{"id":53320,"date":"2026-10-23T12:52:36","date_gmt":"2026-10-23T10:52:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20001-177\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:36","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:36","slug":"20001-177","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20001-177\/","title":{"rendered":"StSP Ostsee: Eutrophierungsquellen f\u00c3\u00bcr die K\u00c3\u00bcstengew\u00c3\u00a4sser der s\u00c3\u00bcdlichen Ostsee: Untersuchungen anhand der stabilen Isotope von Stickstoff und Sauerstoff im Nitrat"},"content":{"rendered":"<p>Einfluss diffuser N-Eintr\u00e4ge im K\u00fcstenbereichAuswirkungen von Eutrophierung zeigen sich besonders in K\u00c3\u00bcstengebieten aller Weltmeere und werden durch die menschlichen N\u00c3\u00a4hrstoffeintr\u00c3\u00a4ge in Fl\u00c3\u00bcsse und die Luft verursacht. Besonders die Ostsee, die von industrialisierten L\u00c3\u00a4ndern umgeben ist und in deren Einzugsgebiet 85 Millionen Menschen leben, leidet unter dem Anstieg der N\u00c3\u00a4hrstoffkonzentrationen. Vermehrt werden Algenbl\u00c3\u00bcten und Sauerstoffmangel im Bodenwasser in den letzten Jahrzehnten beobachtet, die zum Absterben von Bodentieren f\u00c3\u00bchren. Anstrengungen zur Verminderung der Eintr\u00c3\u00a4ge wurden besonders an sogenannten Punktquellen wie Industrieunternehmen und Siedlungen vorgenommen. Der politische Umbruch in Osteuropa erm\u00c3\u00b6glichte dann weitere internationale Ma\u00c3\u0178nahmen zum Bau von Kl\u00c3\u00a4rwerken etc. Aus diesen Gr\u00c3\u00bcnden zeigt sich eine abnehmende Tendenz in den eingeleiteten N\u00c3\u00a4hrstoffen, die zu einem Stillstand gekommen zu sein scheint. Die andere Quelle der N\u00c3\u00a4hrstoffe sind diffuse Eintr\u00c3\u00a4ge von Bodenabfl\u00c3\u00bcssen ged\u00c3\u00bcngter Felder, von Gr\u00c3\u00bcnland und aus Niederschl\u00c3\u00a4gen, die wesentlich schwerer zu kontrollieren sind.Die vorgestellte Promotionsarbeit widmet sich der differenzierten Betrachtung dieser diffusen Eintr\u00c3\u00a4ge und ihrer Rolle f\u00c3\u00bcr die Eutrophierung von K\u00c3\u00bcstengew\u00c3\u00a4ssern. In Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00c3\u00bcr Ostseeforschung (IOW), dem Landesamt f\u00c3\u00bcr Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG, G\u00c3\u00bcstrow) und dem Staatlichen Amt f\u00c3\u00bcr Umwelt und Natur (StAUN, Rostock) soll das Nitrat in Drainagen, im Niederschlag, im Grundwasser und im Zufluss zur Ostsee untersucht werden. Modellregion hierf\u00c3\u00bcr ist die Warnow, der zweitgr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178te Fluss Mecklenburg-Vorpommerns, an dessen M\u00c3\u00bcndung Rostock mit fast 200.000 Einwohnern liegt. Rostock bezieht sein gesamtes Trinkwasser aus der Warnow. Durch die Analyse des Stickstoffs und Sauerstoffs im Nitrat und der stabilen isotopischen Zusammensetzung der Elemente soll eine Aussage \u00c3\u00bcber die Quellen erm\u00c3\u00b6glicht werden. Stabile Isotope kommen nat\u00c3\u00bcrlich in fast jedem Element vor, wobei das schwere Isotop nur in Spuren vorhanden ist. Moderne Analysemethoden erlauben jedoch eine sehr genaue Messung der Zusammensetzung der stabilen Isotope im Stickstoff (15N, 14N) und Sauerstoff (18O,16O). Nitrat aus unterschiedlichen Quellen z.B. aus D\u00c3\u00bcnger, dem Bodenablauf und aus Regen ist voneinander zu unterscheiden, wenn man die isotopische Zusammensetzung bestimmt. In der Arbeit sollen Quellensignale identifiziert, m\u00c3\u00b6gliche Modifizierungen erfasst und daraus der Einfluss diffuser Eintr\u00c3\u00a4ge im K\u00c3\u00bcstenbereich quantifiziert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einfluss diffuser N-Eintr\u00e4ge im K\u00fcstenbereichAuswirkungen von Eutrophierung zeigen sich besonders in K\u00c3\u00bcstengebieten aller Weltmeere und werden durch die menschlichen N\u00c3\u00a4hrstoffeintr\u00c3\u00a4ge in Fl\u00c3\u00bcsse und die Luft verursacht. Besonders die Ostsee, die von industrialisierten L\u00c3\u00a4ndern umgeben ist und in deren Einzugsgebiet 85 Millionen Menschen leben, leidet unter dem Anstieg der N\u00c3\u00a4hrstoffkonzentrationen. 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