{"id":53177,"date":"2026-01-27T10:50:20","date_gmt":"2026-01-27T09:50:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20004-707\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:23","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:23","slug":"20004-707","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20004-707\/","title":{"rendered":"Krautschichtpflanzen als Indikator-Organismen f\u00fcr Klimawandel &#8211; Experimentelle Untersuchung der Luftfeuchte-Sensitivit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Krautschichtpflanzen als Indikator-Organismen f\u00fcr KlimawandelAktuelle Prognosen zur Klimaver\u00e4nderung in Mitteleuropa in den kommenden 30-50 Jahren machen nicht nur eine Temperaturerh\u00f6hung um mehrere Grad wahrscheinlich, sondern gehen auch von einer sommerlichen Trockenheitsgef\u00e4hrdung aus. Temperaturerh\u00f6hung und ausbleibende Niederschl\u00e4ge d\u00fcrften zu einer Abnahme der Luftfeuchte f\u00fchren, die Pflanzen und Tiere beeinflussen k\u00f6nnte.W\u00e4hrend \u00fcber Faktoren wie Strahlung, N\u00e4hrstoffversorgung und Bodenfeuchtigkeit zahlreiche Studien vorliegen, wurde der Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf pflanzliches Wachstum und Physiologie lange Zeit nicht beachtet. Einige Untersuchungen machen jedoch deutlich, dass Luftfeuchte einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum und die Physiologie von Pflanzen hat. Trotzdem existieren bislang kaum Studien, die sich mit der Langzeitwirkung der Luftfeuchte auf pflanzliches Wachstum und Physiologie befassen. Au\u00dferdem wurden die meisten Untersuchungen unter Laborbedingungen durchgef\u00fchrt und befassen sich \u00fcberwiegend nicht mit Wildpflanzen. Aufgrund der genannten L\u00fccken ist eine Prognose \u00fcber Effekte einer ver\u00e4nderten Luftfeuchte im Zuge des Klimawandels auf pflanzliches Wachstum und Physiologie bisher nicht m\u00f6glich.Zur Erforschung des Einflusses der Luftfeuchte auf pflanzliches Wachstum und Physiologie kann die Waldbodenvegetation als Modell\u00f6kosystem dienen, weil hier h\u00e4ufig hohe Luftfeuchte herrscht und Waldbodenpflanzen sich an die am Waldboden herrschenden Umweltbedingungen angepasst haben. Ver\u00e4nderungen im Luftfeuchte- und Temperaturregime im Zuge des Klimawandels d\u00fcrften die Waldbodenpflanzen daher in besonderem Ma\u00dfe treffen.Ziel der Dissertation ist es, mit einem kombinierten experimentellen (Labor und Freiland) Ansatz eine Prognose zur Wirkung eines lufttrockneren Klimas auf Baumverj\u00fcngung und Waldbodenvegetation erstellen zu k\u00f6nnen. Das Projekt kombiniert Freiland- und Laborexperiment. Dazu soll (A.) in einem Freilandexperiment mit open-top-Kammern und Trockenluftbegasung in einem Kalkbuchenwald die Luftfeuchte experimentell erniedrigt und ein trockeneres Klima im Wald simuliert werden. Dessen Einfluss auf die Pflanzenvitalit\u00e4t und Wachstum werden gemessen. (B.) In den Wintermonaten soll ein Wachstumsexperiment in Klimakammern an f\u00fcnf ausgew\u00e4hlten Waldbodenkrautschichtarten und vier ausgew\u00e4hlten Baumarten in Kammern unterschiedlicher Luftfeuchte durchgef\u00fchrt werden. Die Ergebnisse aus dem ersten F\u00f6rderjahr zeigen, dass bei allen bisher untersuchten Arten ein Einfluss der Luftfeuchte auf pflanzliches Wachstum und Physiologie stattfand. So f\u00fchrte eine niedrige Luftfeuchte zur Abnahme des Blattwasserpotenzials und der Blattleitf\u00e4higkeit, sowie zu h\u00f6heren Transpirationsraten bei fast allen Arten. Des Weiteren zeigte sich, dass sich niedrige Luftfeuchte negativ auf die Biomasseproduktion, die Gesamtblattfl\u00e4che und die Blattzahl aus\u00fcbt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krautschichtpflanzen als Indikator-Organismen f\u00fcr KlimawandelAktuelle Prognosen zur Klimaver\u00e4nderung in Mitteleuropa in den kommenden 30-50 Jahren machen nicht nur eine Temperaturerh\u00f6hung um mehrere Grad wahrscheinlich, sondern gehen auch von einer sommerlichen Trockenheitsgef\u00e4hrdung aus. 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