{"id":53289,"date":"2026-01-27T10:50:35","date_gmt":"2026-01-27T09:50:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20001-248\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:36","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:36","slug":"20001-248","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20001-248\/","title":{"rendered":"N\u00e4hrstofffluss in einer geschlossenen Kreislaufanlage mit integrierter Prozesswasserkl\u00e4rung \u00fcber Algenfilter &#8211; Modell und Wirklichkeit"},"content":{"rendered":"<p>Marine AquakulturZiel dieser Forschungsarbeit ist die Integration einer Algenproduktion in ein geschlossenes Meerwasser Kreislaufsystem mit intensiven Fischbesatz. In geschlossenen Kreislaufanlagen kann die Kumulation von Ammonium und Harnstoff (Endprodukte des Proteinstoffwechsels der Fische), Nitrit und Nitrat zu toxischen Bedingungen f\u00fchren. Algen sind bef\u00e4higt diese N\u00e4hrstoffe aus dem Wasser aufzunehmen. Damit sind sie pr\u00e4destiniert f\u00fcr eine Prozesswasserkl\u00e4rung. Weiterhin sind sie durch industriell vielseitig genutzte Inhaltsstoffe (Agar, Alginate, etc.), einem relativ hohen Proteingehalt sowie einer Vielzahl von essentiellen Amino- und Fetts\u00e4uren ein kommerziell gut verwertbares Nebenprodukt, und verbessern somit durch N\u00e4hrstoff- und Energierecycling die Ressourcennutzung und Wirtschaftlichkeit der Aquakultur Produktion. Zu diesem Zweck werden in einer modernen, geschlossenen Pilot-Kreislaufanlage, die intensiv mit Wolfsbarschen (Dicentrarchus labrax) besetzt ist, Algenflachtanks integriert. In diesen sollen einheimische Makroalgen der Gattung Ulva, Enteromorpha und Laminaria gehalten werden. Durch die Quantifizierung der N\u00e4hrstoffbilanz \u00fcber einen vollen Produktionslauf der Wolfsbarsche bis zum Erreichen der Marktgr\u00f6\u00dfe soll die Wirksamkeit der Algenfilter untersucht und optimiert werden. Moderne geschlossene Kreislaufsysteme mit ihrer umweltfreundlichen Biotechnologie werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, da diese Anlagen die Aufzucht unter kontrollierten Bedingungen erlauben, weitgehend standortunabh\u00e4ngig sind und nicht in direktem Austausch mit der Umwelt stehen. Allerdings finden Fragen zur Integration des Produktionsprozesses in andere Verfahren zur Zeit noch zu wenig Beachtung. ?Abf\u00e4lle? aus einer modernen Anlage sollten als ?neue Ressource? verstanden werden. Der vorliegende Ansatz bem\u00fcht sich daher, die Produktion von Fischen in Verbindung mit anderen Organismen (Algen, Einzellern, niedere Tiere) zu koppeln, um neben der Vermeidung von Umweltproblemen durch Aufbau von Nahrungsketten (die gleichzeitig als Produktketten betrachtet werden sollen) eine verbesserte Wirtschaftlichkeit zu erzielen.Weitere Informationen zum Thema Marikultur gibt es unter:http:\/\/www.marikultur.info<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marine AquakulturZiel dieser Forschungsarbeit ist die Integration einer Algenproduktion in ein geschlossenes Meerwasser Kreislaufsystem mit intensiven Fischbesatz. In geschlossenen Kreislaufanlagen kann die Kumulation von Ammonium und Harnstoff (Endprodukte des Proteinstoffwechsels der Fische), Nitrit und Nitrat zu toxischen Bedingungen f\u00fchren. Algen sind bef\u00e4higt diese N\u00e4hrstoffe aus dem Wasser aufzunehmen. Damit sind sie pr\u00e4destiniert f\u00fcr eine Prozesswasserkl\u00e4rung. 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