{"id":53263,"date":"2026-10-23T12:52:33","date_gmt":"2026-10-23T10:52:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20002-306\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:34","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:34","slug":"20002-306","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20002-306\/","title":{"rendered":"Private Transnationale Regime in der Weltumweltpolitik: Nicht-staatliche Kooperation als neuartige Global-Governance-Struktur"},"content":{"rendered":"<p>Private UmweltpolitikIn einer Abkehr vom vorherrschenden Paradigma des Neorealismus analysieren eine Reihen von politikwissenschaftlichen Autoren die Ver\u00c3\u00a4nderung der internationalen Beziehungen zur Weltpolitik. Politische Autorit\u00c3\u00a4t bleibt nicht mehr allein auf den staatlichen- und zwischenstaatlichen (inter-nationalen) Raum beschr\u00c3\u00a4nkt, sondern verbreitet sich ? getragen von einer Vielzahl neuartiger Akteure ? zunehmend in transnationalen Netzwerken. Unter dem Stichwort Global Governance r\u00c3\u00bcckte diese Pluralisierung und Privatisierung der Akteursstruktur in den internationalen Beziehungen in den Mittelpunkt politikwissenschaftlicher Forschung. Ausgehend vom Ph\u00c3\u00a4nomen des Globalen Wandels ? verstanden als Verschr\u00c3\u00a4nkung globaler Umweltver\u00c3\u00a4nderungen, \u00c3\u00b6konomischer Globalisierung, kultureller Transformation und einem wachsenden Nord-S\u00c3\u00bcd-Gef\u00c3\u00a4lle ? stellt sich die Frage nach der verbliebenen Steuerungsf\u00c3\u00a4higkeit des Westf\u00c3\u00a4lischen Systems autonomer Nationalstaaten in Zeiten grenz\u00c3\u00bcberschreitender sozialer und \u00c3\u00b6kologischer Risiken. Im Bereich der Umweltpolitik standen lange Zeit zwischenstaatliche Verhandlungsprozesse und die von ihnen ausgehandelten internationalen Abkommen im Mittelpunkt des Interesses von Wissenschaft und Politik. Nicht erst seit dem Scheitern einer weltweit anerkannten Regelung zur Stabilisierung des Klimas und den ern\u00c3\u00bcchternden Ergebnissen des Weltgipfels von  Johannesburg wird der Erfolg zwischenstaatlicher Regelungen und die Etablierung von Regimen zum Schutz der Umwelt in Frage gestellt. Neue Formen politischer Steuerung jenseits des Nationalstaates treten neben die etablierten Weltkonferenzen und Verhandlungsrunden. In Verbindung mit der verst\u00c3\u00a4rkten Gestaltungsmacht nicht-staatlicher Akteure  stellt sich grundlegend die Frage nach dem Ort politischer Autorit\u00c3\u00a4t und damit nach der Struktur internationaler Politik zu Beginn des 21. Jahrhunderts.Das vorgestellte Dissertationsvorhaben fragt im Kontext von Global Change und Global Governance nach neuartigen Kooperationen zwischen NGOs und Transnationalen Konzernen, die \u00c3\u00bcber die bisher bekannte Zusammenarbeit in \u00c3\u00b6ffentlichen Politiknetzwerken hinausgehen. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Entstehung, Struktur und Effektivit\u00c3\u00a4t solcher privater transnationaler Partnerschaften im Bereich der Umweltpolitik und ihre Bedeutung f\u00c3\u00bcr die sich im Wandel befindende Struktur internationaler Politik. Methodologisch orientiert sich die Arbeit am Ideal der context-rich case studies, qualitativer sozialwissenschaftlicher Studien zur Erhebung von Daten in komplexen Netzwerken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Private UmweltpolitikIn einer Abkehr vom vorherrschenden Paradigma des Neorealismus analysieren eine Reihen von politikwissenschaftlichen Autoren die Ver\u00c3\u00a4nderung der internationalen Beziehungen zur Weltpolitik. Politische Autorit\u00c3\u00a4t bleibt nicht mehr allein auf den staatlichen- und zwischenstaatlichen (inter-nationalen) Raum beschr\u00c3\u00a4nkt, sondern verbreitet sich ? getragen von einer Vielzahl neuartiger Akteure ? zunehmend in transnationalen Netzwerken. 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