{"id":53231,"date":"2026-01-27T10:50:27","date_gmt":"2026-01-27T09:50:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20003-441\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:29","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:29","slug":"20003-441","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20003-441\/","title":{"rendered":"Metallene Grabplatten aus Franken und Th\u00fcringen aus dem 15. &#8211; 17. Jahrhundert &#8211; eine interdisziplin\u00e4re Studie zu dem Denkmalbestand und seiner Gef\u00e4hrdung durch Umwelteinfl\u00fcsse"},"content":{"rendered":"<p>Metallene GrabplattenDer in Franken und Th\u00fcringen noch vorhandene Bestand an metallenen Grabplatten ist, bei unsachgem\u00e4\u00dfer Handhabung, in seinem Bestand stark gef\u00e4hrdet. Wie die Objekte im Erfurter Kreuzgang zeigen, kann durch einen ung\u00fcnstigen Aufstellungsort das Metall innerhalb von kurzer Zeit stark korrodieren. Bei fortschreitender Korrosion gehen wichtige Informationen der Tafeln unwiederbringlich verloren. Aus diesem Grund ist es unerl\u00e4\u00dflich, den Grund f\u00fcr den dramatisch schnellen Korrosionsfortschritt in Erfurt genau zu verstehen und das gewonnene Wissen zur Erhaltung der Kulturg\u00fcter einzusetzen. Die Vorarbeiten, die w\u00e4hrend des Projektes ?Metallgrabplatten? an der Universit\u00e4t Bamberg durchge-f\u00fchrt werden, k\u00f6nnen diesen Mechanismus nicht endg\u00fcltig kl\u00e4ren. Daf\u00fcr sind Untersuchungen an einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl \u00e4hnlicher Metallgrabplatten notwendig. Ein Vergleich zwischen den Aufstellungsorten Bamberg Nagelkapelle (innen), Erfurt Kreuzgang (\u00fcberdacht) und N\u00fcrnberg Johannisfriedhof (ungesch\u00fctzt) w\u00e4re f\u00fcr die Ursachenforschung eine enorme Bereicherung. Da sich im Erfurter Dom auch noch Metallplatten befinden, die bisher gar nicht naturwissenschaftlich untersucht wurden, w\u00e4re ein Vergleich zwischen diesen und den im Kreuzgang aufgestellten erstrebenswert. Durch die drei Standorte N\u00fcrnberg, Bamberg, Erfurt lie\u00dfe sich der Einflu\u00df der Umweltbelastung, vor allem die, f\u00fcr die Bronze und Messing sch\u00e4dlichen, SO2-Belastungen, nachweisen. F\u00fcr die Untersuchungen w\u00e4ren u. a. Analysen der Metalle (Methode AAS, RFA), der Korrosionsprodukte (Methode XRD) und des Gef\u00fcges (Methode Schliffe, TEM\/REM-EDS) notwendig. Zus\u00e4tzlich zu den naturwissenschaftlichen Arbeiten soll eine Archivrecherche durchgef\u00fchrt werden. Ziel dieser ist es, den Handel von Messing- und Bronzeobjekten, von den Ausgangsrohstoffen bis hin zum fertigen Werk, vor allem in N\u00fcrnberg zu beleuchten. Weiterhin soll f\u00fcr die einzelnen Objekte die jeweilige Aufstellungsgeschichte erforscht werden. Interessant sind hierbei Fakten, wie urspr\u00fcnglicher Aufstellungsort, Angaben \u00fcber Verlegungsma\u00dfnahmen und eventuelle Konservierungs- oder Restaurierungsma\u00dfnahmen.Die naturwissenschaftlichen und kunsthistorischen Daten sollen in einer Datenbank zusammengefa\u00dft werden. Durch den Vergleich der Materialzusammensetzungen, der Abmessungen und des Aussehens der Grabplatten lie\u00dfen sich die Objekte einander zuordnen. Von besonderem Interesse w\u00e4re die Datenbank f\u00fcr den Umweltaspekt. Durch den Vergleich von Objekten mit \u00e4hnlicher oder gleicher Zusammensetzung in Regionen mit deutlich unterschiedlichen Umweltbelastungen ?  Erfurt mit sehr hoher SO2-Belastung in der Zeit vor der Wende und N\u00fcrnberg mit durchschnittlichen Werten ? k\u00f6nnte die katastrophalen Auswirkungen zu hoher Belastung der Umwelt deutlich gemacht werden.Die Arbeit ist ver\u00f6ffentlicht und kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: http:\/\/www.opus-bayern.de\/uni-bamberg\/volltexte\/2008\/136\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Metallene GrabplattenDer in Franken und Th\u00fcringen noch vorhandene Bestand an metallenen Grabplatten ist, bei unsachgem\u00e4\u00dfer Handhabung, in seinem Bestand stark gef\u00e4hrdet. Wie die Objekte im Erfurter Kreuzgang zeigen, kann durch einen ung\u00fcnstigen Aufstellungsort das Metall innerhalb von kurzer Zeit stark korrodieren. Bei fortschreitender Korrosion gehen wichtige Informationen der Tafeln unwiederbringlich verloren. 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