{"id":53167,"date":"2026-01-27T10:50:20","date_gmt":"2026-01-27T09:50:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20004-717\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:21","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:21","slug":"20004-717","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20004-717\/","title":{"rendered":"StSP Indikatoren nachhaltige Landnutzung: Ermittlung der Energieeffizienz in der Tierhaltung am Beispiel der Milchviehhaltung"},"content":{"rendered":"<p>Energieeffizienz in der TierhaltungEinordnung des ForschungsvorhabensDieses Forschungsvorhaben ist Teil des DBU-Stipendienschwerpunktes ?Entwicklung von Indikatoren f\u00fcr eine nachhaltige Landnutzung?.In interdisziplin\u00e4rer Zusammenarbeit soll die Entwicklung von Indikatoren zur nachhaltigen Landnutzung und deren Zusammenf\u00fchrung zu Indikatorensystemen vorangetrieben werden. Hauptzielstellung ist die quantitative Erfassung und Bewertung der Nachhaltigkeit land- und forstwirtschaftlicher Betriebssysteme.ZieleDas Ziel des Vorhabens ist es, geeignete Indikatoren herauszuarbeiten und eine Methode zu entwickeln, anhand derer die Energieeffizienz in der Tierhaltung ermittelt werden kann. Es sollen unterschiedliche Indikatoren ermittelt werden die die Energieeffizienz in der Tierhaltung kennzeichnen, und es soll gepr\u00fcft werden welche sich am besten eignen um die Nachhaltigkeit von Produktionsverfahren zu bewerten. Mit der zu entwickelnden Methode soll der Energieaufwand in der Tierhaltung so detailliert ermittelt werden, dass sich einzelne Verfahrensabschnitte beurteilen und ver\u00e4ndern lassen. F\u00fcr die einzelnen Indikatoren sollen Zielwerte gepr\u00fcft werden.Vorgehensweise und MethodenVorhandene Daten und Modelle werden analysiert. Durch die Auswertung des internationalen Entwicklungsstandes wird eine Methode entwickelt, die dazu geeignet ist, die Energiefl\u00fcsse im Bereich der Tierhaltung so detailliert wie n\u00f6tig abzubilden und zu bewerten. Zur Bewertung des Energieaufwandes in der Tierhaltung sollen Indikatoren herausgearbeitet werden, wobei dabei m\u00f6glichst aussagef\u00e4hige und belastbare Umweltinformationen angestrebt sind. Es soll herausgefunden werden, welcher Indikator den energetischen Aspekt der Nachhaltigkeit bei gegebenen Fragestellungen und Betrachtungsebenen am treffensten kennzeichnet. Neben verfahrensumschlie\u00dfenden Parametern wie dem kumulierten Energieaufwand je Produkt, erfolgen detaillierte Pr\u00fcfungen der unterschiedlichen Parameter in den einzelnen Verfahrensabschnitten. Dies betrifft beispielsweise den Energieaufwand f\u00fcr das Futter. Auf das Vorhergehende aufbauend werden Zielwerte f\u00fcr die ermittelten Indikatoren abgeleitet. Zur Ableitung und Regionalisierung von den energetischen Zielwerten wird eine allgemeine Vorgehensweise formuliert. Unter Ber\u00fccksichtigung \u00f6kologischer, \u00f6konomischer und sozialer Wirkungen sollen f\u00fcr unterschiedliche Standort- und Bewirtschaftungsbedingungen differenzierte, umsetzbare und konsensf\u00e4hige Zielwerte abgeleitet werden.Insgesamt ist eine starke Zusammenarbeit innerhalb des DBU-Stipendienschwerpunktes ?Entwicklung von Indikatoren f\u00fcr eine nachhaltige Landnutzung? und mit dem REPRO-Entwicklerteam vorgesehen, um die verschiedenen Indikatoren f\u00fcr die Bewertung bereitzustellen und damit die optimale Nutzung der ergebnisse zu erreichen.Im ersten Promotionsjahr erfolgte eine umfassende Recherche \u00fcber Nachhaltigkeitsindikatoren speziell zu energetischen sowie zu praxisorientierten Indikatorenmodellen und Bewertungsans\u00e4tzen. Als favorisierter Modellansatz zur Bewertung der Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Systeme wurde der des Bilanzierungsmodells REPRO erkannt. Da dort die Wechselwirkungen zwischen den Systemkomponenten (Boden-Pflanze-Tier-Boden) ber\u00fccksichtigt werden. Zur Systematisierung der Bilanzierung des Energieaufwandes in der Tierhaltung wurden als Basis die Verfahrensabschnitte der beiden Beispielvarianten, Milchproduktion und K\u00e4lberproduktion, detailliert ausgearbeitet. Bislang erfolgte die Auswahl eines Untersuchungsbetriebes. Die Betriebsdaten wurden erfasst und in REPRO importiert. Die Modellergebnisse wurden ausgewertet. Der ermittelte Energieaufwand der Milcherzeugung auf dem Betrieb liegt sehr nah an den aus der Literatur entnommenen Werten. Zur Ermittlung des Energieaufwandes in der Milchviehhaltung wurden im zweiten Stipendienjahr Berechnungen anhand eines definierten Standardverfahrens durchgef\u00fchrt. Detaillierte Berechnungen erfolgten unter definierten Bedingungen f\u00fcr die Verfahrensbereiche Futtermittelherstellung und ?bereitstellung, Geb\u00e4ude und bauliche Anlagen sowie technische Ausr\u00fcstung und Bestandserg\u00e4nzung. Festgestellt wurde, dass die Futterbereitstellung mit etwa 50% des kumulierten Energieaufwandes pro Kilogramm Milch den h\u00f6chsten Anteil am und den st\u00e4rksten Einfluss auf das Verfahren der Milchproduktion hat. Die Bestandserg\u00e4nzung nimmt mehr als 20% des kumulierten Energieaufwandes f\u00fcr die Milchproduktion in Anspruch. Der kumulierte Energieaufwand f\u00fcr ein Kilogramm Milch betr\u00e4gt zwischen 3 und 3,5 MJ.Die Auswahl von zwei weiteren Untersuchungsbetrieben wurde vorgenommen. Bisher wurden f\u00fcr zwei Untersuchungsbetriebe jeweils f\u00fcr zwei Jahre Kalkulationen mit REPRO durchgef\u00fchrt, sowie der Energieaufwand f\u00fcr die Verfahren der Milchproduktion ermittelt.Beim Vergleich des kumulierten Energieaufwandes f\u00fcr die Produktion von einem Kilogramm Milch ist festzustellen, dass er trotz der unterschiedlichen Produktionsverfahren (Standardverfahren und Untersuchungsbetriebe 1 und 2) dicht beieinander liegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Energieeffizienz in der TierhaltungEinordnung des ForschungsvorhabensDieses Forschungsvorhaben ist Teil des DBU-Stipendienschwerpunktes ?Entwicklung von Indikatoren f\u00fcr eine nachhaltige Landnutzung?.In interdisziplin\u00e4rer Zusammenarbeit soll die Entwicklung von Indikatoren zur nachhaltigen Landnutzung und deren Zusammenf\u00fchrung zu Indikatorensystemen vorangetrieben werden. 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