{"id":53235,"date":"2026-01-27T10:50:27","date_gmt":"2026-01-27T09:50:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20002-427\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:30","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:30","slug":"20002-427","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20002-427\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines GIS- und QRA-basierten Wassersicherheitsplanes (WSP) als ein Instrument  des Ressourcenschutzes in Trinkwassereinzugsgebieten &#8211; unter besonderer Ber\u00fccksichtigung ver\u00e4nderter Gef\u00e4hrdungspotentiale f\u00fcr die Trinkwasserversorgung"},"content":{"rendered":"<p>St\u00f6rfallmanagement f\u00fcr Trinkwasser (HACCP)<\/p>\n<p>Prinzipien der Qualit\u00e4tssicherung werden in der Trinkwasserversorgung schon seit Jahren angewendet, sei es die Anwendung des Multi-Barrieren-Systems oder die Durchf\u00fchrung von regelm\u00e4\u00dfigen Qualit\u00e4tsuntersuchungen. In L\u00e4ndern mit hohem Trinkwasserqualit\u00e4tsniveau wurde der Schwerpunkt der Ressourcen\u00fcberwachung vom Einzugsgebiet bis hin zum Verbraucher gelegt. Die neuen Trinkwasser-leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordern nun verst\u00e4rkt ein pr\u00e4ventives, prozess-orientiertes, umfassendes Qualit\u00e4tsmanagement (Water Safety Plan), das jede Stufe des Ressourcenschutzes ber\u00fccksichtigt und die in der Versorgungskette vom Einzugsgebiet bis zum Verbraucher identifizierten Risiken durch eine enge Steuerung der Prozesse beherrscht. Im ersten Teil des Forschungsvorhabens soll zun\u00e4chst die Relevanz wichtiger in Diskussion stehender ver\u00e4nderter Risikofaktoren (v.a. Klimawandel, Wasserhaushalt, Urbanisierung, neue Krankheitserreger, Bioterrorismus) f\u00fcr die Trinkwasserversorgung in Deutschland untersucht werden. In dem zweiten Teil des Forschungsvorhabens wird am Beispiel eines Wasserversorgungsunternehmens ein Water Safety Plan (WSP) schwerpunktm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die Trinkwassergewinnung entwickelt und implementiert. Als konzeptioneller Rahmen wird hierbei das Hazard Analysis and Critical Control Point (HACCP) System angewendet, ein Verfahren aus der Lebensmitteltechnologie, nach dem m\u00f6g-liche Gef\u00e4hrdungen der Produktqualit\u00e4t w\u00e4hrend des gesamten Produktionsprozesses identifiziert und kritische Steuerungspunkte festgelegt werden. Die Etablierung kritischer Steuerungspunkte (critical control points) wird schwerpunktm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die Trinkwassergewinnung im Wassereinzugsgebiet durchgef\u00fchrt. Die Charakterisierung des Einzugsgebietes der Wasserversorgung, darunter geologische und hydrogeologische Bedingungen, die hygienisch-mikrobiologische Analyse der Grund- und Rohwasserdaten sowie die Erfassung m\u00f6glicher Gef\u00e4hrdungspotenziale erfolgen ma\u00dfgeblich mit Hilfe Geographischer Informationssysteme. R\u00e4umliche Analysemethoden, darunter statistische und nicht statistische Interpolationsverfahren, aber auch Punktdichteanalysen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Identifikation von Gef\u00e4hrdungen. Ziel ist es, einzelne Gefahrenanalysen zu erstellen, auf deren Basis Monitoring- und Managementpl\u00e4ne entwickelt werden k\u00f6nnen. Zu den Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen z\u00e4hlen die Sicherstellung der Qualit\u00e4t, von Struktur und Prozessen sowie die Verifizierung und Validierung dieser Qualit\u00e4tskriterien. Dar\u00fcber hinaus wird untersucht, inwieweit die Integration Geographischer Informationssysteme einen gelungenen Beitrag im Rahmen des Water Safety Plans darstellt. Die Entwicklung eines solchen funktionsf\u00e4higen GIS-gest\u00fctzten Water Safety Plans umfasst die Identifikation neuer Gef\u00e4hrdungen im Einzugsgebiet sowie deren Bewertung, die Konkretisierung des WSPs auf dieses Pilotunternehmen, die Durchf\u00fchrung einer Quantitativen Risikoabsch\u00e4tzung (QRA) und die Konzeption eines praxisnahen Geographischen Informationssystems. Die Implementierung des WSPs bei ei-nem Wasserversorgungsunternehmen f\u00fchrt zu einer ersten Bewertung des Konzeptes. Die Prinzipien des WSPs erm\u00f6glichen ein systematisches Vorgehen, welches im laufenden Prozess \u00fcberpr\u00fcft wird. Geographische Informationssysteme leisten dabei eine notwendige Unterst\u00fctzung zur Analyse raum-zeitlicher Prozesse im Rahmen der Gefahrenbewertung und der Durchf\u00fchrung von Pr\u00fcf- und \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00f6rfallmanagement f\u00fcr Trinkwasser (HACCP) Prinzipien der Qualit\u00e4tssicherung werden in der Trinkwasserversorgung schon seit Jahren angewendet, sei es die Anwendung des Multi-Barrieren-Systems oder die Durchf\u00fchrung von regelm\u00e4\u00dfigen Qualit\u00e4tsuntersuchungen. In L\u00e4ndern mit hohem Trinkwasserqualit\u00e4tsniveau wurde der Schwerpunkt der Ressourcen\u00fcberwachung vom Einzugsgebiet bis hin zum Verbraucher gelegt. 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