{"id":53164,"date":"2026-01-27T10:50:20","date_gmt":"2026-01-27T09:50:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20004-721\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:21","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:21","slug":"20004-721","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20004-721\/","title":{"rendered":"Effekte einer reduzierten Dosis von Pflanzenschutzmitteln auf tritrophische Systeme im Ackerbau"},"content":{"rendered":"<p>Einfluss von Low-Input Pflanzenschutz im Agrar\u00f6kosystemIn der heutigen Intensivlandwirtschaft kommt es zu einem hohen Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln (PSM). Durch ihre hohe Toxizit\u00e4t bek\u00e4mpfen sie nicht nur Sch\u00e4dlinge, sondern k\u00f6nnen auch direkte und indirekte Nebenwirkungen auf deren nat\u00fcrlichen Gegenspieler (Pr\u00e4datoren) und andere Nicht-Ziel-Organismen haben. Nat\u00fcrliche Gegenspieler sind in der Lage, Sch\u00e4dlinge zu kontrollieren. Daher ist es wichtig, diese z. B. durch Reduktion der Dosierung der chemischen PSM zu schonen. Von Seiten der Politik gibt es Initiativen zur Minderung des Einsatzes von PSM, durch die es zu einer Reduzierung des potentiellen Risikos und der Intensit\u00e4t der Anwendung chemischer PSM kommen soll (u. a. &#8220;Reduktionsprogramm chemischer Pflanzenschutz&#8221;). Bislang existieren keine Studien zu einem langfristigen Einfluss einer durchg\u00e4ngigen Reduzierung der PSM-Anwendung bei Erhalt er sonstigen Rahmenbedingungen im konventionellen Landbau.In der 3-j\u00e4hrigen Studie sollen die \u00f6kologischen Auswirkungen eines Pflanzenschutzsystems mit um 50 % reduzierter Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Vergleich zur konventionellen Pflanzenschutzstrategie (100 %)anhand tritrophischer Systeme im Ackerbau komplex untersucht werden.Seit 2004 erfolgen in einem landwirtschaftlichen Praxisbetrieb in der Magdeburger B\u00f6rde Erhebungen nach Sch\u00e4dlingen, Nicht-Ziel-Organismen, Unkr\u00e4utern und pilzlichen Schaderregern auf Weizen- und Erbensenfeldern. Au\u00dferdem werden Bodenfallenf\u00e4nge durchgef\u00fchrt und die Ertr\u00e4ge ermittelt.Die reduzierte Anwendung von Insektiziden f\u00fchrte zu keiner ausreichenden Blattlauskontrolle. Das Pr\u00e4datorpotential in Weizenfeldern wurde stark durch die Intensit\u00e4t der Insektizidanwendung beeinflusst. Die Unkrautkontrolle war in beiden Varianten sehr gut. Aufgrund der geringen strukturellen Ver\u00e4nderungen nach der Herbizidbehandlung kam es bisher zu keiner Verbesserung der \u00f6kologischen Situation im Sinne der nat\u00fcrlichen Regelmechanismen. Den gr\u00f6\u00dften Einfluss auf die \u00f6kologische Situation hatte die Insektizidbehandlung.Des weiteren werden Modellgef\u00e4\u00dfversuche in Klimakammern mit dem tritrophischen System: Ackerbohne &#8211; Bohnenblattlaus &#8211; Florfliegenlarve durchgef\u00fchrt.Mit Hilfe dieser Versuche soll die unterschiedliche Beeinflussung tritrophischer Systeme durch differenzierte Pflanzenschutzsysteme untersucht werden. Es stellte sich heraus, dass eine Reduzierung der Dosierung von Insektiziden und Herbiziden m\u00f6glich war, um einen ausreichenden Bek\u00e4mpfungserfolg gegen Blattl\u00e4use zu erzielen. Durch Zugabe eines Pr\u00e4dators konnte diese Einsparung durch dessen nat\u00fcrliches Regulationspotential weiter gesteigert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einfluss von Low-Input Pflanzenschutz im Agrar\u00f6kosystemIn der heutigen Intensivlandwirtschaft kommt es zu einem hohen Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln (PSM). Durch ihre hohe Toxizit\u00e4t bek\u00e4mpfen sie nicht nur Sch\u00e4dlinge, sondern k\u00f6nnen auch direkte und indirekte Nebenwirkungen auf deren nat\u00fcrlichen Gegenspieler (Pr\u00e4datoren) und andere Nicht-Ziel-Organismen haben. Nat\u00fcrliche Gegenspieler sind in der Lage, Sch\u00e4dlinge zu kontrollieren. 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