{"id":53175,"date":"2026-01-27T10:50:20","date_gmt":"2026-01-27T09:50:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20004-709\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:22","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:22","slug":"20004-709","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20004-709\/","title":{"rendered":"Institutioneller Wandel im Bereich Jagd und Wildtiermanagement &#8211; Das Beispiel der Jagdgenossenschaften"},"content":{"rendered":"<p>Institutioneller Wandel im WildtiermanagementJagdgenossenschaften bilden ein interessantes und aufschlussreiches Beispiel einer selbstverwalteten Ressourcenbewirtschaftung in einem Ko-Management-System zwischen Staat und lokalen Akteuren. Dezentrale und selbstverantwortliche Steuerungsstrukturen werden gerade im Agrarumweltbereich als vorteilhaft erachtet. Neuere gesellschaftliche und politische Entwicklungen, wie z.B. die Novellierung des BJagdG , stellen diese jedoch gerade in Frage. Gegenw\u00e4rtig haben Jagdgenossenschaften einen Anpassungsdruck zu bew\u00e4ltigen, der sowohl aus internen Umstrukturierungen als auch aus den vielf\u00e4ltigen Nutzungswerten bzw. den mit der Ressource Wild verbundenen heterogenen Leistungs &#8211; und Kostenstr\u00f6men resultiert. Neuartige Anforderungen an das Wildtiermanagement, ver\u00e4nderte gesellschaftliche Pr\u00e4ferenzen und daraus folgende politische Neuregelungen pr\u00e4gen die Umwelt von Jagdgenossenschaften. Das Dissertationsvorhaben zielt deshalb auf eine Identifizierung der Rolle, M\u00f6glichkeiten und Grenzen von Jagdgenossenschaften als Steuerungsstrukturen des Managements der Ressource Wild. Das Datenmaterial wurde mittels einer Kombination aus qualitativen und quantitativen Methoden erhoben (Leitfadeninterviews, Fokusgruppe, standardisierte Befragung), ausgewertet (Atlas.ti und SPSS) und unter zu Hilfenahme von Theorien der Neuen Institutionen\u00f6konomie reflektiert und untermauert. Hierzu z\u00e4hlen die Institutionelle \u00d6konomie nat\u00fcrlicher Ressourcen (HAGEDORN et al. 2002), die \u00d6konomische Theorie der Common Pool Ressourcen (OSTROM 1998) und der Neuen Politischen \u00d6konomie (OLSON 1965). Neben allgemeinen Strukturdaten zu Jagdgenossenschaften konnten somit eine detaillierte Situationsanalyse des sich wandelnden (Selbst-) Verst\u00e4ndnisses, des Anpassungsdrucks, des Anpassungsverhaltens und letztlich der Anpassungsf\u00e4higkeit von Jagdgenossenschaften erstellt werden. Dabei wird auch das Organisationsverhalten von Jagdgenossenschaften im Sinne einer Interessensgemeinschaft n\u00e4her beleuchtet. Des Weiteren kommt eine institutionen\u00f6konomische Bewertung der Pflichtmitgliedschaft von Grundeigent\u00fcmern in Jagdgenossenschaften zu dem Ergebnis, diese rechtlich beizubehalten. Die Arbeit leistet einen origin\u00e4ren Beitrag zur Erforschung eines nahezu unbekannten Forschungsobjekts, zur Definition von Bestimmungsfaktoren und Hemmnissen institutionellen Wandels im Wildmanagement sowie zum tieferen Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Anpassungsverhalten selbstverwalteter Steuerungsstrukturen des Managements nat\u00fcrlicher Ressourcen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Institutioneller Wandel im WildtiermanagementJagdgenossenschaften bilden ein interessantes und aufschlussreiches Beispiel einer selbstverwalteten Ressourcenbewirtschaftung in einem Ko-Management-System zwischen Staat und lokalen Akteuren. Dezentrale und selbstverantwortliche Steuerungsstrukturen werden gerade im Agrarumweltbereich als vorteilhaft erachtet. 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