{"id":53235,"date":"2026-10-23T12:52:32","date_gmt":"2026-10-23T10:52:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20002-427\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:33","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:33","slug":"20002-427","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20002-427\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines GIS- und QRA-basierten Wassersicherheitsplanes (WSP) als ein Instrument  des Ressourcenschutzes in Trinkwassereinzugsgebieten &#8211; unter besonderer Ber\u00c3\u00bccksichtigung ver\u00c3\u00a4nderter Gef\u00c3\u00a4hrdungspotentiale f\u00c3\u00bcr die Trinkwasserversorgung"},"content":{"rendered":"<p>St\u00f6rfallmanagement f\u00fcr Trinkwasser (HACCP)<\/p>\n<p>Prinzipien der Qualit\u00c3\u00a4tssicherung werden in der Trinkwasserversorgung schon seit Jahren angewendet, sei es die Anwendung des Multi-Barrieren-Systems oder die Durchf\u00c3\u00bchrung von regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178igen Qualit\u00c3\u00a4tsuntersuchungen. In L\u00c3\u00a4ndern mit hohem Trinkwasserqualit\u00c3\u00a4tsniveau wurde der Schwerpunkt der Ressourcen\u00c3\u00bcberwachung vom Einzugsgebiet bis hin zum Verbraucher gelegt. Die neuen Trinkwasser-leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordern nun verst\u00c3\u00a4rkt ein pr\u00c3\u00a4ventives, prozess-orientiertes, umfassendes Qualit\u00c3\u00a4tsmanagement (Water Safety Plan), das jede Stufe des Ressourcenschutzes ber\u00c3\u00bccksichtigt und die in der Versorgungskette vom Einzugsgebiet bis zum Verbraucher identifizierten Risiken durch eine enge Steuerung der Prozesse beherrscht. Im ersten Teil des Forschungsvorhabens soll zun\u00c3\u00a4chst die Relevanz wichtiger in Diskussion stehender ver\u00c3\u00a4nderter Risikofaktoren (v.a. Klimawandel, Wasserhaushalt, Urbanisierung, neue Krankheitserreger, Bioterrorismus) f\u00c3\u00bcr die Trinkwasserversorgung in Deutschland untersucht werden. In dem zweiten Teil des Forschungsvorhabens wird am Beispiel eines Wasserversorgungsunternehmens ein Water Safety Plan (WSP) schwerpunktm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig f\u00c3\u00bcr die Trinkwassergewinnung entwickelt und implementiert. Als konzeptioneller Rahmen wird hierbei das Hazard Analysis and Critical Control Point (HACCP) System angewendet, ein Verfahren aus der Lebensmitteltechnologie, nach dem m\u00c3\u00b6g-liche Gef\u00c3\u00a4hrdungen der Produktqualit\u00c3\u00a4t w\u00c3\u00a4hrend des gesamten Produktionsprozesses identifiziert und kritische Steuerungspunkte festgelegt werden. Die Etablierung kritischer Steuerungspunkte (critical control points) wird schwerpunktm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig f\u00c3\u00bcr die Trinkwassergewinnung im Wassereinzugsgebiet durchgef\u00c3\u00bchrt. Die Charakterisierung des Einzugsgebietes der Wasserversorgung, darunter geologische und hydrogeologische Bedingungen, die hygienisch-mikrobiologische Analyse der Grund- und Rohwasserdaten sowie die Erfassung m\u00c3\u00b6glicher Gef\u00c3\u00a4hrdungspotenziale erfolgen ma\u00c3\u0178geblich mit Hilfe Geographischer Informationssysteme. R\u00c3\u00a4umliche Analysemethoden, darunter statistische und nicht statistische Interpolationsverfahren, aber auch Punktdichteanalysen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Identifikation von Gef\u00c3\u00a4hrdungen. Ziel ist es, einzelne Gefahrenanalysen zu erstellen, auf deren Basis Monitoring- und Managementpl\u00c3\u00a4ne entwickelt werden k\u00c3\u00b6nnen. Zu den Pr\u00c3\u00a4ventionsma\u00c3\u0178nahmen z\u00c3\u00a4hlen die Sicherstellung der Qualit\u00c3\u00a4t, von Struktur und Prozessen sowie die Verifizierung und Validierung dieser Qualit\u00c3\u00a4tskriterien. Dar\u00c3\u00bcber hinaus wird untersucht, inwieweit die Integration Geographischer Informationssysteme einen gelungenen Beitrag im Rahmen des Water Safety Plans darstellt. Die Entwicklung eines solchen funktionsf\u00c3\u00a4higen GIS-gest\u00c3\u00bctzten Water Safety Plans umfasst die Identifikation neuer Gef\u00c3\u00a4hrdungen im Einzugsgebiet sowie deren Bewertung, die Konkretisierung des WSPs auf dieses Pilotunternehmen, die Durchf\u00c3\u00bchrung einer Quantitativen Risikoabsch\u00c3\u00a4tzung (QRA) und die Konzeption eines praxisnahen Geographischen Informationssystems. Die Implementierung des WSPs bei ei-nem Wasserversorgungsunternehmen f\u00c3\u00bchrt zu einer ersten Bewertung des Konzeptes. Die Prinzipien des WSPs erm\u00c3\u00b6glichen ein systematisches Vorgehen, welches im laufenden Prozess \u00c3\u00bcberpr\u00c3\u00bcft wird. Geographische Informationssysteme leisten dabei eine notwendige Unterst\u00c3\u00bctzung zur Analyse raum-zeitlicher Prozesse im Rahmen der Gefahrenbewertung und der Durchf\u00c3\u00bchrung von Pr\u00c3\u00bcf- und \u00c3\u0153berwachungsma\u00c3\u0178nahmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00f6rfallmanagement f\u00fcr Trinkwasser (HACCP) Prinzipien der Qualit\u00c3\u00a4tssicherung werden in der Trinkwasserversorgung schon seit Jahren angewendet, sei es die Anwendung des Multi-Barrieren-Systems oder die Durchf\u00c3\u00bchrung von regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178igen Qualit\u00c3\u00a4tsuntersuchungen. In L\u00c3\u00a4ndern mit hohem Trinkwasserqualit\u00c3\u00a4tsniveau wurde der Schwerpunkt der Ressourcen\u00c3\u00bcberwachung vom Einzugsgebiet bis hin zum Verbraucher gelegt. 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