{"id":53304,"date":"2026-02-09T10:50:21","date_gmt":"2026-02-09T09:50:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20001-213\/"},"modified":"2026-02-09T10:50:21","modified_gmt":"2026-02-09T09:50:21","slug":"20001-213","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20001-213\/","title":{"rendered":"StSP Ostsee: Untersuchungen zur Entwicklung von \u00d6kotypen in dem Cyanobakterium Microcoleus chthonoplastes entlang des Salinit\u00e4tsgradienten der Ostsee"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6kotypen von Microcoleus chthonoplastes\u00d6kotypenbildung im Cyanobakterium Microcoleus chthonoplastes entlang des Salzgehaltgradienten der OstseeKathrin WitteInstitut f\u00fcr Aquatische \u00d6kologie der Universit\u00e4t Rostock, Albert-Einstein-Str. 3, 18055 Rostock, Tel.: 0381\/4986095Kathrin.witte@stud.uni-rostock.deMicrocoleus chthonoplastes ist einer der wichtigsten Vertreter mikrobieller Matten. Allgemein versteht man unter Mikrobenmatten eine vertikal geschichtete Gemeinschaft aus oxygenen photoautotrophen Cyanobakterien und anoxygenen photoautotrophen, methanogenen, schwefeloxidierenden und sulfatreduzierenden Bakterien. Mikrobielle Matten entwickeln sich h\u00e4ufig in Habitaten, in denen aufgrund gro\u00dfer Variabilit\u00e4ten abiotischer Parameter (Salinit\u00e4t, Trockenheit, Temperatur, N\u00e4hrstoffverf\u00fcgbarkeit) die Ansiedlung h\u00f6herer Pflanzengesellschaften verhindert wird. In derart extremen Lebensr\u00e4umen spielen Cyanobakterien als Pionierorganismen eine entscheidende Rolle. Die Prim\u00e4rproduktion der Cyanobakterien f\u00fchrt zur Versorgung und Anreicherung organischen Materials im Sediment, welches als Hauptnahrungsquelle aller heterotrophen Organismen in der Mikrobenmatte dient, womit letztendlich die weitere Mattenentwicklung m\u00f6glich ist. Durch die Produktion extrazellul\u00e4rer polymerer Substanzen ist Microcoleus chthonoplastes in der Lage sich an das Sediment anzuheften und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Sedimentverfestigung. Erste \u00f6kophysiologische und biochemische Untersuchungen von KARSTEN (1996) zur Salzanpassung an Isolaten des Cyanobakteriums Microcoleus chthonoplastes unterschiedlicher geographischer Herkunft deuten auf eine Entwicklung von \u00d6kotypen als eine Funkftion des Salzgehaltes hin.Der Begriff \u00d6kotyp wurde 1922 erstmals von TURESSON f\u00fcr Pflanzen eingef\u00fchrt, um genetisch bedingte Unterschiede zwischen verschiedenen Populationen einer Art zu beschreiben, d.h. Unterschiede, die lokale Anpassungen von Organismen an ihre jeweils spezifische Umwelt darstellen. Die Entwicklung von \u00d6kotypen wird in den letzten Jahren auch mehrfach f\u00fcr die Organismen der Ostsee diskutiert. Zum einen, weil die Ostsee aus geologischer Sicht noch recht jung ist und sich hier die Frage stellt, reicht diese Zeit \u00fcberhaupt f\u00fcr eine Entwicklung neuer Brackwasserarten oder Endemiten aus? Zum anderen wird die Entwicklung von \u00d6kotypen in der Ostsee durch die Semi-Isolation vom Atlantischen Ozean und der \u00f6kologischen Isolation von marinen und limnischen Systemen unterst\u00fctzt. Dabei ist der entscheidende Umweltfaktor f\u00fcr die Verteilung von Arten in der Ostsee der SalzgehaltgradientZiele des Promotionsvorhabens:Aufgrund der Tatsache, da\u00df zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt nur wenige Daten \u00fcber mikrobielle Matten der Ostsee vorliegen, soll zun\u00e4chst das Vorkommen dieses Mikro\u00f6kosystems entlang der K\u00fcsten Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins grob kartiert werden, um die \u00f6kologische Bedeutung f\u00fcr die K\u00fcstensedimente absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Die Kartierung wird dreimal im Jahr durchgef\u00fchrt (Fr\u00fchjahr, Sommer, Herbst), um saisonale Ver\u00e4nderungen zu erfassen.Basierend auf den Untersuchungen von Karsten (1996) soll in dem beantragten Projekt die Bildung von \u00d6kotypen im Cyanobakterium M. chthonoplastes entlang des Salzgehaltgradienten der Ostsee n\u00e4her untersucht werden.\u00b7\tUm den Nachweis einer \u00d6kotypenbildung experimentell erbringen zu k\u00f6nnen, werden Microcoleus-St\u00e4mme von Ostseestandorten unterschiedlicher Salinit\u00e4t isoliert, gereinigt und als unicyanobakterielle Kulturen etabliert.\u00b7\tDiese werden unter definierten Laborbedingungen \u00f6kphysiologisch, biochemisch und genetisch charakterisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6kotypen von Microcoleus chthonoplastes\u00d6kotypenbildung im Cyanobakterium Microcoleus chthonoplastes entlang des Salzgehaltgradienten der OstseeKathrin WitteInstitut f\u00fcr Aquatische \u00d6kologie der Universit\u00e4t Rostock, Albert-Einstein-Str. 3, 18055 Rostock, Tel.: 0381\/4986095Kathrin.witte@stud.uni-rostock.deMicrocoleus chthonoplastes ist einer der wichtigsten Vertreter mikrobieller Matten. Allgemein versteht man unter Mikrobenmatten eine vertikal geschichtete Gemeinschaft aus oxygenen photoautotrophen Cyanobakterien und anoxygenen photoautotrophen, methanogenen, schwefeloxidierenden und sulfatreduzierenden Bakterien. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-53304","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20001\/213","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Witte","dbu_stipendiaten_vorname":"Kathrin","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2001-12-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2004-11-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Universit\u00e4t Rostock<br>Institut f\u00fcr Biowissenschaften<br>Angewandte \u00d6kologie und Phykologie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Ulf Karsten","dbu_stipendiaten_email_dienst":"kathrin-witte@web.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53304","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53304\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59316,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53304\/revisions\/59316"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53304"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53304"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53304"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}