende Untersuchungen zu den Folgewirkungen von Klima- und Landnutzungs\u00e4nderungen auf den Wasserhaushalt in Flusseinzugsgebieten"},"content":{"rendered":"<p>Klima- und Landnutzungs\u00e4nderungen in der LandwirtschaftIm Zusammenhang mit dem globalen Klimawandel konnten im 20.Jahrhundert f\u00fcr Teile Ostdeutschlands eine Erh\u00f6hung der Temperatur und der R\u00fcckgang der Sommerniederschl\u00e4ge registriert werden. Aufgrund der klimatisch-hydrologischen Situation und des sich seit 1990 vollziehenden Landnutzungswandels lassen sich daraus speziell f\u00fcr Sachsen-Anhalt tief greifende hydrologische Konsequenzen erwarten. Die Folgewirkungen klimatischer Ver\u00e4nderungen auf den regionalen Wasserhaushalt wurden f\u00fcr die Flusseinzugsgebiete der Wipper (Harz) und Querne\/Weida (\u00d6stliches Harzvorland) untersucht. Anhand eines vergleichenden Ansatzes lie\u00dfen sich die Sensitivit\u00e4t von Landschaftsr\u00e4umen unterschiedlicher nat\u00fcrlicher Ausstattung und Landnutzung gegen\u00fcber Klimaver\u00e4nderungen analysieren und besondere Problemregionen identifizieren, die hinsichtlich der Wasserverf\u00fcgbarkeit ein ausgesprochen hohes Konfliktpotenzial aufweisen. Diesbez\u00fcglich wurde vorrangig auf das Beispiel der Wiederentstehung des ehemaligen Salzigen Sees orientiert. Die Umsetzung der vielf\u00e4ltigen Zielstellungen der Arbeit konnte durch die integrative Anwendung eines weiten Methodenspektrums realisiert werden. Hierzu z\u00e4hlten die Erstellung hydrologischer Modelle, die Integration und eigene Entwicklung regionaler Klimaszenarien sowie die Absch\u00e4tzung der Bilanzsicherheit des Salzigen Sees anhand eines eigens entwickelten Wasserbilanzmodells. Ein wesentliches Ergebnis der Arbeit ist die Erkenntnis, dass die nat\u00fcrlichen Voraussetzungen ma\u00dfgeblich die Empfindlichkeit gegen\u00fcber klimatischen Ver\u00e4nderungen steuern und die hydrologische Sensibilit\u00e4t in den Gebieten zunimmt, die bereits gegenw\u00e4rtig eine geringe Wasserverf\u00fcgbarkeit aufweisen. Dies gilt in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr den Salzigen See, f\u00fcr den dringender Handlungsbedarf hinsichtlich der Sicherung von Wasserbilanzstabilit\u00e4t und Gew\u00e4sserqualit\u00e4t in l\u00e4ngeren Trockenperioden besteht. Langfristig ist durch eine Klimaver\u00e4nderung von einer existenziellen Gef\u00e4hrdung des Gew\u00e4ssers und seines Abflusses auszugehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klima- und Landnutzungs\u00e4nderungen in der LandwirtschaftIm Zusammenhang mit dem globalen Klimawandel konnten im 20.Jahrhundert f\u00fcr Teile Ostdeutschlands eine Erh\u00f6hung der Temperatur und der R\u00fcckgang der Sommerniederschl\u00e4ge registriert werden. Aufgrund der klimatisch-hydrologischen Situation und des sich seit 1990 vollziehenden Landnutzungswandels lassen sich daraus speziell f\u00fcr Sachsen-Anhalt tief greifende hydrologische Konsequenzen erwarten. 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