{"id":53172,"date":"2026-01-27T10:50:20","date_gmt":"2026-01-27T09:50:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20004-712\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:22","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:22","slug":"20004-712","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20004-712\/","title":{"rendered":"Weiterentwicklung eines Indikators zur Bewertung und Modellierung der \u00dcberlebensf\u00e4higkeit von Tierarten in zerschnittenen Lebensr\u00e4umen"},"content":{"rendered":"<p>Landschaftszerschneidung in HessenStra\u00dfenverkehrsnetze haben zahlreiche Negativfolgen f\u00fcr wildlebende Tierarten: Ihnen droht der Verkehrstod durch Kollision mit Fahrzeugen, Stra\u00dfen stellen eine Barriere f\u00fcr ihre Aktivit\u00e4tsr\u00e4ume dar und beeintr\u00e4chtigen Lebensr\u00e4ume durch vielf\u00e4ltige St\u00f6rungen. Dessen ungeachtet nimmt das Stra\u00dfennetz weltweit zu. Die Qualit\u00e4t bisheriger stra\u00dfen\u00f6kologischer Forschung hat dieses Dilemma mit verursacht, denn: (i) Die untersuchten Forschungsfragen waren meist von wenig Relevanz f\u00fcr die praktische Stra\u00dfenplanung. (ii) Die gew\u00e4hlten Versuchsdesigns waren meist von geringer Qualit\u00e4t und erlaubten kaum abgesicherte Aussagen, aus denen sich brauchbare Empfehlungen f\u00fcr den praktischen Stra\u00dfenbau ableiten lie\u00dfen. (iii) Viele Studien untersuchen die lokalen Effekte einzelner Stra\u00dfen, w\u00e4hrend landschaftliche Wirkungszusammenh\u00e4nge selten betrachtet wurden ? ein Dilemma, da populationswirksame Effekte nur unter Ber\u00fccksichtigung gro\u00dfr\u00e4umiger Prozesse beurteilt werden k\u00f6nnen, und politische Entscheidungen meist auf der Landschaftsebene getroffen werden.______________________________________________________________________________Die Doktorarbeit wurde als kumulative Schrift online ver\u00f6ffentlicht:Roedenbeck, I.A.E. (2007). Landscape-scale Effects of Roads on Wildlife. Doktorarbeit. Justus-Liebig-Universit\u00e4t Giessen. [online] URL: http:\/\/geb.uni-giessen.de\/geb\/volltexte\/2007\/4761\/pdf\/RoedenbeckInga-2007-07-04.pdf_______________________________________________________________________________Sie enth\u00e4lt neben einer englischsprachigen Einleitung und zusammenfassenden Diskussion f\u00fcnf Kernver\u00f6ffentlichungen: (1) Die Vorstellung einer Agenda f\u00fcr zuk\u00fcnftige stra\u00dfen\u00f6kologische Forschung mit zwei Kernergebnissen: 1. Die Entwicklung von f\u00fcnf zukunftsweisenden Forschungsfragen von hoher Relevanz f\u00fcr die praktische Stra\u00dfenplanung. 2. Die Ausarbeitung von Versuchsdesigns, die f\u00fcr jede Forschungsfrage eine Antwort mit maximaler statistischer Aussagef\u00e4higkeit erm\u00f6glichen:- ROEDENBECK, I.A., FAHRIG, L., FINDLAY, C.S., HOULAHAN, J., JAEGER, J., KLAR, N., KRAMER-SCHADT, S. &#038; E.A. VAN DER GRIFT (2007): The Rauischholzhausen agenda for road ecology. Ecology &#038; Society 12(1): 11. [online] URL: http:\/\/www.ecologyandsociety.org\/vol12\/iss1\/art11\/(2) Ein Monitoring zum Umweltproblem Landschaftszerschneidung. In einer landesweiten Analyse im Bundesland Hessen wird die Zunahme des Verkehrswegenetzes von 1930 bis 2002 dokumentiert. Das auf Ebene von Regierungspr\u00e4sidien, Landkreisen und Naturr\u00e4umen durchgef\u00fchrte Monitoring beruht auf dem Index effektive Maschenweite. Als Grundlage f\u00fcr j\u00e4hrliche Fortschreibungen wurden die Ergebnisse an das Hessische Landesamt f\u00fcr Umwelt und Geologie (HLUG) weitergereicht:- ROEDENBECK, I.A., ESSWEIN, H. &#038; W. K\u00d6HLER (2005): Landschaftszerschneidung in Hessen ? Entwicklung, Vergleich zu Baden-W\u00fcrttemberg und Trendanalyse als Grundlage f\u00fcr ein landesweites Monitoring. Naturschutz und Landschaftsplanung 37 (10): 293-300.