{"id":53279,"date":"2026-01-27T10:50:35","date_gmt":"2026-01-27T09:50:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20002-260\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:35","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:35","slug":"20002-260","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20002-260\/","title":{"rendered":"StSP Jena: Schwermetalle in Sedimenten und B\u00f6den unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Mobilit\u00e4t und deren Beeinflussung durch Sauerstoff"},"content":{"rendered":"<p>Schwermetallmobilit\u00e4tSchwermetalle k\u00f6nnen im Gegensatz zu organischen Verbindungen nicht biologisch oder chemisch umgewandelt werden. In der Umwelt sind sie deshalb persistent. In besonders gro\u00dfem Ausma\u00df werden sie in B\u00f6den und Sedimenten auf Grund deren geringer Selbstreinigungskraft akkumuliert. Da Schwermetalle bereits in Spuren toxisch wirken k\u00f6nnen, geht von B\u00f6den und Sedimenten ein relativ gro\u00dfes Gef\u00e4hrdungspotenzial aus. Von Interesse sind allerdings nur die Schwermetallgehalte, die unter Umweltbedingungen freigesetzt werden und dadurch in Nahrungsketten gelangen k\u00f6nnen. Die Mobilit\u00e4t ist abh\u00e4ngig von der Schwermetallbindungsform im Boden und Sediment und wird durch vielf\u00e4ltige Parameter beeinflusst (pH-Wert, Konzentration vorhandener Komplexbildner, Redoxpotenzial). Luftsauerstoff kann zur Erh\u00f6hung der Schwermetalloxidationsstufe f\u00fchren und\/oder durch Oxidation die Metallbindungspartner zerst\u00f6ren. Dies stellt eine wesentliche \u00c4nderung der urspr\u00fcnglichen Bindungsformen dar, die bei Nichtber\u00fccksichtigung zu Fehleinsch\u00e4tzungen der Schwermetallmobilit\u00e4t f\u00fchren kann. F\u00fcr Aussagen, die dem Zustand vor Ort entsprechen, ist deshalb der Kontakt von Luftsauerstoff mit den zu untersuchenden Umweltproben zu vermeiden. Probennahme und Probenvorbereitung sollten folglich unter inerten, d.h. sauerstofffreien, Bedingungen durchgef\u00fchrt werden.An Hand von exemplarisch ausgew\u00e4hlten Proben wird untersucht, inwiefern der Luftsauerstoff Auswirkungen auf das Mobilit\u00e4tsverhalten unterschiedlicher Schwermetalle hat. Dazu wurde jede Probe geteilt und die Schwermetallmobilit\u00e4t sowohl bei inerter (also sauerstofffreier Atmosph\u00e4re) als auch nicht inerter Arbeitsweise analysiert.Daraus l\u00e4sst sich ableiten, f\u00fcr welche Elemente die zeitaufw\u00e4ndigere inerte Arbeitstechnik erforderlich ist, um realistische Absch\u00e4tzungen zur Schwermetallmobilit\u00e4t treffen zu k\u00f6nnen.Au\u00dferdem soll ermittelt werden, ob die Probenmatrix (hoher organischer Kohlenstoffanteil, hoher Sandanteil) Einfluss auf die jeweilige Schwermetallmobilit\u00e4t hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwermetallmobilit\u00e4tSchwermetalle k\u00f6nnen im Gegensatz zu organischen Verbindungen nicht biologisch oder chemisch umgewandelt werden. In der Umwelt sind sie deshalb persistent. In besonders gro\u00dfem Ausma\u00df werden sie in B\u00f6den und Sedimenten auf Grund deren geringer Selbstreinigungskraft akkumuliert. 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