{"id":53222,"date":"2026-01-27T10:50:27","date_gmt":"2026-01-27T09:50:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20003-476\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:28","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:28","slug":"20003-476","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20003-476\/","title":{"rendered":"Einfluss von Renaturierungs- und Pflegema\u00dfnahmen auf die Artendiversit\u00e4t und Artenzusammensetzung von Gef\u00e4\u00dfpflanzen und Kryptogamen in mitteleurop\u00e4ischen Kalkmagerrasen"},"content":{"rendered":"<p>Artendiversit\u00e4t in Kalkmagerrasen MitteleuropasAnhand von Vegetationsaufnahmen und Experimenten sollen die Auswirkungen der g\u00e4ngigen Pflege- und Entwicklungsma\u00dfnahmen (Mahd, Beweidung, Bodenabtrag) auf die Gef\u00e4\u00dfpflanzen- und Kryptogamenartendiversit\u00e4t mitteleurop\u00e4ischer Kalkmagerrasen untersucht werden. Dabei soll im Besonderen die bisher noch unzureichend untersuchte Reaktion der Kryptogamen (hier Flechten und Moose) auf diese Eingriffe erfasst und die gegenseitige Beeinflussung von Kryptogamen und Gef\u00e4\u00dfpflanzen erforscht werden. Ziel der Arbeit ist es, die am Besten geeigneten Methoden zur Bewahrung der Artenvielfalt der genannten Pflanzengruppen festzustellen, die Interaktionen zwischen den Gruppen genauer zu erforschen und nicht zuletzt auch praktische Empfehlungen f\u00fcr den Naturschutz zu geben.In den Jahren 2003 und 2004 wurde im Umfeld des NSG ?Garchinger Heide? die Vegetation von insgesamt 28 Untersuchungsfl\u00e4chen  aufgenommen. Dabei wurden Artenzahl-Arealkurven jeweils \u00fcber ein Fl\u00e4chenspektrum zwischen 0,01 m2 und 100 m2 erstellt. W\u00e4hrend sich die Gef\u00e4\u00dfpflanzenartenzahlen unabh\u00e4ngig von der Fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfe nur wenig unterschieden, wiesen Fl\u00e4chen mit Oberbodenabtrag deutlich h\u00f6here Kryptogamenartenzahlen auf als Fl\u00e4chen ohne Bodenabtrag. Durch ihren l\u00fcckigen Bewuchs mit Gef\u00e4\u00dfpflanzen und einen gro\u00dfen Anteil freier Kiesfl\u00e4chen konnten sich vor allem zahlreiche Flechtenarten ansiedeln. Anspruchsvolle Magerrasenarten kamen aber vor allem auf dem 1945 geschaffenen Rollfeld im NSG vor.Im Sommer 2004 wurden au\u00dferdem auf 12 Untersuchungsfl\u00e4chen Artenzahl-Arealkurven mit einem Fl\u00e4chenspektrum zwischen 0,01 m2 und 16 m2 im NSG ?Gr\u00e4te? nahe Schaffhausen\/Schweiz erstellt. Der seit September 2003 laufende Keimungs- und Etablierungsversuch, der die Auswirkung einer dichten Moosschicht auf die Entwicklung verschiedener Gef\u00e4\u00dfpflanzen der Kalkmagerrasen zeigen soll, wurde aufgrund vielversprechender Ergebnisse \u00fcber den geplanten Zeitraum hinaus fortgef\u00fchrt. Er ergab deutlich h\u00f6here Keimraten bei Fl\u00e4chen, von denen die Moosschicht entfernt worden war. Obwohl im Herbst\/Winter 2004 sehr viele Jungpflanzen abstarben, weisen die Fl\u00e4chen mit entfernter Moosschicht noch deutlich mehr Jungpflanzen auf. Im Oktober 2003 wurden im Rahmen eines \u00dcbertragungsexperimentes Kryptogamen auf zwei 100 m2 gro\u00dfen Spenderfl\u00e4chen im Bereich des Rollfeldes des NSG ?Garchinger Heide? Moose und Flechten gesammelt und auf ehemaligen Ackerfl\u00e4chen mit und ohne Bodenabtrag aufgebracht. Die bisherigen, im Herbst 2004 und Fr\u00fchjahr 2005 durchgef\u00fchrten Kontrollen zeigten, dass der gr\u00f6\u00dfte Teil des aufgebrachten Materials \u00fcberlebt hat und sich langsam ausbreitet. Eine abschlie\u00dfende Untersuchung im Herbst 2005 wird zeigen, ob sich das angewendete Verfahren zur \u00dcbertragung von Kryptogamen auf neu zu schaffende Kalkmagerrasen eignet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artendiversit\u00e4t in Kalkmagerrasen MitteleuropasAnhand von Vegetationsaufnahmen und Experimenten sollen die Auswirkungen der g\u00e4ngigen Pflege- und Entwicklungsma\u00dfnahmen (Mahd, Beweidung, Bodenabtrag) auf die Gef\u00e4\u00dfpflanzen- und Kryptogamenartendiversit\u00e4t mitteleurop\u00e4ischer Kalkmagerrasen untersucht werden. 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