(3) Erste empirische Ergebnisse zu den Effekten von Verkehrsnetzen auf Wildtiere. Die Untersuchung basiert auf einem Datensatz aus Hessen, und einem weiteren Datensatz aus dem schweizerischen Kanton Aargau. Die Ergebnisse: 1. Die Best\u00e4nde von Reh (Capreolus capreolus), Wildschwein (Sus scrofa) und Fuchs (Vulpes vulpes) sind kleiner, je st\u00e4rker ein Landkreis zerschnitten ist. Gleichzeitig steigen die Zahlen der im Verkehr get\u00f6teten Tiere. 2. Je gr\u00f6\u00dfer die Dichte stark befahrener Hauptstra\u00dfen desto kleiner die Populationsdichten des Feldhasen (Lepus europaeus). &#8211; ROEDENBECK, I.A. &#038; W. K\u00d6HLER (2006): Effekte der Landschaftszerschneidung auf Unfallh\u00e4ufigkeiten und Bestandsdichte von Wildtierpopulationen. Naturschutz und Landschaftsplanung 38 (10\/11): 314-32.- ROEDENBECK, I.A. &#038;. P. VOSER (2008): Effects of roads on spatial distribution, abundance and road mortality of brown hare (Lepus europaeus) in Switzerland. European Journal of Wildlife Research 54(3): 425-437. DOI 10.1007\/s10344-007-0166-3.  (4) Ein Modell zur Voraussage von Wildtierunf\u00e4llen. Das Modell kann auf Grundlage von GIS-basierten Stra\u00dfen- und Landschaftsdaten Schwerpunkte von Kollisionen zwischen Wildtieren und Fahrzeugen prognostizieren. Damit k\u00f6nnen Strategien zur Vermeidung von Wildunf\u00e4llen an Unfallschwerpunkten geb\u00fcndelt werden. Die Modelle sind eine wichtige Grundlage f\u00fcr ein Programm zur ?Entschneidung? des bestehenden Verkehrswegenetzes in Deutschland.- ROEDENBECK, I.A. &#038; W. K\u00d6HLER (2008): Predicting locations of wildlife-vehicle accidents in a Central European landscape. Ecology and Society (in review)._______________________________________________________________________________Weitere Ver\u00f6ffentlichungen werden unten genannt. Wesentlich ist ein Themenschwerpunktheft der Zeitschrift ?Naturschutz und Landshcaftsplanung?. Es wurde gemeinsam mit Dr. Jochen Jaeger herausgegeben und enth\u00e4lt die Tagungsbeitr\u00e4ge eines im Rahmen der Doktorarbeit ausgerichteten internationalen Fachworkshops ?Landscape-scale Effects of Roads on Biodiversity?. &#8211; ROEDENBECK, I.A. &#038;. P. VOSER (2007): Verkehrsnetze ? Ein Problem f\u00fcr den Feldhasen? Umwelt Aargau 38: 17-20.- ROEDENBECK, I.A., JAEGER, J. (Eds.) (2006): Road Ecology. Special Issue of the Journal Naturschutz und Landschaftsplanung 38(10\/11): 293-356.- ROEDENBECK, I. A. (2005): Entwicklung der Landschaftszerschneidung in Hessen von 1930 bis 2002. Statusbericht f\u00fcr das Hessische Landesamt f\u00fcr Umwelt und Geologie (HLUG), Giessen und Wiesbaden. [Online]: http:\/\/hlug.de\/medien\/nachhaltigkeit\/dokumente\/Roedenbeck_BerichtHistorie.pdf- ROEDENBECK, I. A. (2005): Landschaftszerschneidung in Hessen. GAIA 14(2): 152.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landschaftszerschneidung in HessenStra\u00dfenverkehrsnetze haben zahlreiche Negativfolgen f\u00fcr wildlebende Tierarten: Ihnen droht der Verkehrstod durch Kollision mit Fahrzeugen, Stra\u00dfen stellen eine Barriere f\u00fcr ihre Aktivit\u00e4tsr\u00e4ume dar und beeintr\u00e4chtigen Lebensr\u00e4ume durch vielf\u00e4ltige St\u00f6rungen. Dessen ungeachtet nimmt das Stra\u00dfennetz weltweit zu. 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