{"id":53240,"date":"2026-01-27T10:50:30","date_gmt":"2026-01-27T09:50:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20002-399\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:30","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:30","slug":"20002-399","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20002-399\/","title":{"rendered":"Zur zuk\u00fcnftigen Rolle der Buche (Fagus silvatica L.) in der nat\u00fcrlichen Vegetation &#8211; wald\u00f6kologische Untersuchungen zur Buchen-Naturverj\u00fcngung an der \u00f6stlichen Buchenwald-Verbreitungsgrenze in Deutschland und Polen"},"content":{"rendered":"<p>Buchenverbreitungsgrenze in Nord-Ost-EuropaDie Buche (Fagus sylvatica) stellt unter den atlantischen, sommerfeuchten klimatischen Bedingungen Mitteleuropas die konkurrenzst\u00e4rkste Baumart dar. Sie w\u00fcrde die potenzielle nat\u00fcrliche Vegetation (pnV) weitgehend dominieren und auf vielen norddeutschen und nordpolnischen Tiefland-Standorten nahezu Reinbest\u00e4nde ausbilden. In diesem Zusammenhang ist in letzter Zeit auf vielen Standorten eine starke Verj\u00fcngungs- und Ausbreitungstendenz der Buche festzustellen, die in der Vergangenheit nicht beobachtet wurde.Bei der erwarteten Klimaver\u00e4nderung hin zu einem kontinentalerem Klima wird mit einer deutlichen Sommer-Erw\u00e4rmung und einer H\u00e4ufung extremer Witterungsereignisse innerhalb nur einer Baumgeneration gerechnet. M\u00f6gliche h\u00e4ufigere Sp\u00e4tfr\u00f6ste und Trockenphasen stellen die zuk\u00fcnftige Konkurrenzkraft und Rolle der wichtigsten Baumart Buche in der ?nat\u00fcrlichen Vegetation von morgen? in Frage. Dies kann zu erheblichen Schwierigkeiten und Fehlleitung \u00f6konomischer Ressourcen bei der naturschutzfachlichen Bewertung der Naturn\u00e4he und Planungen einer naturnahen Waldbewirtschaftung f\u00fchren.Die Erwartungen an das zuk\u00fcnftige Klima im norddeutschen Tiefland entsprechen vielfach dem heutigen Klima Zentralpolens, einer Region au\u00dferhalb des Verbreitungsgebiets nat\u00fcrlicher Buchenw\u00e4lder. Der Verlauf der \u00f6stlichen Buchenwald-Grenze im mittel- und osteurop\u00e4ischen Tiefland ist allerdings unsicher, weil hier nach der mittelalterlichen Devastierung der W\u00e4lder und Degradierung der B\u00f6den die angepflanzten Nadelbaum-Forsten (meist mit Kiefer) fast vollst\u00e4ndig die nat\u00fcrlichen W\u00e4lder ersetzten. \u00d6kologische Untersuchungen zur Anpassungs- und Konkurrenzf\u00e4higkeit der Buche in einem klimatischen Gradienten von Ostdeutschland bis Ostpolen werden ben\u00f6tigt, um die heutige und zuk\u00fcnftige Bedeutung der Buche in der nat\u00fcrlichen Vegetation dieser Region beurteilen zu k\u00f6nnen.Die nat\u00fcrliche Verj\u00fcngung stellt die kritische Phase f\u00fcr den Erhalt und die Ausbreitung einer Baumart dar. Daher sollen Untersuchungen zur Struktur, Vitalit\u00e4t und zum Wachstum der Buchen-Verj\u00fcngung und ihren \u00f6kologischen Wuchsbedingungen in W\u00e4ldern am Rande der Buchenwaldverbreitung stattfinden.Die Untersuchungen k\u00f6nnen sowohl f\u00fcr das deutsche als auch das polnische Tiefland wichtige Hinweise zur heutigen und zuk\u00fcnftigen Ber\u00fccksichtigung der Buche liefern. Auf Grund der gewonnenen \u00f6kologischen Erkenntnisse wird es m\u00f6glich, die von Naturschutz- und Forstseite gew\u00fcnschte k\u00fcnstliche Ausweitung des Buchenanbaus auch \u00f6konomisch weitgehend risikoarm durchzuf\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchenverbreitungsgrenze in Nord-Ost-EuropaDie Buche (Fagus sylvatica) stellt unter den atlantischen, sommerfeuchten klimatischen Bedingungen Mitteleuropas die konkurrenzst\u00e4rkste Baumart dar. 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